Diese Liste führt chronologisch geordnet alle Raumsonden auf, die mit dem Ziel gestartet wurden, den Planeten Venus zu erreichen. Dabei werden auch die Raumsonden genannt, die ihr Ziel wegen Fehlfunktionen oder anderer Gründe nicht erreicht haben; Sonden mit reinen Fehlstarts sind eingeklammert. Einige von der Sowjetunion gestartete und fehlgeschlagene Venus-Missionen wurden (im Falle des Erreichens der Erdumlaufbahn) als Satelliten bezeichnet und erhielten Sputnik- oder Kosmos-Decknamen. Die Sonden, die nicht einmal die Erdumlaufbahn erreichten, erhielten überhaupt keine offizielle Bezeichnung. Sie tragen daher von internationalen Experten vergebene Bezeichnungen wie z. B. Zond 1964A.
Von 1961 bis Ende 2005 wurden 35 Raumsonden gestartet, deren Hauptaufgabe die Erforschung der Venus war: 28 sowjetische, sechs amerikanische und eine europäische. Von den abgeschlossenen Missionen waren 20 erfolgreich (15 sowjetische und fünf amerikanische); zudem hat die europäische Raumsonde die Venus erreicht, hat aber ihre wissenschaftliche Arbeit noch nicht beendet (Venus Express). Außerdem flogen bisher vier amerikanische Raumsonden an der Venus vorbei, deren primäres Ziel ein anderer Planet war (Mariner 10, Galileo, Cassini und MESSENGER).
Einige der in den 1960ern gestarteten Sonden erreichten nicht einmal die Erdumlaufbahn, doch war dies auf die damals mangelnde Zuverlässigkeit der Trägerraketen zurückzuführen. Auch war die Erfolgsbilanz der sowjetischen Venussonden im Vergleich zu den Marssonden ungleich besser (seit 1975 sind alle sowjetischen Venusmissionen geglückt), was zum Teil auf einfachere Landebedingungen in der dichten Atmosphäre der Venus zurückzuführen ist.
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