Christoph von Marschall (* 1959 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Journalist und seit 1991 Redakteur der Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel.
Christoph Freiherr Marschall von Bieberstein[1] studierte Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaft in Freiburg, Mainz und Krakau und wurde 1988 in Freiburg promoviert. Von 1989 bis 1991 arbeitete er für die Süddeutsche Zeitung und berichtete unter anderem über die Massenflucht der DDR-Bürger über Ungarn in den Westen sowie über die demokratische Wende im kommunistischen Südosteuropa. Er ist regelmäßiger Kommentator im Deutschlandfunk, Autor politischer Feuilletons im Deutschlandradio und schreibt für die Zeitschrift Cicero sowie The Atlantic Times. Gegenwärtig berichtet er als US-Korrespondent aus Washington für den Tagesspiegel, dessen Meinungsressort er zuvor leitete.
Im Jahr 2002 erhielt Marschall den Deutsch-Amerikanischen Kommentarpreis des Auswärtigen Amts für einen Kommentar zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001.[2]
2005 wurde sein Beitrag[3] über Skierbieszow, den Geburtsort des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen, und über die Rolle der Gemeinde als Germanisierungslabor der SS mit dem deutsch-polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet.[4]
Ebenfalls 2005 erhielt er den Verdienstorden der Republik Polen (Kavalierkreuz) für seine Bemühungen um die deutsch-polnische Aussöhnung[5].
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