| Corning, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Incorporated |
| ISIN | US2193501051 |
| Gründung | 1851 |
| Sitz | Corning, Vereinigte Staaten |
| Leitung | Wendell P. Weeks, Chief Executive Officer |
| Mitarbeiter | 26.200 (2010)[1] |
| Umsatz | 7,9 Mrd. $ (2011)[2] |
| Branche | Glasherstellung |
| Website | www.corning.com |
Die Corning, Inc. ist ein Unternehmen aus den Vereinigten Staaten mit Sitz in Corning, New York. Das im Aktienindex S&P 500 gelistete Unternehmen beschäftigt rund 26.200 Mitarbeiter und produziert Glas, Keramik sowie damit verbundene Materialien für Industrie- und Wissenschaftsanwendungen.
Das Unternehmen wurde 1851 im Gebiet Williamsburg von Brooklyn, New York gegründet, wechselte aber später seinen Sitz nach Corning. Bis 1989 war das Unternehmen unter dem Namen Corning Glass Works bekannt.
Ein 1964 bei Corning durch Stuart Dockerty (1911–1974) und Clint Shay entwickeltes Verfahren (overflow fusion bzw. down draw) zur Herstellung sehr dünner und gleichmäßiger Glasscheiben konnte zunächst nicht kommerziell genutzt werden, ermöglicht aber seit den 1990er Jahren die Herstellung von LCD-Bildschirmen und seit Mitte der 2000er Jahre von Touchscreens.[3][4]
Im Herbst 1970 gab Corning bekannt, dass die Entwickler des Unternehmens erfolgreich Lichtwellenleiter hergestellt hatten, die für die Übertragung von Ferngesprächen geeignet waren. Durch diese Erfindung wurde Corning zu einem der weltweit größten Hersteller von Lichtwellenleitern in den 1990er Jahren.
Wegen starker Ausweitung der Produktion von Gorilla Glass wurde das Werk in Harrodsburg seit 2010 für etwa 180 Mio. US$ erweitert.[5]
Corning gliedert sich in fünf Segmente:
Corning und Dow Chemicals halten je 50 % an der Dow Corning Corporation. Dow Corning ist Weltmarktführer im Bereich der Silizium- bzw. Silikonchemie und Mehrheitseigentümer der Hemlock Semiconductor. Corning besitzt 50 % der Anteile an Samsung Corning Precision Glass Co., Ltd (43 % Samsung Electronics Co. Ltd., 7 % andere Eigner), einem hochprofitablem Hersteller von Flüssigkristallglas für die Produktion von LCD-Bildschirmen.
Corning hat in Deutschland Niederlassungen in Berlin, Hagen, Kaiserslautern, München, Neustadt bei Coburg und Wiesbaden. In Kaiserslautern steht eines der weltweit vier Hauptwerke für Keramiksubstrate in Katalysatoren (Sparte Environmental Technologies) mit ca. 500 Mitarbeitern.
Eines der bekanntesten Produkte der Firma Corning ist Gorilla Glass. Gorilla Glass kam 2007 im Ur-iPhone auf den Markt. Es wird seither in über 500 Millionen Smartphones, Tablet-PCs und Netbooks von mehr als 30 Herstellern bei über 575 Modellen eingesetzt;[6][7] Gorilla Glass zeichnet sich durch eine verbesserte Bruchfestigkeit und hohe Kratzfestigkeit aus. Dies wurde erreicht, indem durch einen Ionenaustauschprozess in einem 400 °C heißen, alkalischen Salzbad eine kompressible Schicht mit positiver Druckspannung erzeugt wird, die ein Risswachstum erschwert.[8] Während normales Glas bei einer Punktlast von 500 g Risse zeigt, tritt dies nach Herstellerangaben bei Gorilla-Glas erst bei Lasten von über 4000 g auf. Ähnlich verhält es sich mit der Kratzfestigkeit. Gorilla-Glas soll ca. zwei bis dreimal kratzfester sein als herkömmliches Glas.[9] Corning hatte ähnliche Gläser schon in den 1960er Jahren entwickelt, besteht jedoch darauf, dass Gorilla Glas eine Neuentwicklung ist, auch wenn Erfahrungen aus den 1960er Jahren mit eingeflossen seien.[10]
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