Dezimeterwellen sind Mikrowellen, deren Wellenlänge im Dezimeterbereich, also zwischen 10 dm und 1 dm liegt, was einem Frequenzband von 0,3 GHz bis 3 GHz entspricht.
Dieses Frequenzband wird auch als UHF-Band bezeichnet, wobei UHF für Ultra High Frequency steht.
Dezimeterwellen werden u.a. für terrestrischen Fernsehfunk, Mobilfunk, in WLAN-Geräten und in Radar-Geräten sowie in Prozessanwendungen wie Mikrowellenherden genutzt.
Die Frequenzbereiche, die für das terrestrische Fernsehen verwendet werden, sind aufgeteilt in die Frequenzbänder UHF-Band-IV (470–582 MHz) (Kanäle 21 bis 34) und UHF-Band-V (582–862 MHz) (Kanäle 35 bis 69).[1] Außerdem liegt das Hyperband des Kabelfernsehens mit den Sonderkanälen S21 bis S41 im Dezimeterwellenbereich zwischen 300 MHz und 470 MHz.
Für den TV-Empfang von UHF werden Yagi-Antennen, Flächenantennen und Reflektorantennen (z. B. die Corner-Antenne) eingesetzt.
Bei großer Sendeleistung gilt die quasioptische Sicht zwischen Sender und Empfänger als Grenze der Reichweite. Für den TV-Empfang sind die Reichweiten von 50 bis 70 km bei normalen Bedingungen und 80 bis 140 km bei besonderen Aufwand (bei mindestens vier Yagi-Antennen ab 2 m Länge) und guter Lage sicher möglich.
Die übrigen Fernsehfrequenzen (VHF Band I und III, untere und mittlere Sonderkanäle) sowie das UKW-Radio im Band II sind dagegen der Ultrakurzwelle zugehörig, sie liegen unterhalb des UHF-Bandes.
UHF wird auch von vielen Fernsteuerungen und zur Sprach- und Datenübertragung (Funkdienste, RFID, Telemetrie, Funkmikrofone) genutzt.
Der Amateurfunkdienst hat hier das 70-Zentimeter-Band und das 23-Zentimeter-Band zugewiesen bekommen.
Wellenlängen um 12 cm (um 2,5 GHz) sind privater und industrieller Nutzung zugewiesen: Hier arbeiten Mikrowellenöfen, Wireless LAN sowie Punkt-zu-Punkt-Datenverbindungen. Hier kommen zum Senden und Empfang auch Wendelantennen und Topfantennen (auf Fahrzeugen) zum Einsatz.
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