| de Havilland D.H.84 Dragon | ||
|---|---|---|
| Typ: | Transportflugzeug, Verkehrsflugzeug | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | de Havilland Aircraft Company | |
| Erstflug: | 12. November 1932 | |
| Indienststellung: | 1933 | |
| Stückzahl: | 202 | |
Die de Havilland D.H.84 Dragon (englisch für Drachen) war ein kleines zweimotoriges Transportflugzeug des britischen Herstellers de Havilland Aircraft Company aus den 1930er Jahren.
Nachdem die einmotorige Fox Moth erfolgreich eingeführt worden war, äußerte der Erstkunde Hillman's Airways den Wunsch nach einer größeren zweimotorigen Version. De Havilland entwickelte daraufhin einen Doppeldecker, der den Antrieb und Teile der Tragflächen der Fox Moth übernahm. Der Rumpf bestand großenteils aus Sperrholz. Die ursprüngliche Bezeichnung Dragon Moth wurde bei Markteinführung auf Dragon verkürzt.
Der Prototyp, der am 12. November 1932 seinen Jungfernflug durchführte, wurde ab April 1933 als Verkehrsflugzeug zwischen London und Paris eingesetzt. Er bot Platz für sechs Passagiere.
Ab Ende 1933 wurde die Dragon 2 gebaut, die über Einzelfenster und verkleidete Fahrwerksstreben verfügte. Durch die verbesserte Aerodynamik konnten Geschwindigkeit, Zuladung und Reichweite geringfügig erhöht werden.
Die Produktion in Großbritannien endete nach 115 Exemplaren zugunsten der stärkeren und eleganteren Dragon Rapide. Im Zweiten Weltkrieg nahm de Havilland Australia die Produktion wieder auf und lieferte 87 D.H.84 als Navigationsschulflugzeuge an die Royal Australian Air Force. Im Gegensatz zur Dragon Rapide verfügte die Dragon über Motoren, die in Australien bereits für die Tiger Moth in Produktion waren. Nach dem Krieg wurden auch diese Dragon im zivilen Luftverkehr eingesetzt.
Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus nahm ihren Betrieb mit einer D.H.84 auf, die auf den Namen Iolar („Adler“) getauft wurde. Zum fünfzigsten Jubiläum 1986 erwarb Air Lingus einen Nachbau der Dragon, der nach Vorbild der Iolar umgestaltet wurde. Diese Maschine mit der Kennung EI-ABI wurde über einen Zeitraum von 18 Monaten durch eine Gruppe Freiwilliger restauriert und flog wieder am 24. Februar 2011 aus Anlass des fünfundsiebzigsten Jubiläums von Aer Lingus.[1]
Die Dragon wurde weltweit als kleines Verkehrsflugzeug auf Kurzstrecken eingesetzt.
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Besatzung | 1 |
| Passagiere | 6–10 |
| Länge | 10,50 m |
| Spannweite | 14,40 m |
| Höhe | 3,10 m |
| Flügelfläche | 34,9 m² |
| Leergewicht | 1.040 kg |
| Startgewicht | 1.900 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | 167 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 3.800 m |
| Reichweite | 830 km |
| Triebwerke | zwei 4-Zylinder-Motoren de Havilland Gipsy Major mit je 97 kW |
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