Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale in Bremen und Oldenburg (Oldenburg) nimmt gleichzeitig die Aufgaben einer Landesbank, einer Sparkassenzentralbank und einer Geschäftsbank wahr. 2009 betrug das Geschäftsvolumen rund 41 Milliarden Euro, es wurden ca. 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Eigentümer der Bremer Landesbank sind die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) mit einem Anteil von 92,5 % am Stammkapital und das Land Bremen mit einem Anteil von 7,5 %.
Die Wurzeln der Bremer Landesbank liegen in der 1883 gegründeten Bodencredit-Anstalt des Herzogtums Oldenburg. Im Jahre 1906 erhielt die Bank die Bezeichnung Staatliche Kreditanstalt des Herzogtums Oldenburg, 1922 dann verkürzt Staatliche Kreditanstalt Oldenburg. 1938 wurde das Institut mit der seit 1928 bestehenden Hansa-Bank - der Staatsbank Bremens - zur Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen verschmolzen, gleichzeitig wurde die Bremer Landesbank – Girozentrale gegründet. Seitdem bestehen die Niederlassungen in Oldenburg und Bremen. Nach der Währungsreform 1948 widmete sich die Staatliche Kreditanstalt Oldenburg der Finanzierung des Wohnungsbaus, während das kurzfristige Kreditgeschäft weiterhin bei der Bremer Landesbank geführt wurde. In ihrer heutigen Form besteht die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale - seit 1983. Zu diesem Zeitpunkt schlossen die Bundesländer Bremen und Niedersachsen einen Staatsvertrag, der die Fusion der direkten Vorgängerinstitute „Bremer Landesbank – Girozentrale“ und „Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen“ begründete. Die Trennung der lang- und kurzfristigen Kreditgeschäfte auf zwei Institute erschien nicht mehr zeitgemäß.
Das Stammhaus der Bremer Niederlassung befindet sich an der nordöstlichen Seite des Kirchhofs „Unser Lieben Frauen“ in der ehemaligen Deutschen Nationalbank von 1896.[3] In den 1970er Jahren wurde in südöstlicher Richtung ein sechsstöckiger Bau am Domshof errichtet. Im Laufe des Jahres 2012 soll dieses Gebäude abgerissen und anschließend durch einen Neubau nach Plänen des Londoner Architekten Peter St. John ersetzt werden.
Die Bremer Landesbank versteht sich als Universalbank. Sie tritt als regionale Geschäftsbank mit überregionalem Spezialgeschäft bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Funktion als Landesbank und Sparkassenzentralbank auf.
Nordwestdeutschland ist der Kern des Geschäftsgebietes. Die Vertriebsaktivitäten konzentrieren sich auf die vier Geschäftsfelder Firmenkunden, Privatkunden, Spezialfinanzierungen und Financial Markets. Außerdem besteht ein Beteiligungsportfolio, dessen Schwerpunkt regionale wie überregionale Spezialinstitute der Finanzwirtschaft, insbesondere des Sparkassen-Finanzverbundes, bilden.
Das Geschäftsgebiet der Bremer Landesbank erstreckt sich über das nordwestliche Bundesgebiet. Es umfasst die Freie Hansestadt Bremen, die Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Friesland, Leer, Oldenburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Vechta, Verden, Wesermarsch, Wittmund sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst, Emden, Oldenburg und Wilhelmshaven. In ihrem Spezialfinanzierungsgeschäft ist die Bank auch überregional tätig. Sie greift dabei auf eine Reihe von Auslandsstandorten zurück.
Am internationalen Handelsplatz London ist die Bremer Landesbank über ein Kontaktbüro vertreten. Außerdem unterhält sie Repräsentanzen und Auslandsbüros – zum Teil über Beteiligungen mit der NORD/LB – u. a. an folgenden Standorten: Estland, Finnland, Litauen, Singapur, Volksrepublik China.
Die Bank hat erstmals im Jahr 2005 mit dem NordWest Award einen regionalen Förderpreis ausgelobt. Menschen, Unternehmen oder Organisationen, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung und Identifikation der Nordwest-Region leisten, können sich für diesen Preis bewerben. Darüber hinaus tritt die Bremer Landesbank als Förderer von Kunst und Kultur in der Region auf.
Unternehmensgruppe
Konzern
53.076498.80866
Koordinaten: 53° 4′ 35″ N, 8° 48′ 31″ O
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