| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 49° 13′ N, 12° 40′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Cham | |
| Höhe: | 370 m ü. NN | |
| Fläche: | 80,67 km² | |
| Einwohner: |
16.975 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 210 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 93413 | |
| Vorwahlen: | 0 99 71 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CHA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 72 116 | |
| NUTS: | DE235 | |
| Stadtgliederung: | 53 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 2 93413 Cham | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Karin Bucher (Freie Wähler) | |
| Lage der Stadt Cham im Landkreis Cham | ||
Cham [kaːm] ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern.
Cham liegt etwa 60 km nordöstlich von Regensburg am Fluss Regen, einem linken Nebenfluss der Donau, in der Cham-Further Senke, einem langgestreckten Taleinschnitt, der die quer dazu verlaufenden Mittelgebirgszüge des Oberpfälzer Waldes im Nordosten vom Bayerischen Wald bzw. dem Künischen Gebirge im Südosten teilt. Etwa 20 km nordöstlich von Cham verläuft die tschechische Grenze, und etwa 90 km nordöstlich liegt Pilsen. Cham wird deshalb auch als „Tor zum Bayerischen Wald und zum Böhmerwald“ bezeichnet. Weil der Regen die Chamer Altstadt in einem weiten Bogen umschließt, gibt es für Cham in der Touristik auch die Bezeichnung „Stadt am Regenbogen“.
Cham: Cordonhaus, jetzt Touristen-Information
Die Stadt Cham grenzt im Norden an die Gemeinden Waffenbrunn und Willmering, im Nordosten an Weiding und im Osten an Runding sowie Chamerau. Im Südosten liegt die Gemeinde Zandt, im Süden Traitsching, im Südwesten Schorndorf, im Westen die Stadt Roding und im Nordwesten die zur Verwaltungsgemeinschaft Stamsried gehörende Gemeinde Pösing sowie die Gemeinde Pemfling.
Cham umfasst neben der Kernstadt noch 52 weitere Stadtteile:
| Stadtteile von Cham | ||||
|---|---|---|---|---|
| Altenmarkt | Altenstadt | Ammerlingshof | Brückl | Brunn |
| Chameregg | Chammünster | Eichberg | Ellersdorf | Gredlmühle |
| Gutmaning | Haderstadl | Haidhäuser | Haidmühle | Hanzing |
| Hilm | Hof | Höfen | Janahof | Kammerdorf |
| Katzbach | Katzberg | Kühberg | Kothmaißling | Laichstätt |
| Lamberg | Loch | Loibling | Michelsdorf | Neumühle |
| Nunsting | Oberhaid | Ponholzmühle | Quadfeldmühle | Ried am Pfahl |
| Ried am Sand | Rissing | Schachendorf | Scharlau | Schlammering |
| Schlondorf | Schönferchen | Selling | Siechen | Stadl |
| Tasching | Thierlstein | Untertraubenbach | Vilzing | Wackerling |
| Windischbergerdorf | Wulfing | |||
Der Burg- und Stadtname Cham bzw. Camma ist keltischen Ursprungs (Kambos) und bedeutet „an der Kurve“ oder „Krümmung“. In der Nähe des Chamer Stadtteils Altenstadt mündet das windungsreiche Flüsschen Chamb in den Regen. Deshalb ist es vermutlich der keltische Namensgeber für die spätere Königsburg Camma und die erste Siedlung „am Regenbogen“. Später wurde der Name Cham – ohne historisch-etymologische Berücksichtigung der Sprachforschung – auch einfach von „Kamm“ abgeleitet, weshalb das Wappen der Stadt auch einen Kamm enthält.
Die spätere Mark Camma war zur Zeit der Agilolfinger (6. bis 8. Jahrhundert) Herzogsland. Sie wurde im Jahr 788 Königsland und gehörte zum bayerischen Nordgau. Im Jahr 748 gründeten Benediktinermönche aus dem Regensburger Kloster St. Emmeram in Chammünster, einem heutigen Stadtteil von Cham, eine Cella (klösterliche Niederlassung). Sie wurde als sogenannte Urpfarrei (mit dem späteren Marienmünster) zu einem Ausgangspunkt der Besiedelung und Christianisierung des Oberen Bayerischen Waldes sowie des mittleren Böhmerwaldes. Während der Regierungszeit der Liudolfinger (Ottonen) wurde um 976 mit der auf Königsland erbauten Burg Camma und weiteren befestigten Burgen eine Grenzsicherungsorganisation errichtet, in welcher sich mit anderen Orten auch die spätere Stadt Cham (Camma) entwickelte.
Zu der im 10. Jahrhundert geschaffenen, 1055 erstmals genannten Mark Camma (Böhmische Mark) mit der Burg Camma (Cham) besaßen die Diepoldinger-Rapotonen, Burggrafen des Nordgaus und Markgrafen von Cham und Vohburg auch Schloss Rohrau und die Herrschaft Rohrau (Niederösterreich) bei Bruck an der Leitha. 1204 nach dem Erlöschen ihrer Manneslinie fiel die Markgrafschaft Camma an das Haus Wittelsbach. 1255 gelangte die Mark Camma bei der Teilung Bayerns an Niederbayern, bei dem es bis auf die Jahre 1708–1714 verblieb.
Der Ort Cham wurde im Jahr 976 als Civitas Camma erstmals als Stadt erwähnt. Sie lag damals auf dem Höhenzug bei dem Dorf Altenstadt und war der Reichsburg Camma, die den Handelsweg nach Böhmen sicherte, untertänig. Um das Jahr 1000 erhielt Cham eine eigene Münzstätte, welche den sogenannten Chamer Denar prägte.
Im 12. bzw. 13. Jahrhundert wurde die Stadt an ihren heutigen Standort verlegt.[2] Die erste Nachricht über eine christliche Kirche stammt aus dem Jahr 1210, als Herzog Ludwig der Kelheimer aus dem Hause Wittelsbach eine ecclesia in novo foro chambe, eine Kirche auf dem neuen Markt Cham, dem Deutschen Orden in Regensburg schenkte. Während der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert durchlebten die Chamer Bürger harte Zeiten. 1429 belagerten die Hussiten, die 1420 die Stadt Prachatitz (Prachatice) erobert und grausam gegen die Bevölkerung gewütet hatten, von Goldenkron kommend, wo sie das Kloster Zlata Koruna niedergebrannten hatten, vergeblich die Stadt. Bei Satzdorf, vor den Toren Chams, gelang einem Ritterheer des Deutschen Ordens ein Sieg über die Hussiten und hinderte ihr Vordringen nach Regensburg und Niederbayern. Heinrich Notthafft der Reiche, auf Burg Runding bei Cham, trug erheblich zu diesem Sieg bei.
1489 gründeten Adelige im Bayerischen Wald den Löwlerbund, eine Adelsgesellschaft des 15. Jahrhunderts, die gegen den bayerischen Herzog Albrecht IV. (Bayern) und dessen Ansprüche hinsichtlich finanzieller Leistungen für seine kriegerischen Auseinandersetzungen, gerichtet war. Dieser Bund tagte in einem Gebäude am Marktplatz der Stadt Cham, dem späteren Gasthof Zur Krone.
siehe auch Turmhügel Kammerdorf, Turmhügel Lamberg, Burgstall Schwedenschanze in der Umgebung von Cham.
In den Jahren 1555 bis etwa 1628 war Cham nach dem Augsburger Reichs- und Religionsfrieden, welchem sich Ottheinrich von der Pfalz aus dem Hause Wittelsbach angeschlossen hatte, evangelisch-lutherisch und wurde nach drei Generationen während der Rekatholisierung in Bayern wieder römisch-katholisch. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde „die kleine Festung Cham“ an der Heeresstraße von Böhmen nach Süddeutschland fünfmal von wechselnden Söldnerheeren und deren Kommandeure besetzt, zu Zahlungen und Einquartierungen gezwungen. Im Spanischen Erbfolgekrieg, während der Bayerische Diversion im Spanischen Erbfolgekrieg unter Kurfürst Max II. Emanuel kam auch die Stadt Cham nach dessen gescheiterten Rangerhöhungplänen im Jahre 1703 an den österreichischen Kaiser Joseph I. (1678–1711). Der letzte Aufstand gegen diese Inbesitznahme wurde am 16. Januar 1706 niedergeschlagen. 1742 eroberten die Panduren während des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748) unter Franz Freiherr von der Trenck die Stadt, die sie neun Tage lang plünderten und schließlich am 9. September 1742 in Brand setzten, ehe sie weiterzogen. Der Stadtkern mit seinen historischen Bauwerken wurde wieder aufgebaut.
Im Jahre 1861 erhielt Cham im Zuge der Industrialisierung einen Eisenbahnanschluss. Es folgte eine Phase relativen Wohlstands, da Cham zu den wichtigsten süddeutschen Holzumschlagplätzen gehörte. Hier wurde das auf dem Regen aus dem Bayerischen Wald gedriftete Holz auf die Bahn verladen. Mit der Eröffnung der Bahnlinie von Deggendorf nach Bayerisch Eisenstein im Künisches Gebirge im Jahr 1877 ging die Bedeutung des Stadt Cham als Holzumschlageplatz zurück.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) wurden in der Nacht vom 17. auf den 18. April 1945 bei einem Luftangriff 63 Menschen getötet und 46 verletzt, als 90 Lancaster und 11 Mosquito der No. 5 Bomber Group der Royal Air Force die Bahnanlagen von Cham angriffen. Bereits am 1. März waren bei einem Tieffliegerangriff auf einen in Altenschwand haltenden Zug mit Flüchtlingen aus dem Protektorat Böhmen und Mähren, dem Sudetengau und Ostdeutschland 28 Menschen getötet und über 70 verletzt worden. Von Regensburg kommend, besetzten Ende Mai 1945 amerikanische Truppen die Stadt Cham, das Regental und Böhmen bis zur Linie Karlsbad, Pilsen und Budweis. Im Oktober 1945 übergaben sie das von ihnen in breiter Front besetzte Gebiet in West- und Südböhmen russisch-sowjetischen Truppenverbänden. Im Grenzgebiet zu Niederbayern und der Oberpfalz bestand bis 1993 die Grenzsicherungszone Eiserner Vorhang mit Visumzwang und strengsten Kontrollen durch die Tschechoslowakische Sozialistische Republik. Durch zahlreiche Heimatvertriebene aus Schlesien und dem Sudetenland, die in Cham ansässig wurden, erhöhte sich die Einwohnerzahl der Stadt nach Kriegsende von 5.860 auf über 10.000.
Am 25. Mai 2009 erhielten die Stadt und der Landkreis Cham den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“ und baute neue Erwerbsquellen durch mittelständische Betriebe und Förderung der Touristik aus.
1946 wurde ein Teil der damals aufgelösten Gemeinde Katzberg in die Stadt Cham eingegliedert. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden zum 1. Januar 1972 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Altenmarkt, Loibling mit dem übrigen Teil der ehemaligen Gemeinde Katzberg, Thierlstein sowie Teile der Gemeinden Penting und Rhanwalting in die Stadt Cham eingemeindet.[3] Zum 1. Mai 1978 kamen schließlich noch die Gemeinden Chammünster und Windischbergerdorf hinzu.
In Cham gibt es sieben katholische Pfarreien bzw. Seelsorgeeinheiten, die dem Dekanat Cham im Bistum Regensburg zugeordnet sind:
In der Kernstadt von Cham bestehen die beiden Pfarreien St. Jakob (Cham-Mitte und Cham-Ost) mit der Expositur St. Laurentius im Stadtteil Vilzing und St. Josef (Cham-West) mit der Filialgemeinde Katzberg sowie die vom Redemptoristenkloster Cham betreuten katholischen Krankenhausseelsorge. Daneben gibt es die Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Chammünster, St. Martin in Untertraubenbach und St. Michael in Windischbergerdorf. Die Pfarreien St. Josef in Cham-West und St. Martin im Stadtteil Untertraubenbach bilden zusammen eine Seelsorgeeinheit.
Das Redemptoristenkloster Cham bildet mit seinem Exerzitienhaus ein wichtiges geistliches Zentrum der Stadt und umfasst mit der Klosterkirche Maria Hilf zudem eine eigene Klostergemeinde.
Außerdem bestehen in Cham eine Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde (Dekanatsbezirk Cham), eine Baptistengemeinde, die dem Bund Evangelischer Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland zugeordnet ist, sowie eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche (Kirchenbezirk Nürnberg-Ost).
In Cham existiert auch eine islamische Kultusgemeinde. Zudem gibt es eine buddhistische Glaubensgemeinschaft und Anhänger des Falun Gong. Im Stadtteil Michelsdorf befindet sich der Königreichssaal der Zeugen Jehovas.
Der Stadtrat der Stadt Cham besteht aus 24 Mitgliedern. Seine Zusammensetzung ist neben den politischen Parteien traditionell stark geprägt durch zahlreiche Wählergemeinschaften bzw. Stadtteillisten. Die Kommunalwahl am 2. März 2008 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei einer Wahlbeteiligung von 66,3 Prozent (Zahlen im Vergleich zur Kommunalwahl vom 3. März 2002):
| Parteien und Wählergemeinschaften | 2008 | 2002 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) | 20,7 | 5 | 25,6 | 6 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 6,7 | 1 | 8,7 | 2 |
| Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) | 3,8 | 1 | 3,2 | 1 |
| Freie Wähler (FW) | 16,2 | 4 | 12,7 | 3 |
| Christliche Wählergemeinschaft Chammünster (CWC) | 9,8 | 3 | 9,5 | 3 |
| Christliche Wählergemeinschaft Windischbergerdorf (CWW) | 8,3 | 2 | 8,2 | 2 |
| Gemeindewohl Loibling-Katzbach/Cham-West (GLK) | 7,0 | 2 | 6,8 | 2 |
| Wählergemeinschaft Altenmarkt/Michelsdorf (WAM) | 7,0 | 2 | 6,6 | 1 |
| Wählergemeinschaft Vilzing/Schachendorf (WVS) | 6,2 | 1 | 5,2 | 1 |
| Wählergemeinschaft Thierlstein (WT) | 4,9 | 1 | 5,1 | 1 |
| Katzberger Liste (KL) | 5,3 | 1 | 4,3 | 1 |
| Janahofer Liste (JL) | 4,0 | 1 | 4,1 | 1 |
| gesamt | 100,0 | 24 | 100,0 | 24 |
| Wahlbeteiligung | 66,3 % | 66,9 % | ||
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| Nikolaus Brantl | 1. Oktober 1874 | 31. März 1904 |
| Josef Drexel | 1. April 1904 | 31. März 1910 |
| Michael Heilingbrunner | 1. April 1910 | 14. Juni 1919 |
| Josef Vogl | 15. Juni 1919 | 23. März 1925 |
| Josef Ferstl (vertretungsweise) | 24. März 1925 | 31. Mai 1925 |
| Dr. Hans Brendel | 1. Juni 1925 | 30. April 1935 |
| Rudolf Brunner | 1. Mai 1935 | 1. Mai 1945 |
| Simon Tröger (kommissarisch) | 19. Mai 1942 | 21. September 1943 |
| Hans Rappert (kommissarisch) | 21. September 1943 | 25. April 1945 |
| Ernst Stockinger | 25. April 1945 | 3. Juli 1945 |
| Wolfgang Schmidbauer | 3. Juli 1945 | 31. März 1951 |
| Max Winter (vertretungsweise) | 1. April 1951 | 15. Juli 1951 |
| Ruprecht Gebhardt | 16. Juli 1951 | 30. April 1956 |
| Michael Zimmermann (SPD) | 1. Mai 1956 | 30. April 1984 |
| Leo Hackenspiel (FW) | 1. Mai 1984 | 30. April 2008 |
| Karin Bucher (FW) | 1. Mai 2008 | heute |
Seit dem 1. Mai 2008 ist Karin Bucher (Freie Wähler) Erste Bürgermeisterin der Stadt Cham. Sie wurde bei der Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 mit einem Stimmenanteil von 62,3 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 66,4 Prozent erstmals direkt in dieses Amt gewählt. Zweite Bürgermeisterin ist Christa Strohmeier-Heller (CSU), Dritter Bürgermeister Franz Summerer (Chamlandfraktion).
Das Wappen der Stadt Cham zeigt unter dem Schildhaupt mit den bayerischen blau-weißen Rauten, belegt mit zwei schräg gekreuzten silbernen Schwertern mit goldenen Griffen, in Rot zwischen zwei silbernen Zinnentürmen eine Zinnenmauer, darauf in einem Schild ein silberner Kamm.
In seiner historischen Entwicklung verbindet das Wappen der Stadt das von Siegeln aus dem 13. und 14. Jahrhundert hergeleitete Wappenbild einer zweitürmigen Burg mit aufgelegtem Schild und dem namensdeutenden Kamm, mit dem 1809 durch König Maximilian I. Joseph für Kriegsverdienste verliehenen oberen Schildteil mit den weiß-blauen Rauten – ein von den Grafen von Bogen (Adelsgeschlecht) ererbtes Wappenbild – mit den zwei gekreuzten Schwertern. Die zwei Zinnentürme und die verbindende Zinnenmauer sind Symbole für den ehemaligen Status der Stadt als Festung mit Mauern. Der namensdeutende Kamm für den Namen der Stadt soll bereits seit dem Mittelalter belegt sein. Seit dem Jahr 1398 gibt es farbige Abbildungen des Wappens, welche den Kamm, silbern oder golden in Rot, jedoch fast immer ohne Burgmauern überliefern. Im 19. Jahrhundert war die Hintergrundfarbe des Schildes überwiegend schwarz statt rot.
Cham unterhält offizielle Städtepartnerschaften mit der Schweizer Gemeinde Cham ZG (seit 1981), der tschechischen Kreisstadt Klattau (seit 1993) und der belgischen Gemeinde Zele (Provinz Ostflandern) (seit 2009). Zur niederländischen Gemeinde Alphen-Chaam (Südholland) bestehen partnerschaftliche Kontakte. Seit dem Jahr 2000 ist Cham der Verwaltungssitz des grenzüberschreitenden Aktionskreises Künisches Gebirge e. V.
Im Zuge der Kleinen Landesgartenschau „Natur in der Stadt Cham“ im Jahr 2001 wurden Grünanlagen der Stadt erneuert und teilweise neu angelegt. Der nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernte Stadtpark beim Redemptoristenkloster bildet die grüne Lunge der Stadt. Südöstlich vom Zentrum befindet sich mit der Quadfeldmühle eine große Grünfläche, die auch zum Sport einlädt. Außerdem findet man vor allem am Regenufer in die Natur eingefügte Promenaden.
Die 1. Mannschaft spielt zurzeit in der Landesliga Nord. Die Spiele finden in der neu renovierten Halle des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums in Cham statt.
Der ASV Cham spielt in der Bayerischen Landesliga Mitte, der sechsthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Die Heimspiele des ASV Cham werden im Städtischen Stadion an der Further Straße ausgetragen.
Die DJK Vilzing spielt in der Bezirksoberliga Oberpfalz. Das Stadion der DJK Vilzing im Stadtteil Vilzing trägt seit dem 23. September 2005 den Namen „Manfred-Zollner-Stadion“.
Bekanntester Spieler der beiden Vereine ist der Bundesliga-Profi Christoph Janker von Hertha BSC, der in der Jugend für beide Mannschaften antrat.
Die Luftpistolenmannschaft der Reichsburgschützen Siechen Altenstadt e. V. schießt im vierten Jahr in der Bayernliga Nord Ost.
Die Damenmannschaft des 1. FC Katzbach schießt im zweiten Jahr in der Bundesliga.
Die Stadt Cham ist zentraler Wirtschaftsstandort der Region Oberer Bayerischer Wald mit der Funktion eines Mittelzentrums. Als Wirtschaftszentrum mit modernen Gewerbegebieten am Stadtrand, die über die Grenzen des Landkreises hinaus Bedeutung haben, zeichnet sich Cham durch eine große Branchenvielfalt aus. In der Kreisstadt sind rund 600 kleine und mittlere Betriebe sowie einige größere Unternehmen ansässig. Über die Region hinaus bekannt sind die Zollner Elektronik AG, die Müller Präzision GmbH, die Firma Kappenberger + Braun und die Frey Handelsgruppe.
Seit 1959 ist Cham Bundeswehrstandort. In der Nordgaukaserne waren in der Vergangenheit Truppenteile der Jäger- bzw. Panzergrenadierbrigade 11 wie z. B. das Panzergrenadierbataillon 113 untergebracht. Gegenwärtig ist sie Standort des Fernmeldebataillons 4 der Panzerbrigade 12.
In Cham kreuzen sich die drei Bundesstraßen 85 (Amberg–Schwandorf–Passau), 22 (Bayreuth–Weiden–Oberviechtach–Cham) und 20 (Straubing–Furth im Wald). Die nächstgelegenen Autobahnen sind die A 3 bei Straubing (30 km Entfernung) und die A 93 bei Schwandorf (45 km Entfernung).
Cham liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg–Schwandorf–Prag. Am Bahnhof Cham (Oberpfalz) zweigen die beiden Nebenstrecken nach Waldmünchen und nach Lam ab. Die Hauptstrecke wird von der Regentalbahn unter der Bezeichnung Oberpfalzbahn im Auftrag der Deutschen Bahn AG im Stundentakt, die Nebenstrecken jeweils im Zweistundentakt betrieben. Außerdem gibt es täglich jeweils zwei direkte Zugverbindungen zwischen den Metropolen Nürnberg und Prag bzw. München und Prag mit Halt in Cham.
Die Stadt Cham verfügt über zwei Stadtbuslinien. Die Stadtbuslinie 1 verkehrt innerhalb der Kernstadt und Janahof, die Linie 2 verbindet die Kernstadt mit weiteren Stadtteilen. Der öffentliche Personennahverkehr (Bahnverkehr, Stadt- und Regionalbuslinien) ist dem Tarifsystem der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cham angeschlossen.
Etwa einen Kilometer südlich des Stadtzentrums bei 49 12,40 N/12 39,30 E befindet sich der Segelflugplatz Cham.
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