| Sport1 | |
|---|---|
| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Kabel, Satellit und IPTV |
| Länder: | |
| Eigentümer: | Constantin Medien AG |
| Auflösung: | 576i (SDTV)1080i (HDTV) → Sport1 HD |
| Geschäftsführer: | Thilo Proff, Markus Maximilian Sturm |
| Sendebeginn: | 1. Januar 1993(als Deutsches Sportfernsehen DSF) |
| Programmtyp: | Spartenprogramm (Sport) |
| Website: | www.sport1.de |
| Liste von Fernsehsendern | |
Sport1 (eigene Schreibweise: SPORT1) ist ein Fernsehsender und Internetportal der Constantin Medien AG. Es entstand am 11. April 2010 mit dem Zusammenschluss aus dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) und sport1.de.
Sport1 sendet ganztägig ohne Unterbrechung und erreicht über Satellit, Kabel und terrestrisch 31,79 Millionen Haushalte. Sitz des Senders ist Ismaning bei München.
Das DSF entstand am 1. Januar 1993 aus dem Sender Tele 5, der wiederum am 11. Januar 1988 aus dem Musikvideo-Kanal musicbox gebildet worden war. 1999 hatte DSF mit dem Gesellschafter Taurus TV GmbH (100 %), eine Tochtergesellschaft der KirchMedia GmbH & Co. KG, eine Reichweite von 28,9 Millionen Haushalten in Deutschland und einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Der Brutto-Werbeumsatz betrug 1999 rund 351 Millionen DM.
Im Februar 2005 wurden alle Anteile, die von der KarstadtQuelle AG und dem Schweizer Sportinvestor Hans-Dieter Cleven gehalten wurden, von der EM.TV AG (2007 umbenannt in EM.Sport Media AG, im April 2009 in Constantin Medien AG) aus Ismaning übernommen, welche seitdem Alleineigentümerin ist. Geschäftsführer sind Thilo Proff und Markus Maximilian Sturm.
Die medienrechtliche Genehmigung für das Deutsche Sportfernsehen wurde am 22. März 2007 um weitere acht Jahre durch einen Beschluss des Medienrates der Bayerischen Landesanstalt für neue Medien verlängert.
Das Deutsche Sportfernsehen wurde zum 11. April 2010 im Rahmen einer konzeptionellen Überarbeitung in SPORT1 – Das Sport Fernsehen (mit Leerzeichen im Kompositum; Eigenschreibung SPORT1 – DAS SPORT FERNSEHEN) umbenannt und fusionierte infolgedessen mit dem Online-Portal sport1.de. Damit gingen die Einrichtung von neuen Sendungen und der Wegfall der umstrittenen Erotik-Quiz-Sendungen vor Mitternacht einher.[1][2][3]
Sport1 gibt es seit September 2010 zusätzlich als Simulcast-Variante in HD. Dieser Sender ist in Deutschland auf den IPTV-Angeboten T-Home Entertain und Vodafone TV, über die Plattform Astra HD+[4], im Portfolio von Kabel Deutschland, Unitymedia[5] und in einem extrakostenpflichtigen Paket auch bei KabelBW zu empfangen. In der Anfangszeit war es dem Sender nicht möglich natives HDTV-Material auszustrahlen. Seit dem 24. August 2011 ist Sport1 nun doch in der Lage Sendematerial in nativem HD zu senden. Dabei werden neben hochauflösend vorliegenden Sportübertragungen auch Sendungen wie Bundesliga aktuell oder Die PS-Profis in echtem HD ausgestrahlt.
Kritiker bemängelten, dass Call-in-Shows, Werbung und die Sexy Sport Clips viel Sendezeit in Anspruch nehmen. Der Sender könne seinem Anspruch als Sportfernsehen so schwer gerecht werden. Der Sender verweist hingegen auf die Möglichkeit, dadurch die immer teurer werdenden Sportrechte zu finanzieren. Auch die ausgestrahlten Magazine haben oftmals wenig oder gar keinen Bezug zum Sport. Um diese Entwicklung zu stoppen, wurde der Anteil von Live-Sport im Programm 2007 erhöht.[6] Eine Verbesserung des Images sowie eine stärkere Markenbindung verspricht sich die Constantin Medien AG mit der Zusammenlegung von DSF mit dem Online-Portal sport1.de zu SPORT1.
Die Pokersendungen werden von der bayerischen Landeszentrale für neue Medien kritisch hinsichtlich des Jugendschutzes beobachtet, da diese eine Anreizwirkung für Glücksspiele hätten. Auch wurden in der Vergangenheit von der Aufsichtsbehörde die Erotik- sowie die Call-in-Sendungen beanstandet.[7]
Am 1. Oktober 2010 sorgte bei zahlreichen TV-Zuschauern die digital-terrestrische Abschaltung von Sport1 für den Großraum Berlin für Unmut, da sie unangekündigt erfolgte und die Zuschauer so überraschend die Live-Übertragung eines Zweitligafußballspiels von Hertha BSC nicht per DVB-T sehen konnten.[8]
|
|
|
|
|
|
sport1.de ist eines der größten Sportportale Deutschlands. Neben Berichten und News präsentiert es Livestreams zu Sporthighlights, außerdem Videos, Kolumnen, Umfragen und die Programmübersicht von Sport1. Der Live-Ticker wird von vielen anderen Internetseiten übernommen.
Mitte März 2010 startete die Webserie Jabhook, die das Leben zweier fiktiver Boxpromoter namens Highroller und Tank behandelt. Die Hauptrollen spielen die Schauspieler Daniel Wiemer und Raphael Rubino. Geschrieben und inszeniert wurde die Serie von Christopher Becker und Daniel Rakete Siegel.[9][10]
Seit der Fußball-Bundesliga 2010/11 kann man als virtueller Bundesliga-Manager Spieler kaufen und sich so seine gewünschte Startelf aufstellen. Die Spieler werden anhand ihrer Leistung bewertet, womit der Manager Punkte sammelt. Das Bewertungssystem beeinflusst auch den Marktwert der Spieler. Die Teilnahme ist kostenlos, doch durch eine Gebühr werden erweiterte Möglichkeiten freigeschaltet (u. a. mehr Geld für Transfers). Der Spieler mit den meisten Punkten am Saisonende hat gewonnen, dazu kann man an freien Gruppen teilnehmen, oder eine Gruppe für sich und seine Freunde erstellen.[11]
Sport1 bietet mehrere Handyapplikationen an, in denen man Ergebnisse verschiedener Sportereignisse auf einen Blick hat und einen Toralarm aktivieren kann.[12]
Am 4. Oktober 2010 startete mit leichter Verzögerung ein Pay-TV-Ableger von Sport1, der anfangs nur bei Kabel BW (4. Oktober 2010), Unitymedia (5. Oktober 2010)[13] und Kabel Deutschland (9. November 2010) in SD und HD zu empfangen war und inzwischen auch in Österreich und der Schweiz zu empfangen ist.
Seit dem 15. Oktober ist der Sender für 60 € im Jahr auch via Live-Stream über das Internet zu buchen[14]. Gezeigt werden unter anderem 85 zusätzliche Spiele der Handball-Bundesliga, mehrere Fußballspiele live (FA Cup, Carling Cup, Französischer Fußballpokal, Coppa Italia), Beko Basketball Bundesliga Live, Motorsport (u. a. MotoGP live, FIM Speedway, 24-h-Rennen Nürburgring), US-Sport und die Eishockey-Weltmeisterschaft). Das Sportangebot soll noch erweitert werden und alle Sport1-Rechte optimal ausnutzen (z. B. wenn Sport1 Sportübertragungen nicht komplett zeigen kann).
Der Simultancast-Betrieb von Sport1+ HD startete am 5. Oktober 2010 bei Unitymedia. Am 10. November folgte die Einspeisung bei Kabel Deutschland, seit dem 1. Dezember 2010 ist er auch bei Kabel BW und Entertain zu empfangen.[15] Seit Mai 2011 ist SPORT1+ zudem über die Kabelnetze von UPC Austria und upc cablecom auch in Österreich und in der Schweiz empfangbar.[16]
Von 1997 bis 2004 gab es drei Ableger des Senders: DSF ACTION, DSF GOLF und DSF PLUS.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Deutsches_Sportfernsehen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |