Montag, 28. Mai 2012

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Brüssow

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brüssow
Brüssow
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brüssow hervorgehoben
53.414.13333333333355
Koordinaten:
53° 24′ N, 14° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Brüssow (Uckermark)
Höhe: 55 m ü. NN
Fläche: 101,02 km²
Einwohner:

2.023 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17326
Vorwahl: 039742
Kfz-Kennzeichen: UM
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 085
Adresse der Stadtverwaltung: Prenzlauer Straße 8 17326 Brüssow
Webpräsenz: www.amt-bruessow.de
Bürgermeister: Michael Rakow
Lage der Stadt Brüssow im Landkreis Uckermark
Karte
Über dieses Bild

Brüssow ist eine Landstadt im Nordosten des Landkreises Uckermark in Brandenburg und Verwaltungssitz des Amtes Brüssow (Uckermark).

Geografie

Die Stadt Brüssow (nördlichste Stadt Brandenburgs) liegt in einem Grundmoränengebiet, das sich zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow ausbreitet. Die weiträumige Hügellandschaft ist durch viele kleine Seen und Tümpel (Söllen) gekennzeichnet, die den nordöstlichen Teil der Uckermärkischen Seen bilden. Der Osten des Gemeindegebietes fällt um ca. 30 Meter zum Randowbruch ab; hier findet sich auch ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet in der sonst weitgehend von der Landwirtschaft geprägten Gegend. Im Norden und Osten grenzt der vorpommersche Landkreis Vorpommern-Greifswald an die Gemarkung Brüssow.

Stadtgliederung

Die Gemeinde besteht laut Hauptsatzung aus den Ortsteilen

  • Bagemühl
  • Brüssow
  • Grünberg
  • Woddow
  • Wollschow

Weitere bewohnte Gemeindeteile ohne Ortsteil-Status sind Battin, Butterholz, Frauenhagen, Grimme, Hammelstall, Klausthal, Menkin, Moor, Petersruh, Stramehl und Trampe.

Bevölkerungsentwicklung

(zum 31.12. des angegebenen Jahres)

  • 2007: 2230
  • 2008: 2157 [2]

Geschichte

Die Gegend um Brüssow wurde recht spät besiedelt. Um die Stadt herum sind viele, bis zu 7000 Jahre alte Megalithgräber zu finden.

Die ursprünglich slawische Siedlung wird zum Ende des 12. Jahrhunderts deutscher Burgstandort.

Der Stadtname kommt wahrscheinlich aus dem Altpolabischen und dürfte sich von brus gleich Schleifstein ableiten.

Im Jahre 1259 wurde das Stadtrecht das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Urkunde wurde durch den Ritter Heinrich von Stegelitz verfasst. Das lag nicht zuletzt daran, dass Brüssow an der Straße MagdeburgBerlinStettin lag. Dieses Stadtrecht wurde dem Ort zwischen 1550 und 1809 wieder entzogen.

Am 22. Oktober 1935 schenkte Adolf Hitler dem Generalfeldmarschall August von Mackensen die preußische Domäne Brüssow, die damals einen Umfang von über 1.231 Hektar hatte und später zum Erbhof erklärt wurde.

Albrecht Schönherr, der Schüler Dietrich Bonhoeffers und spätere Bischof der Region Ost der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, hatte in Brüssow von 1937 bis 1946 seine erste Pfarrstelle.

Ab dem Jahr 1952 gehörte Brüssow zum neu gebildeten Kreis Pasewalk.

Nach einem Bürgerentscheid gehört Brüssow seit dem 1. August 1992 wieder zum Land Brandenburg.

Am 31. Dezember 2001 wurden die Orte Bagemühl, Grünberg, Woddow und Wolschow eingemeindet.[3]

Politik

Wappen

Das Wappen wurde am 27. Juni 1997 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot auf grünem Boden eine silberne Burg mit drei spitzbedachten und gold-bekreuzten Türmen; im Torbogen eine rote Steigleiter.“[4]

Erläuterung: „Dieses Wappen ist vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und enthält neben der Stadtsymbolik die Sturmleiter als Zeichen der einstigen Stadtherren von Ramin (ehemals Pommern). Ein späteres Siegel zeigt eine Ramme (Holzblock mit Querholz).“[5] Das neue Wappenbild zeigt entgegen der alten Blasionierung vier Steigstöcke, eine Darstellung des Wappens mit drei Steigstöcken findet man hier

Partnerstadt

Mit der nordrhein-westfälischen Stadt Salzkotten besteht seit 16. August 1993 eine Städtepartnerschaft.

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtbefestigung mit Stadtmauer, Resten von Wiekhäusern und Torwächterhaus
  • Kirche St. Sophia in Brüssow
  • Dorfkirchen in den Ortsteilen Bagemühl, Battin, Grimme, Grünberg, Menkin, Trampe, Woddow und Wollschow
BW

Liste der Baudenkmale in Brüssow

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

In Brüssow kreuzen sich die Landstraßen PrenzlauLöcknitz und PasewalkPenkun. Der Autobahnanschluss Prenzlau-Ost an der A 20 ist ca. 12 km, der Autobahnanschluss Schmölln an der A 11 etwa 17 km von Brüssow entfernt. Der nächste Bahnhof befindet sich in Löcknitz, nachdem die Bahnlinie Prenzlau – Brüssow – Löcknitz am 30. Juni 1997 wegen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt wurde.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Otab/2009/OT_A01-04-00_124_200812_BB.pdf
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  5. Lexikon Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik, VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig 1979, Dr. habil. Karlheinz Blaschke, Prof. Dr. sc. Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck

Weblinks

 Commons: Brüssow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 15. März 2012 um 16:59 Uhr geändert.

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