Ein Cookie (englische Aussprache: ˈkʊki; zu deutsch ‚Keks‘ oder ‚Plätzchen‘; auch Magic Cookie, engl. für ‚magisches Plätzchen‘) ist in seiner ursprünglichen Form eine Textdatei auf einem Computer. Sie enthält typischerweise Daten über besuchte Webseiten, die die Browser-Software beim Surfen im Internet ohne Aufforderung speichert. Im für den Anwender besten Fall dient ein Cookie dazu, dass er sich beim wiederholten Besuch einer verschlüsselten Seite nicht erneut anmelden muss – das Cookie teilt dem besuchten Rechner mit, dass er schon einmal da war. Im für den Anwender schlechtesten Fall speichert das Cookie Informationen über komplexes privates Internetverhalten und übermittelt diese, ähnlich wie ein Trojanisches Pferd, ungefragt an einen Empfänger. Anders als das Trojanische Pferd ist ein Cookie jedoch nicht versteckt und vom Anwender einseh- und löschbar.
Technisch handelt es sich bei einem Cookie um eine Datei, die der zeitlich beschränkten Archivierung von Informationen dient. Der Inhalt besteht aus mindestens zwei Bestandteilen, seinem Namen und dem Inhalt (Wert). Viele Cookies besitzen zudem ein Selbstlöschdatum. Oft werden Cookies vom Browser in Form einer lesbaren Textdatei, teilweise aber auch in Form einer SQLite-Datenbank gespeichert.
Beispiel eines von der BBC gesetzten, zeitlich beschränkten Cookies über den Besuch der BBC-Unterseite „worldservice“:
Name: wsPrefs
Inhalt: {"news-headlines":3}
Host: www.bbc.co.uk
Pfad: /worldservice
Senden für: Jeden Verbindungstyp
Gültig bis: Donnerstag, 5. April 2012 15:59:29
Verschiedene Webbrowser gehen mit Cookies unterschiedlich um. Sie alle laden beim Programmstart sämtliche Cookies in den Arbeitsspeicher des Rechners, manche speichern jedoch jedes Cookie als einzelne Datei in einem Ordner auf der Festplatte ab, während andere eine einzige Datei anlegen, um alle Cookies darin zusammenzufassen.
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Eine mögliche Erklärung für die Bezeichnung (Magic) Cookie ist der Comic Odd Bodkins von Dan O'Neill, der in den 1960er Jahren in der Zeitung San Francisco Chronicle erschien. Dort aßen einige der Charaktere „Magic Cookies“ von dem „Magic Cookie Bush“ (vermutlich ein Euphemismus für LSD), unter deren Einfluss sie in das „Magic Cookie Land“ gelangten. Somit sind Cookies analog zu den verzehrten Plätzchen eine Art Wertmarke für einen ganzen Sinnzusammenhang oder ein Erlebnis.
Von Anwendungsprogrammen oder Teilen oder Erweiterungen des Betriebssystems eines Computers, die einen Dienst zur Verfügung stellen, kann ein Cookie zum Beispiel beim Start des Programmes „gesetzt“ werden. Hierzu ist normalerweise keine direkte Zustimmung des Anwenders notwendig. Bei manchen Browsern, wie Safari, sind Cookies standardmäßig deaktiviert und müssen einzeln zugelassen werden, wenn der Besuch einer gewünschten Webseite es verlangt. Die gesetzten Cookies können später vom Nutzer über den Browser oder das Betriebssystem gefunden und wieder gelöscht werden.[1] Sicherheitsexperten raten zu einem bewussten Umgang mit Cookies. Dazu gehört, dass man sich beim Surfen bewusst ist, welche Cookies eine besuchte Seite setzen möchte. Nur die wenigsten Webseiten schreiben Cookies zwingend vor (wie etwa die Seite zum Einloggen in die Wikipedia). Meistens werden Cookies willkürlich gesetzt, um das Surfverhalten zu protokollieren. Dies zu unterbinden, ist lästig, sorgt aber für Informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz. Nicht selten versucht eine einzige kommerzielle Webseite, ein Dutzend und mehr Cookies zu setzen. Um das zu verhindern, muss man in den Browser-Einstellungen das automatische Akzeptieren von Cookies deaktivieren.
Der Wert des Cookies enthält dabei typischerweise eine Speicheradresse, über die Funktionen des Dienstes zugänglich sind. Datenbanken dieses Typs werden auch Cookie Jar genannt. Webbrowser stellen in der Regel eine Cookie-Datenbank zur Verfügung, welche auch Cookie Cache genannt wird. In dieser Datenbank kann der Webserver einer besuchten Webseite Informationen in Form von HTTP-Cookies hinterlegen und bei einem Wiederbesuch der Seite auslesen.
Cookie-Schwerpunkt im Deutschlandfunk: [1] [2]
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