Sonntag, 27. Mai 2012

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Christa Kinshofer

Christa „Kinsi“ Kinshofer, verheiratete Christa Kinshofer-Rembeck, geschiedene Christa Kinshofer-Güthlein, (* 24. Januar 1961 in München[1]) ist eine ehemalige deutsche Skirennläuferin. Im Verlauf ihrer Karriere konnte sie drei olympische Medaillen sowie sieben Weltcup-Rennen gewinnen.

Leben

Sportliche Karriere

Christa Kinshofer wurde als Tochter von Alfred und Maria Kinshofer geboren. Sie wuchs gemeinsam mit drei Geschwistern im oberbayerischen Miesbach auf, wo die Eltern ein erfolgreiches Maschinenbau-Unternehmen führten. Bereits als Kind ging sie dem Skilaufen sowie Eiskunstlauf nach. 1966 wurde sie Mitglied des SC Miesbach. Als Eiskunstläuferin wurde Kinshofer im Alter von acht Jahren „Bambino-Meisterin“ in München, gab den Sport aber durch das zunehmend härtere Training auf. Stattdessen konzentrierte sich Kinshofer auf alpine Skirennen, nahm ab 1971 bereits an größeren Rennen teil und besuchte das Skigymnasium in Berchtesgaden. Mehrfach errang sie deutsche Jugendmeistertitel. Kinshofer verließ nach der Mittleren Reife die Schule, um sich gänzlich auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren. Erstmals Weltcup-Punkte fuhr sie in der Saison 1976/77 mit einem zehnten Platz im Slalom ein.[2]

Der Durchbruch im Skiweltcup gelang der Technik-Spezialistin in der Saison 1978/79, als sie den zweiten Riesenslalom in Val d’Isère gewann, dem sich vier weitere Siege in Folge sowie der Sieg des Disziplinen-Weltcups vor der Liechtensteinerin Hanni Wenzel anschlossen. Daraufhin wurde Kinshofer 1979 zur Sportlerin des Jahres gewählt. Ein Jahr später gewann Kinshofer hinter Hanni Wenzel Silber im Slalom bei den Olympischen Spielen in Lake Placid.

Nach dem Erfolg bei den Olympischen Spielen konnte Kinshofer verletzungsbedingt nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen und startete nach Problemen mit dem Deutschen Skiverband (DSV) drei Jahre lang für die Niederlande (1983/84–1986/87), bevor sie zur Saison 1987/88 zum DSV zurückwechselte. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary konnte sie noch einmal an ihren größten Erfolg anknüpfen und holte im Riesenslalom Silber und einen Tag später Bronze im Slalom, jeweils hinter der Schweizer Doppel-Olympiasiegerin Vreni Schneider. Danach beendete sie ihre Karriere. Zu dieser Entscheidung trug auch eine Bandscheibenverletzung bei.

Kinshofer galt von Anfang an als „Riesentalent“, das trotz weniger Trainingsaufwand als ihre Teamkolleginnen gute Ergebnisse erzielte. Kritisiert wurde sie dafür mehrfach von ihren Trainern, darunter DSV-Chefcoach Klaus Mayr, die ihr mangelnden Einsatz vorwarfen. Kinshofers Talent, sich vor der Kamera „zu verkaufen und zu artikulieren“,[3] brachte ihr mehrere Werbeverträge ein und sie wurde im Laufe ihrer Karriere von den Medien als „Diva“, „Hollywood-Christa“ oder „extrovertierte ‚Slalome’“ bezeichnet.[2]

Weitere Laufbahn

Am 3. März 1988 wurde die sechsfache Deutsche Meisterin zur Ehrenbürgerin der Stadt Miesbach ernannt. Nach ihrer Karriere als Sportlerin arbeitete Kinshofer als TV-Kommentatorin[4] und eröffnete ein Sportmode-Geschäft in der Münchner Residenzstraße. Bereits während ihrer Sport-Karriere hatte sie gemeinsam mit ihrer Schwester die Firma "Kinsi-Moden" gegründet. Später trat sie als Buchautorin in Erscheinung (Fit for Success, 2001, Autobiografie Helden werden nicht gewürfelt, 2010). Bis heute arbeitet sie als Motivationstrainerin und Rednerin für den Bereich Sportmarketing und Sportsponsoring[5]. Sie organisiert Golfturniere und Ski-/Snowevents, außerdem setzt sie sich als Botschafterin der Stiftung Laureus Sport for Good für Kinder und Jugendliche ein.[6]

Kinshofer ist seit 2009 in zweiter Ehe verheiratet mit dem Orthopäden Erich Rembeck.[7] Seither führt sie den Doppelnamen Kinshofer-Rembeck.[8] Aus ihrer ersten im Sommer 1986 geschlossenen Ehe mit dem Rosenheimer Unternehmer Reinhard Güthlein hat sie zwei 1990 geborene Zwillingstöchter.[9]

Weltcupsiege

Datum Ort Land Disziplin
18. Dezember 1978 Val-d’Isère Frankreich Riesenslalom
7. Januar 1979 Les Gets Frankreich Riesenslalom
6. Februar 1979 Berchtesgaden Deutschland Riesenslalom
8. März 1979 Aspen USA Riesenslalom
11. März 1979 Heavenly Valley USA Riesenslalom
21. Januar 1981 Crans-Montana Schweiz Kombination
19. Dezember 1987 Piancavallo Italien Slalom

Weblinks

Literatur

  • Kinshofer, Christa ; Landstorfer, Peter: Helden werden nicht gewürfelt. Kämpfen, stürzen, aufstehen. München : mvg-Verl., 2010. – ISBN 978-3-86882-157-4

Einzelnachweise

  1. Interview Kinshofers vom 22. Juni 2010 durch Norbert Joa in der Sendung Eins zu Eins. Der Talk auf Bayern 2
  2. ab Kinshofer-Rombeck, Christa. In: Internationales Sportarchiv 25/2010 vom 22. Juni 2010 (abgerufen via Munzinger Online).
  3. Gereift und geläutert. In: Der Spiegel 5/1988, S. 172–173.
  4. "Sport-Bild & Audi präsentieren die Ski-WM '93 - Alles über die spannenden Rennen vom 3. bis 14. Februar in Morioka (Japan)", Sport-Bild vom 3. Februar 1993, S.31ff, 36
  5. Rednerseite von Christa Kinshofer
  6. Christa Kinshofer als Botschafterin bei Laureus
  7. Ski-Königin heiratet Leibarzt von Boris bild-online.de, 19. Juli 2009
  8. Winterurlaub in München, ganz-muenchen.de, eingesehen am 22. Mai 2010
  9. Skilegende beim oberbayerischen Handwerk: Christa Kinshofer-Güthlein beim Tag des Handwerks am 5. Mai
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Diese Seite wurde zuletzt am 25. März 2012 um 11:10 Uhr geändert.

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