Montag, 28. Mai 2012

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Bundesautobahn 19

Bundesautobahn 19 in Deutschland
Bundesautobahn 19
European Road 55 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 19
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 124 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Bundesautobahn 19 im Randbereichder Mecklenburgischen Schweiz
Bundesautobahn 19 im Randbereich der Mecklenburgischen Schweiz
Straßenverlauf
Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Übergang aus B105
Schnellstraße Ende Autobahn Beginn Autobahnbeginn
Anschlussstelle (4)  Rostock-Überseehafen E55
Brücke (100 m)  Bahnbrücke 100 m
Anschlussstelle (5)  Rostock-Nord
Knoten (6)  Rostock-Ost B105 Symbol: Autohof
Brücke (70 m)  Bahnbrücke
Symbol: Tourist Fischland-Darß-Zingst
Anschlussstelle (7)  Rostock-Süd B110
Anschlussstelle (8)  Kessin B103
Knoten (9)  Kreuz Rostock A20 E22
Anschlussstelle (10)  Kavelstorf Symbol: Autohof
Brücke (60 m)  Bahnbrücke
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Parkplatz Symbol: Links Parkplatz
Anschlussstelle (11)  Laage B103 (Symbol: Flug Flughafen Rostock-Laage)
Tankstelle Raststation Raststätte Recknitzniederung
Symbol: Tourist Renaissanceschloss Güstrow
Anschlussstelle (12)  Glasewitz
Anschlussstelle (13)  Güstrow B104
Symbol: Tourist Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Bansower Forst
Anschlussstelle (14)  Krakow am See
Symbol: Tourist Mecklenburgische Seenplatte
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Anschlussstelle (15)  Linstow
Symbol: Tourist Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Kiether Berg
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplätze (mit WC) Nossentiner Heide (Ri. Rostock) und Schwinzer Heide (Ri. Wittstock)
Brücke (50 m)  Bahn- und Straßenbrücke 50 m
Symbol: Tourist Freilichtmuseum Alt Schwerin
Anschlussstelle (16)  Malchow B192
Fluss Brücke Petersdorfer See (Brücke 295 m)
Symbol: Tourist Müritz-Nationalpark
Anschlussstelle (17)  Waren (Müritz) B192
Tankstelle Raststation Raststätte Müritz
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Anschlussstelle (18)  Röbel/Müritz B198 Symbol: Autohof
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Eldetal
Grünbrücke Grünbrücke Wredenhagen
Anschlussstelle (19)  Wredenhagen
Raststation Symbol: Links Kleinraststätte Wulfersdorf
Bundesland Brandenburg
Symbol: Tourist Prignitz
Anschlussstelle (20)  Wittstock/Dosse B189 Symbol: Autohof
Knoten (21)  Dreieck Wittstock/Dosse A24 E26 E55

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A

Die Bundesautobahn 19 (Abkürzung: BAB 19) – umgangssprachlich: Autobahn 19 (Abkürzung: A 19) – verbindet die Stadt Rostock mit der Autobahn A 24 bei Wittstock/Dosse. Die gesamte A 19 ist Teilstück der Europastraße 55.

Verlauf

Mautstelle an der östlichen Ausfahrt des Warnowtunnels
Autobahnende bei Rostock (1987)

Die Autobahn 19 beginnt im Norden Rostocks an der östlichen Ausfahrt des Warnowtunnels, südlich des Rostocker Überseehafens, verläuft östlich der Stadt in Richtung Süden, kreuzt die A 20 am Kreuz Rostock, zieht sich durch den Landkreis Rostock, überquert hier die Recknitz, verläuft östlich des Krakower Sees und durchschneidet die Mecklenburgische Seenplatte im gleichnamigen Landkreis. Nördlich von Wittstock/Dosse wird die Landesgrenze nach Brandenburg überquert. Südlich der Stadt endet die A 19 am Dreieck Wittstock/Dosse an der A 24.

Für den internationalen Verkehr erlangt die A 19 Bedeutung durch den direkten Zugang zum Überseehafen von Rostock (ein Kilometer ab A 19). Fährverbindungen bestehen dort in mehrere Staaten an der Ostsee, so nach Gedser in Dänemark, Trelleborg in Schweden, Helsinki in Finnland, Tallinn in Estland und Ventspils in Lettland.

Während der Ferienreisewelle gibt es auf dieser Autobahn mitunter Staus, da der Verkehr zu den Ostseestränden, wie z. B. nach Rügen, über diese Strecke läuft. Ausweichrouten nach Rügen sind die A 11 (ab Berliner Ring), dann A 20 und schließlich die B 96.

Geschichte

Nachdem man sich in den 1950er-Jahren mit in der DDR nur langsam steigender Motorisierung zuerst um den Ausbau und Erhalt von Landstraßen kümmerte, sollten laut einem 1958 verfassten Schreiben der SED-Führung alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet werden, um mit dem Ausbau des Autobahnnetzes in der DDR zu beginnen. Unter anderem ging es dabei um ein Projekt bis in den Bezirk Rostock. In der Volkskammer war Walter Ulbricht schon im Herbst 1959 angetan von einer Autobahn, auf der die Werktätigen zur Ostsee gelangen könnten. 1961 wurden die Pläne plötzlich auf Eis gelegt. Mehrere Jahre existierte ein isolierter einspurig fertiggestellter Abschnitt im Nordosten von Rostock zwischen der Fernverkehrsstraße 105 (heute Bundesstraße) und dem Seehafen.

Ein Wirtschaftsaufschwung und stärkere Verkehrsbelastungen machten jedoch Ende der 1960er Jahre eine Wiederaufnahme des Projekts notwendig. Baubeginn war 1970, die Arbeiten führte der VEB Autobahnbaukombinat aus. Mit dem Machtwechsel an der Spitze der SED wurde in der DDR vor allem der Wohnungsbau forciert. Die Bauarbeiten an der heutigen A 19 sollten eingestellt werden. In Verhandlungen mit Günter Mittag erreichte man zumindest einen langsameren Weiterbau. Nach acht Jahren Bauzeit wurde das letzte Teilstück der Autobahn Berlin-Rostock 1978 schließlich dem Verkehr übergeben. Nach der Wende wurde die Fahrbahn der A 19 sukzessive ausgebessert sowie mit Standspur und Parkplatzanlagen ausgestattet.

Die Widmung als Autobahn wurde im Bereich Rostock nach 1990 mehrfach geändert: Anschlussstellen im Bereich des Übersehhafens galten dann nicht mehr als Autobahn. Mit der Fertigstellung des Warnowtunnels wurde der ursprüngliche Verlauf der Autobahn dann nochmals verändert: Ursprünglich führte sie über die heutigen "Straße zum Überseehafen" direkt dort hin.

Massenkarambolage

Am 8. April 2011 ereignete sich aufgrund eines Sandsturms eine Massenkarambolage auf der Autobahn 19 nahe Kavelstorf. Über 80 Fahrzeuge waren insgesamt (beide Fahrtrichtungen) ineinander gefahren, davon gerieten etwa 30 in Brand, unter anderem ein Gefahrguttransporter. Dieser bisher schwerste Verkehrsunfall in Mecklenburg-Vorpommern forderte acht Todesopfer und 131 Verletzte, wovon 44 in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.[1][2][3][4]

Siehe auch

Literatur

  • Axel Doßmann: Begrenzte Mobilität. Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR. Klartext Verlag, Essen 2003, ISBN 3898611531

Weblinks

 Commons: Bundesautobahn 19 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nach der Massenkarambolage auf der A 19: Bergung dauert bis in die Nacht. RP Online, 8. April 2011, abgerufen am 8. April 2011. 
  2. Mecklenburg-Vorpommern: Acht Tote bei Massenkarambolage. Focus Online, 8. April 2011, abgerufen am 8. April 2011. 
  3. Tödlicher Massenunfall auf der A19: Identität der acht Todesopfer noch nicht geklärt. Stern.de, 9. April 2011, abgerufen am 9. April 2011. 
  4. Massencrash auf der A19: Aufräumarbeiten werden Tage dauern. Focus Online, 9. April 2011, abgerufen am 9. April 2011. 
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Diese Seite wurde zuletzt am 5. November 2011 um 04:00 Uhr geändert.

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