David Malet Armstrong (* 8. Juli 1926, Melbourne, Australien) ist ein australischer Philosoph und Professor an der University of Sydney. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Philosophie des Geistes, Ontologie und Wissenschaftstheorie. Armstrong vertritt einen reduktiven Physikalismus.
Armstrong ist der Sohn des Commodore J.M.Armstrong, der in der US-Navy Dienst tat. Nach dem Schulbesuch in Oxford und Australien sowie Militärdienst bei der australischen Marine (1945/46) studierte Armstrong an der University of Sydney ab 1947 Philosophie. Das Studium schloss er 1950 mit Auszeichnung ab. Im Jahr 1950 heiratete er Madeleine Annette Haydon. Im Anschluss erfolgte ein Aufbaustudium an der Oxford University von 1952 bis 1954. Danach war er in den Jahren 1954/55 als Dozent (Lecturer) an der London University tätig. 1956 ging er nach Australien zurück und lehrte an der Universität Melbourne (1956–1963). Dort erwarb er 1960 den PhD. Ab 1964 war er Professor an der University of Sydney bis zu seiner Emeritierung 1992. Eine zweite Ehe schloss er 1982 mit Jennifer Mary de Bohun Clark. Armstrong hatte Gastprofessuren unter anderem an der Stanford University, Universität Graz, University of Notre Dame und der Yale University inne. Am 13. Dezember 2007 bekam er den Doctor of Letters (h.c.) der University of Nottingham, England verliehen.
Ein zentrales Element in Armstrongs Werk ist sein Universalienrealismus. Dieser besagt, dass es neben Gegenständen auch noch Eigenschaften als respektable, grundlegende Entitäten gebe. Diese stellt sich Armstrong jedoch in dem Sinne als abhängig von Gegenständen vor, dass sie nicht unabhängig von ihnen existieren können. Armstrongs Hauptgrund für die Annahme von Universalien ist das von ihm so genannte truth maker principle (Wahrmacherprinzip): Für jede kontingente Wahrheit muss es etwas geben, was sie wahr macht. Also muss es auch Eigenschaften geben, welche die Tatsachen über Eigenschaften wahr machen.
Die Ontologie aus grundlegenden, bei Armstrong immer physischen, Gegenständen und Eigenschaften sollen in einem starken realistischen Sinne das beschreiben, was es wirklich gibt. Dies gilt auch für Naturgesetze, die Armstrong als Relationen zwischen Universalien versteht. Dabei setzt er sich von Gesetzesauffassungen in der Tradition David Humes ab, die Naturgesetze auf Regularitäten zurückführen wollen.
Armstrong gilt zudem als einer der wichtigsten Vertreter eines reduktiven Materialismus in der Philosophie des Geistes. Dabei vertritt er eine identitätstheoretische Position in der Tradition von John Smart und Ullin Place.
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