Montag, 28. Mai 2012

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Deutscher Jugendliteraturpreis

Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2005 während der Buchmesse in Frankfurt a.M.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen (vor 1981 hieß der Preis „Deutscher Jugendbuchpreis“). Ausgezeichnet werden herausragende, anspruchsvolle Werke der internationalen Kinder- und Jugendliteratur. Neben den Arbeiten deutschsprachiger Autoren wurden in der Vergangenheit besonders häufig auch Bücher niederländischer, schwedischer, britischer und amerikanischer Autoren ausgezeichnet.

Die Organisation liegt beim Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. Die Sieger erhalten neben dem Preisgeld eine Bronzeplastik, die Michael Endes Romanfigur Momo nachgebildet ist. Die Liste der nominierten Titel wird auf der Leipziger Buchmesse Mitte März verkündet, und die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse Anfang/Mitte Oktober statt. Oft wird ein Sonderpreis für das Gesamtwerk verliehen, der mit 10.000 Euro dotiert ist. In den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch wird je ein Preis in der Höhe von 8000 Euro verliehen. Der Preis der Jugendjury ist ebenfalls mit 8000 Euro dotiert.

Geschichte

Seit Bestehen des Deutschen Jugendliteraturpreises wurden die Ausschreibungen vielfach abgeändert. So gab es in der Anfangszeit von 1956 bis 1963 nur Preisverleihungen in zwei Kategorien, Kinderbuch und Jugendbuch und einen zusätzlichen Sonderpreis, der jedes Jahr unter einem anderen Motto stand, z. B. schönstes Märchenbuch, bestes Bilderbuch, bestes Sachbuch usw. 1964 wurde der Sonderpreis abgeschafft und in den nächsten Jahren wurden stattdessen die Kategorien um bestes Bilderbuch und bestes Sachbuch erweitert. Außerdem war es ab 1964 möglich, besondere Einzelleistungen wie Illustrationen oder Übersetzungen auszuzeichnen.

Kritikerjury

Die Kritikerjury wird vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. für die Dauer von zwei Jahren gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen. Die Jurymitglieder können maximal zwei Amtszeiten hintereinander absolvieren. Die Jury besteht aus neun Personen: der/dem Vorsitzenden und acht JurorInnen, von denen je zwei Fachleute der Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sind.

Für die Jahre 2011/2012 besteht die Kritikerjury aus folgenden Mitgliedern:

  • Vorsitzende: Dr. Susanne Helene Becker (Berlin, seit 2009)
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann (Darmstadt) und Monika Trapp (Ginsheim-Gustavsburg)
  • Sparte Kinderbuch: Dr. Ina Brendel-Perpina (Bamberg) und Miriam G. Möllers (Berlin)
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg (Würzburg, seit 2009) und Annette Kliewer (Wissembourg, Frankreich)
  • Sparte Sachbuch: Dr. Heike Elisabeth Jüngst (Würzburg, seit 2009) und Ute Henschel (Burscheid)

Jugendjury

Prämierte Bücher

seit 2010

  • 2011
    • Bilderbuch: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit (Text)
      • Auswahlliste: Meine große kleine Welt von Marianne Dubuc (Text), Anna Taube (Übersetzung); Das Baumhaus von Marije Tolman (Illustration), Ronald Tolman (Illustration); Oups! von Jean-Luc Fromental (Text), Joёlle Jolivet (Illustration), Leonie Jacobson (Übersetzung); Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit (Text); Papas Arme sind ein Boot von Stein Erik Lunde (Text), Øyvind Torseter (Illustration), Maike Dörries (Übersetzung); Tatu und Patu und ihre verrückten Maschinen von Sami Toivonen (Text), Aino Havukainen (Text), Elina Kritzokat (Übersetzung)
    • Kinderbuch: Anton taucht ab von Milena Baisch (Text), Elke Kusche (Illustration)
      • Auswahlliste: Ich, Gorilla und der Affenstern von Frida Nilsson (Text), Ulf K. (Illustration); Friederike Buchinger (Übersetzung); Anton taucht ab von Milena Baisch (Text), Elke Kusche (Illustration); Der letzte unsichtbare Junge von Evan Kuhlman (Text), J.P. Coovert (Illustration), Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzung); Rosie und der Urgroßvater von Monika Helfer (Text), Michael Köhlmeier (Text), Barbara Steinitz (Illustration); Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestley (Text), David Roberts (Illustration), Beatrice Howeg (Übersetzung); Hundewinter von K.A. Nuzum (Text), Gerda Bean (Übersetzung)
    • Jugendbuch: Tschick von Wolfgang Herrndorf (Text)
      • Auswahlliste: Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus von Jan de Leeuw (Text), Rolf Erdorf (Übersetzung); Tschick von Wolfgang Herrndorf (Text); Town von James Roy (Text), Stefanie Schaeffler (Übersetzung); Zusammen allein von Karin Bruder (Text); Runaway von Oscar Huijelos (Text), Günter Ohnemus (Übersetzung); Crank von Ellen Hopkins (Text), Henning Ahrens (Übersetzung)
    • Sachbuch: Alles Familie! von Alexandra Maxeiner (Text), Anke Kuhl (Illustration)
      • Auswahlliste: Das große Buch der Bilder und Wörter von Ole Könnecke (Illustration); Alles Familie! von Alexandra Maxeiner (Text), Anke Kuhl (Illustration); Der Junge, der Picasso biss von Antony Penrose (Text), Egbert Baqué (Übersetzung); Zuckerpass und Blutgrätsche von Antony Penrose (Text), Egbert Baqué (Übersetzung); Die genialsten Erfindungen der Natur von Sigrid Belzer (Text); Von den Sternen bis zum Tau von Jens Soentgen (Text), Vitali Konstantinov (Illustration)
    • Preis der Jugendjury: Erebos von Ursula Poznanski (Text)
    • Sonderpreis: für das Gesamtwerk Tobias Scheffel (Übersetzer)
  • 2010

2000–2009

Harry Rowohlt: Preisträger 2005

1990–1999

1980–1989

1970–1979

  • 1979
    • Bilderbuch: „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch
    • Kinderbuch: „Die Nachtvögel“ von Tormod Haugen
    • Jugendbuch: Der Preis für ein Jugendbuch wurde nicht vergeben.
    • Sachbuch: "Was ist das?" von Virginia Allen Jensen und Dorcas Woodbury Haller
    • Sonderpreis zum Internationalen Jahr des Kindes: Geschichte und Politik im Jugendbuch: "Heute und die 30 Jahre davor" von Rosemarie Wildermuth (Hrsg.)
  • 1978
    • Bilderbuch: „Der große Rutsch“ von Ray und Catriona Smith
    • Kinderbuch: „Servus Opa, sagte ich leise“ von Elfie Donnelly
    • Jugendbuch: „Der Bleisiegelfälscher“ von Dietlof Reiche
    • Sachbuch: „Nest am Fenster“ von Geraldine L. Flanagan und Sean Morris
    • Sonderpreis zum Internationalen Jahr des Kindes: Konflikte, Auseinandersetzungen, Begegnungen, Probleme der Unterentwicklung heute: "Im Jahr der Schlange" von Utta Wickert
  • 1977
  • 1976
  • 1975
  • 1974
  • 1973
  • 1972
  • 1971
    • Bilderbuch: „Der Apfel und der Schmetterling“ von Iela und Enzo Mari
    • Kinderbuch: „Der Löwe Leopold“ von Reiner Kunze
    • Jugendbuch: „Die Erde ist nah“ von Ludek Pesek
    • Sachbuch: „Gesellschaft und Staat“ von Hanno Drechsler, Wolfgang Hilligen und Franz Neumann (Hrsg.)
  • 1970
    • Bilderbuch: „Kunterbunter Schabernack“ von Wilfried Blecher
    • Kinderbuch: Der Preis für ein Kinderbuch wurde nicht vergeben.
    • Jugendbuch: „Der Bruder des schweigenden Wolfes“ von Klára Jarunková
    • Sachbuch: „Der Mann, der überlebte“ von Lawrence Elliott

1960–1969

1956–1959

  • 1959
    • Kinderbuch: „Matthias und das Eichhörnchen“ von Hans Peterson
    • Jugendbuch: Der Preis für ein Jugendbuch wurde nicht vergeben.
    • Sonderpreis: Das beste Sachbuch für Kinder bis zu 14 Jahren: "Pioniere und ihre Enkel" von Rutgers von der Loeff-Basenau, "So fliegst du heute und morgen" von Leo Schneider und Maurice Umschweif Ames
  • 1958
    • Bilderbuch: „Kasimirs Weltreise“ von Marlene Reidel
    • Kinderbuch: „Jan und das Wildpferd“ von Heinrich M. Denneborg
    • Jugendbuch: „Roter Mond und Heiße Zeit“ von Herbert Kaufmann
  • 1957
    • Kinderbuch: „Das Rad auf der Schule“ von Meindert DeJong
    • Jugendbuch: „Faß zu, Toyon“ von Nicholas Kalashnikoff
  • 1956
    • Kinderbuch: „Der glückliche Löwe“ von Roger Duvoisin und Louise Fatio
    • Jugendbuch: „Kein Winter für Wölfe“ von Kurt Lütgen
    • Sonderpreis: Das schönste Mädchenbuch: "Der goldene Schleier" von Alberta Rommel; "....ganz einfach Doko" von Helga Strätling-Tölle

Weblinks

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Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2012 um 12:42 Uhr geändert.

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