Montag, 28. Mai 2012

Themen


Bruce Schneier

Bruce Schneier (2007)

Bruce Schneier (* 15. Januar 1963 in New York) ist ein US-amerikanischer Experte für Kryptographie und Computersicherheit, Autor verschiedener Bücher über Computersicherheit und Mitgründer der Computersicherheitsfirma Counterpane Internet Security.

Leben

Schneier wurde in New York geboren. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Physik an der Rochester University studierte er ab 1985 an der American University, wo er einen Master-Abschluss in Informatik erhielt. Während des Studiums begann er für das Verteidigungsministerium zu arbeiten. Bevor er im August 1999 Counterpane Internet Security (im Oktober 2006 Übernahme durch BT Managed Security Solutions Mountain View) gründete, arbeitete er bei Bell Labs. Heute lebt Schneier mit seiner Frau Karen Cooper in Minneapolis.

Werke

Sein wohl bekanntestes Werk ist Applied Cryptography. Dies stellt ein grundlegendes Werk zum Einstieg in die Kryptografie dar. Weiterhin gibt es eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zum Thema Computersicherheit und Kryptografie. Der Newsletter Crypto-Gram über Computer- und andere Sicherheitsfragen wird monatlich an die Abonnenten verschickt. Hier wie auch in seinem Blog werden aktuelle Probleme angesprochen.

Schneier beschäftigt sich weiter stark mit der Entwicklung von Verschlüsselungsalgorithmen. Im Anhang des Buchs Cryptonomicon (Neal Stephenson) stellt er den Verschlüsselungsalgorithmus Solitaire vor, der mit einem gewöhnlichen Kartenspiel arbeitet. Er hat die Blowfish- und Twofish-Verschlüsselungsalgorithmen sowie den Yarrow- und den Fortuna-Pseudozufallsgenerator mitentwickelt. Twofish kam hierbei mit in die engere Auswahl des AES-Wettbewerbs. Schneier forschte in der Folge verstärkt zu allgemeineren Fragen der Computersicherheit, zum Umgang mit Risiken und zu mit Kryptographie und Computersicherheit zusammenhängenden gesellschaftspolitischen Problematiken. Heute befasst er sich zusätzlich intensiv mit psychologischen Fragen der Informationssicherheit, insbesondere mit dem Sicherheitsbewusstsein und der Haltung der Anwender und Fachleute.

Im November 2007 wies er im Technologie-Magazin Wired darauf hin, dass nach seiner Ansicht in einem der vier vom NIST im März 2007 veröffentlichten[1]kryptografischen Zufallszahlengeneratoren, nämlich dem „Dual Elliptic Curve Deterministic Random Bit Generator (Dual_EC_DRBG)“, möglicherweise eine Backdoor eingebaut sei. Erwähnenswert ist, dass die Auswahl dieses Generators für die Standardisierung vor allem auf Drängen der NSA erfolgt sein soll.[2][3] Dieser Zufallszahlengenerator ist auch mit Service Pack 1 in Windows Vista enthalten.[4][5]

Veröffentlichungen

  • Niels Ferguson, Bruce Schneier: Practical Cryptography. Wiley, Indianapolis IN 2003, ISBN 0-471-22357-3 (engl.).
  • Beyond Fear. Thinking sensibly about Security in an uncertain World. Copernicus Books u. a., New York NY u. a. 2003, ISBN 0-38-702620-7 (engl.).
  • Secrets and Lies. IT-Sicherheit in einer vernetzten Welt. Dpunkt-Verlag u. a., Heidelberg u. a. 2004, ISBN 3-89-864302-6.
  • Angewandte Kryptographie. Protokolle, Algorithmen und Sourcecode in C. Pearson Studium, München u. a. 2006, ISBN 3-8273-7228-3.
  • Schneier on Security. John Wiley & Sons, Indianapolis IN 2008, ISBN 978-0-470-39535-6 (100 englischsprachige Essays).

Zitate

„If you think technology can solve your problems you don't understand technology and you don't understand your problems.“

Bruce Schneier

„Amateurs hack systems, professionals hack people.“

Bruce Schneier, Dec 2000

Weblinks

Quellen

  1. http://csrc.nist.gov/publications/nistpubs/800-90/SP800-90revised_March2007.pdf
  2. Did NSA Put a Secret Backdoor in New Encryption Standard?
  3. heise online - Verschlüsselungsstandard unter Backdoor-Verdacht
  4. heise online - Umstrittener Zufallszahlengenerator in Vista Service Pack 1
  5. Bruce Schneier Blog
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 18. Mai 2012 um 18:10 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bruce_Schneier aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP