Dänische SS-Einheiten waren Teil der Ausländischen Freiwilligenverbände der Waffen-SS. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges meldeten sich circa 2000 Dänen freiwillig zur Waffen-SS und etwa weitere 4000 zur Wehrmacht, um mit den Deutschen an der Ostfront gegen die Sowjetunion zu kämpfen. Dem voran ging die Unterstützung der Finnen durch zahlreiche dänische Freiwillige im Winterkrieg gegen die Sowjetunion. Erster Führer der Dänen war Christian Frederik von Schalburg. Die Soldaten waren vom dänischen Militär abgestellt und wurden in die Waffen-SS im gleichen Dienstgrad übernommen. Ihre freiwillige Meldung war durch König und Parlament genehmigt. Dennoch wurden nach Kriegsende gegen sie hohe Strafen wegen Landesverrat verhängt (siehe dazu: NS-Prozesse in Dänemark).
Die Gliederung der Truppe wechselte ständig. Zunächst waren sie im Frikorps Danmark gegliedert. Später wurden sie auf verschiedene Divisionen, etwa die SS-Division „Wiking“, verteilt. Einige Dänen kämpften 1945 in der Schlacht um Berlin.
Statt der bei der SS üblichen Sig Rune führten die Angehörigen des Frikorps Danmark auf dem linken Kragenspiegel den Dannebrog. Eine dänische Auszeichnung, das Schalburg-Kreuz, wurde nach dem gefallenen Führer benannt und an verdiente Kämpfer verliehen.
Insgesamt sollen sich zwischen April 1941 und August 1944 etwa 6.015 Dänen freiwillig für den Dienst in der Wehrmacht und der Waffen-SS gemeldet haben, wovon circa 70 Prozent bis zum Ende des Krieges blieben, obwohl man sich auch nur für zwei Jahre verpflichten konnte. Der Großteil von ihnen war zwischen 18 und 25 Jahren alt.
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