| Bundesautobahn 100 in Deutschland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betreiber: | Bundesrepublik Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtlänge: | 22 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Straßenverlauf
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Die Bundesautobahn 100 (Abkürzung: BAB 100) – Kurzform: Autobahn 100 (Abkürzung: A 100) – verläuft mitten in Berlin und verbindet in einem Südwestbogen die Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Sie war ursprünglich als Ringautobahn konzipiert, inzwischen ist eine Schließung als Autobahnring jedoch nicht mehr vorgesehen, sondern nordöstlich der Innenstadt lediglich als normale innerstädtische Straße. Dennoch trägt sie die Beinamen Berliner Stadtring und Stadtautobahn. In weiten Teilen folgt die A 100 der Trasse der Berliner Ringbahn, dem inneren Berliner S-Bahn- und Eisenbahnring.
Die Bundesautobahn 100 ist als Kernstück eines West-Berliner Autobahnnetzes geplant worden, die halbrunde Struktur sollte im Fall der deutschen Wiedervereinigung zu einer Ringstrecke vervollständigt werden. Spätere Planungen nach der Wiedervereinigung sind von diesem Plan abgerückt, da er große städtebauliche Einschnitte zur Folge gehabt hätte.
Vor der Einführung des jetzigen Nummerierungssystems war für die Strecke einige Zeit die Nummer A 53 vorgesehen;[1] 1975 erhielt sie die Bezeichnung A 10, die aber nach der Wiedervereinigung auf den Berliner Ring übertragen wurde.
Die Autobahn wurde in folgenden Teilabschnitten dem Verkehr übergeben:[2]
Folgende Teilabschnitte sind derzeit in der Planung:
Derzeit endet die A 100 hinter dem neu gebauten Autobahndreieck Neukölln an der provisorischen Anschlussstelle Grenzallee. Der Weiterbau der A 100 bis zur Frankfurter Allee ist geplant und der Abschnitt bis zum Treptower Park soll von 2012 bis 2017 realisiert werden.[3] Eine darüber hinausgehende mögliche Schließung des Autobahnringes wurde aus der Flächennutzungsplanung gestrichen. Die Lücke zwischen der Frankfurter Allee bis zur Michelangelostraße soll nun stattdessen durch eine normale innerstädtische Straße geschlossen werden. Ab dem Autobahndreieck Neukölln führt derzeit die Hauptrichtung als A 113 weiter in Richtung Dresden und zum Flughafen Berlin-Schönefeld sowie dem im Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg.
Die Rudolf-Wissell-Brücke wurde in den Jahren von 1959 bis 1962 errichtet. Sie überspannt über 930 Meter in einem Bogen die Gleise der Berlin-Hamburger Bahn und der Berlin-Lehrter Bahn sowie die Charlottenburger Spree. Sie ist die längste Brücke Berlins. Einige Aus- bzw. Auffahrten des Autobahndreiecks Charlottenburg befinden sich auf der Brücke selbst, die Ausfahrt Siemensdamm an einer der Verbindungskurven liegt linksseitig.
Auf dem Abschnitt Sachsendamm zwischen der Ausfahrt Innsbrucker Platz und Alboinstraße unterquert die Autobahn mehrere Eisenbahntrassen. Am Westende beginnt die Strecke mit der 260 Meter langen Untertunnelung des Innsbrucker Platzes und der Berlin-Potsdamer Eisenbahn. Direkt am Ausgang des Tunnels läuft die Strecke als untere Ebene des Autobahnkreuzes Schöneberg weiter. Hinter dem Kreuz wird die Berlin-Anhaltische Eisenbahn unterquert, was neben den Bahngleisen auch mehrere parallele Straßenbrücken beinhaltet. Der geläufige Name bezieht sich auf den parallel zur Strecke laufenden Sachsendamm, der von 1972 bis 1996 als Teilstück benutzt werden musste, weil die Strecke unter einem Rangierwerk der Berlin-Dresdner Bahn durchführte, die Verhandlungen mit dem damaligen Inhaber der Betriebsrechte (mittelbar die DDR) allerdings ergebnislos blieben.[4]
Der Tunnel Ortskern Britz wurde im Juli 2000 eröffnet. In den alten Planungen sollte der Tunnel als Hochstrecke geführt werden. Bis zum Fall der Berliner Mauer wurde jedoch nicht an eine Ausführung gedacht. Um den Ortsteil Britz (im engeren Sinne Neubritz) nicht in zwei Teile zu spalten, wurden die Planungen geändert, und der Ortsteil mit einem Tunnel von 1700 Metern Länge unterquert. Innerhalb des Tunnels führt in östlicher Richtung die Halbanschlussstelle Britzer Damm in den Ortsteil.
Neben diesen markanten Bauwerken liegen entlang der Strecke weitere bauliche Besonderheiten, wie sie bei nachträglich in eine Stadtstruktur eingearbeitete Autobahnen häufig vorkommen. Durch die beengten Platzverhältnisse im Bereich um den Funkturm befindet sich dort auf wenigen hundert Metern eine komplexe Ballung von Brücken, Tunneln und Ausfahrten, darunter der 210 Meter lange Tunnel unter dem Rathenauplatz, der im November 1958 eröffnet wurde.
Ein Weiterbau der A 100 bis zur Frankfurter Allee ist derzeit in Planung. Dabei führt ein Bauabschnitt (BA 16) entlang der Ringbahn und über den ehemaligen Güterbahnhof Treptow bis zur AS Am Treptower Park. Der BA 17 führt von dort aus zum größten Teil unterirdisch bis zur Frankfurter Allee. Unter dem Bahnhof Ostkreuz wird dazu bereits ein Nord-Süd-Tunnel für diese Autobahn errichtet.
Die derzeit am Dreieck Neukölln (an der A 113) endende A 100 soll im Zuge des nächsten Bauabschnittes (BA 16) nach Osten in einem Tunnel die Grenzallee sowie die Neuköllnische Allee unterqueren, dann über eine Anschlussstelle an die Sonnenallee angebunden werden und in ihrem weiteren Verlauf parallel zum Güterbahnhof Neukölln verlaufen, bevor sie nach Unterquerung der Kiefholzstraße und der Ringbahn an der Anschlussstelle Am Treptower Park vorläufig endet. Der Zeithorizont für die Weiterführung der Planungen bis zur Frankfurter Allee (BA 17) ist zurzeit noch nicht geklärt.
Derzeit laufen die Planungen für den Abschnitt bis zum Treptower Park. Die Auslegung der Planungsunterlagen erfolgte im März 2009, eine vierwöchige öffentliche Anhörung zu den Einwendungen wurde Ende 2009 durchgeführt.[5] Der Bau des geplanten 3,2 Kilometer langen Abschnitts wird voraussichtlich über 420 Mio. Euro kosten[6] (ähnlich teuer wie der Tunnel Ortskern Britz und die gesamte elf Kilometer lange Neubaustrecke der A 113n).
Gegen den Ausbau haben sich die Bürgerinitiative BISS (Bürgerinitiative Stadtring Süd) und das Aktionsbündnis A 100 stoppen! gegründet. Sie organisieren zahlreiche Protestaktionen wie beispielsweise eine Fahrrad-Demonstration am 19. April 2009 mit 1500 Teilnehmern[7] oder kreative Aktionen wie einen Flashmob auf einer Kreuzung an der Oberbaumbrücke am 21. Juni 2010.[8] Um den Weiterbau gab es 2009 Streit in der damaligen rot-roten Koalition: Die Linkspartei war gegen den Ausbau, die SPD war auf einem Parteitag zunächst gegen – später aber wieder für den Bau. Die Kontroverse um die Ausbauplanungen führte am 5. Oktober 2011 zu einem Scheitern der rot-grünen Koalitionsverhandlungen im Anschluss an die Abgeordnetenhauswahl 2011.[9]
Unter der rot-schwarzen Koalition nahm Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am 15. Dezember 2011 das Teilstück in den Investitionsrahmenplan 2011–2015 auf. Der Ausbau soll 2012 beginnen und 2016 eröffnet werden.[10]
Auf Antrag des Naturschutzverbandes BUND und mehrerer privater Antragsteller hat das Bundesverwaltungsgericht am 9. Februar 2012 der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung durch Eilbeschluss untersagt, an der für die Verlängerung der Stadtautobahn A 100 vorgesehenen Trasse bauvorbereitende Maßnahmen durchzuführen, insbesondere Teile der Trasse freizulegen.[11]
Ab Ostkreuz ist ein Weiterbau bis zum S-Bahnhof Frankfurter Allee geplant. Dort soll die Autobahn enden und über eine noch zu bauende Straße entlang der Ringbahn über die Storkower Straße und Landsberger Allee als Stadtstraße mit Anschluss an den Stadtstraßenring (Michelangelostraße) weitergeführt werden.[12][13] Vorarbeiten hierzu sind mit 16,3 Mio. Euro ebenfalls im Investitionsrahmenplan vorhanden.[10]
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