| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Diamantenfieber |
| Originaltitel | Diamonds Are Forever |
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1971 |
| Länge | 120 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | Guy Hamilton |
| Drehbuch | Richard Maibaum,Tom Mankiewicznach Ian Fleming |
| Produktion | Albert R. Broccoli,Harry Saltzman |
| Musik | John Barry, Titelsong: Shirley Bassey |
| Kamera | Ted Moore |
| Schnitt | Bert Bates, John W. Holmes |
| Besetzung | |
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| Synchronisation | |
Diamantenfieber (Originaltitel: Diamonds Are Forever) ist der siebente Film der von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Reihe. Die Handlung basiert auf dem 1956 geschriebenen gleichnamigen Roman von Ian Fleming. Regie führte Guy Hamilton. Der Film hatte am 14. Dezember 1971 im Mathäser Palast seine deutsche Erstaufführung.
Zu Beginn der Handlung ist Bond wieder einmal auf der Suche nach Ernst Stavro Blofeld, dem Boss der Verbrecherorganisation S.P.E.C.T.R.E., an dem er sich außerdem für den Tod seiner Frau Tracy (siehe Im Geheimdienst Ihrer Majestät) rächen will. Bond spürt ein Laboratorium von Blofeld auf, in welchem dieser auf chirurgischem Wege Doppelgänger von sich selbst erschafft. Es gelingt Bond, einen zukünftigen Doppelgänger zu töten sowie einen weiteren, den er irrtümlich für den echten Blofeld hält.
Nachdem der MI6 den Fall Bedlam (Codename für die Eliminierung von Blofeld) wegen dessen vermeintlichen Todes endgültig abgeschlossen hat, wird Bond mit einem neuen Fall beauftragt: Große Mengen von südafrikanischen Diamanten werden gestohlen, tauchen aber nirgendwo auf dem internationalen Diamantenmarkt auf. Die britische Regierung vermutet, dass sie gehortet werden, um letztlich den Preis in die Höhe zu treiben. In der Zwischenzeit sind die beiden Auftragskiller Mr. Wint & Mr. Kidd bereits an der Arbeit, systematisch sämtliche Leute, die Kontakt mit den aus Südafrika geschmuggelten Diamanten hatten und daher als Mitwisser in Betracht kommen, zu ermorden.
Getarnt mit der Identität des in Großbritannien festgenommenen Diamantenschmugglers Peter Franks, reist Bond zunächst nach Amsterdam, um den Schmugglerring zu infiltrieren und herauszufinden, wer die Diamanten hortet. Dort trifft er die Schmugglerin Tiffany Case, die selbst zunächst ein Teil des Rings ist. Da Ms. Case Bond für Peter Franks hält, übergibt sie ihm die Diamanten für den Weitertransport in die USA. Plötzlich taucht jedoch der echte Franks auf, dem die Flucht vor den britischen Behörden gelungen ist. Im Fahrstuhl tötet Bond Franks und gibt ihm durch seine eigene Brieftasche die Identität von „Bond“. Versteckt in der Leiche von Franks, transportiert Bond alias Franks nun selbst die Diamanten an ihren Bestimmungsort Las Vegas über Los Angeles, wobei ihm bei der Einfuhr in die USA sein alter Freund, der CIA-Agent Felix Leiter, hilft.
Auf dem Weg nach Las Vegas gerät nun auch Bond in die Fänge des Duos Mr. Wint & Mr. Kidd. Bond (immer noch als „Peter Franks“) soll in einem Krematorium in der Mojave-Wüste die Diamanten an das nächste Glied in der Kette weiterreichen und dafür seinen Schmugglerlohn erhalten. Nach der Übergabe wird Bond jedoch bewusstlos geschlagen, in einen Sarg gelegt und in den Ofen gefahren. Als er aufwacht, merkt er, wie heiß es um ihn bereits wird. Zum Glück für Bond hatte der MI6 die geschmuggelten Diamanten gegen falsche Diamanten ausgetauscht. Da dies auffällt, wird „Peter Franks“ wieder aus dem Ofen herausgeschoben. Die an ihn gerichtete Frage, wo denn nun die echten Diamanten seien, kontert Bond mit der Gegenfrage, wo denn das echte Geld sei, und fährt unverdrossen weiter nach Las Vegas. Dort deckt Bond auf, dass der Diamantenschmuggel nur ein Teil eines viel größeren Komplotts des immer noch lebendigen Blofeld ist. Dieser benötigt die Diamanten, um mit Hilfe des Laser-Experten Dr. Metz einen Laser-Satelliten zu bauen. Dazu bedient er sich der Identität und des Konzerns des zurückgezogen lebenden Milliardärs Willard Whyte (eine Anspielung auf Howard Hughes), den er gefangenhält und mit einem Stimmenmodulator imitiert. Bond dringt in das in der Wüste bei Las Vegas gelegene Forschungslaboratorium von Willard Whyte ein, in dem Dr. Metz mit der Fertigstellung des Satelliten beschäftigt ist. Bond wird dort entdeckt, kann jedoch mithilfe eines Mondbuggy aus der Anlage fliehen.
Um die Weltmächte aufzuschrecken, zerstört Blofeld mithilfe des inzwischen fertiggestellten Satelliten Atomanlagen in den USA, der Sowjetunion und der Volksrepublik China unter dem Vorwand einer weltweiten Abrüstung. Mittels der Laserwaffe erpresst er die Nuklearmächte. In einer internationalen Auktion soll die nukleare Vorherrschaft an den Meistbietenden verkauft werden. Am Ende gelingt es Bond, die auf einer stillgelegten Ölplattform liegende Basis, von der aus Blofeld den Satelliten steuert, zu zerstören und die Welt zu retten. Dabei tötet er, nachdem er schon in Las Vegas ein weiteres Double getötet hat, den echten (?) Blofeld, indem er dessen Mini-U-Boot gegen die Plattform schleudert. Die Handlung endet damit, dass Wint und Kidd versuchen, an Bond und Tiffany, den einzigen Opfern, die ihren Mordanschlägen entkommen konnten, Rache zu nehmen. Bond und Tiffany gelingt es jedoch, die beiden unschädlich zu machen.
Sean Connery war zum sechsten Mal in der Rolle des MI6-Agenten zu sehen. Ursprünglich war der amerikanische Schauspieler John Gavin für die Hauptrolle vorgesehen. Doch zum einen hatten die beiden Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli beim letzten Film (Im Geheimdienst Ihrer Majestät) mit dem ebenfalls unerfahrenen George Lazenby schlechte Erfahrungen gemacht und auch die Zuschauerzahlen waren im Vergleich zu den vorherigen James Bond-Filmen geringer gewesen. Zum Anderen zeigte sich Sean Connery bereit, noch einmal die Rolle des James Bond zu spielen. Der Grund dafür war finanzieller Natur: Connery erhielt eine Gage von 1.430.000 $ (die er komplett seiner selbst gegründeten Stiftung spendete), eine Beteiligung am Einspielergebnis, und United Artists garantierte ihm die Produktion zweier Kinofilme seiner Wahl. Gavins Vertrag wurde daraufhin wieder gelöst.
Per Zufall kam es auch zu einer Zusammenarbeit mit Howard Hughes, der trotz seiner Zurückgezogenheit den Produzenten wohlwollend gegenüberstand. Broccoli beschreibt in seinen Memoiren, dass Hughes durch persönliche Intervention es ermöglichte, dass das Team auf dem Aufzug eines seiner Hotels drehen durfte, nachdem der Hotelmanager dies vorher untersagt hatte.
Neben Blofeld und seinen Doppelgängern fällt das sehr ungewöhnliche Gespann der Killer Mr. Wint und Mr. Kidd auf. Verschiedene Andeutungen (Mr. Kidd über Tiffany Case: „Sie ist sehr hübsch ... wenn man auf Frauen steht“) sowie die vor allem in der deutschen Synchronisation recht „tuntige“ Sprechweise lassen darauf schließen, dass die beiden mehr als nur Berufskollegen sind. Während des ganzen Films töten die beiden ihre Gegner auf sehr „originelle“ Art: Ein südafrikanischer Zahnarzt wird getötet, indem ihm ein Skorpion in den Hemdkragen gesteckt wird; das zweite Bond-Girl Plenty O'Toole (in der dt. Fassung Penny O'Toole) wird vermutlich von den beiden im Garten von Tiffanys Haus an einen Betonklotz gebunden und im Swimmingpool ertränkt.
Sie versuchen zunächst, den in einem Sarg eingeschlossenen Bond im Ofen eines Krematoriums lebendig einzuäschern. Bei einem zweiten Mordversuch legen sie Bond in ein Pipelinerohr, das am nächsten Tag verbaut werden soll; nur durch Zufall kann Bond entrinnen. Dabei bemerkt er den schweren Geruch von Mr. Wints Herrenparfüm, das er am Schluss wiedererkennt („I've smelt that perfume before – and both times I've smelt a rat“), als beide ihn, als Kellner verkleidet, endgültig zu ermorden versuchen. Beim Versuch, Bond mit brennenden Schaschlikspießen zu töten, fängt Mr. Kidd selbst Feuer, nachdem Bond ihm den Inhalt einer Alkoholflasche auf die Jacke geschüttet hat. Brennend stürzt er sich ins Meer. Mr. Wint wird mit der für Bond vorgesehenen Bombe im Schritt über Bord geworfen, wobei er durch die Explosion in der Luft zerrissen wird.
Bond wird auch von zwei sportlichen weiblichen Bodyguards von Willard Whyte namens Bambi und Klopfer attackiert (beide Namen wurden dem Disney-Film Bambi „entliehen“), die ihn zunächst verprügeln und schließlich in einen Pool werfen. Bond kann die beiden erst bezwingen, indem er sie ein paar Mal hintereinander lange unter Wasser drückt. Letztendlich ohne die beiden völlig zu ertränken, lässt Bond sie erschöpft und hustend an den Beckenrand flüchten, wo Klopfer ihm mit einem Handzeichen verrät, wo die Kammer ist, in der Whyte versteckt ist.
„James-Bond-Abenteuer im gewohnt aufwendigen Stil und mit sadistischen Elementen, die durch parodistische Beigaben nur bedingt entschärft werden.“
– Lexikon des Internationalen Films[1]
Der Soundtrack erschien erstmalig bei United Artists Records im Jahre 1971 auf LP. Im Jahr 1988 wurde eine erste CD Pressung von EMI herausgebracht. Nach dem 40. James Bond Jubiläum wurde 2003 eine neue aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Extended Version beinhaltet verlängerte Musikstücke des Original Soundtracks, die aufgrund der beschränkten Kapazität der LP geschnitten waren.
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Gordon K. McCallum, John W. Mitchell und Al Overton wurden 1972 für den Oscar in der Kategorie Bester Ton nominiert.
1973 bekam der Film vom Hauptverband Deutscher Filmtheater e.V. (HDF) und der Fachzeitschrift Filmecho/Filmwoche die Goldene Leinwand verliehen.
In folgenden Ländern wurde gedreht:[2]
| Rolle | Synchronsprecher[3] |
|---|---|
| James Bond | Gert Günther Hoffmann |
| Tiffany Case | Renate Küster |
| Ernst Stavro Blofeld | Martin Hirthe |
| Plenty O’Toole | Almut Eggert |
| Willard Whyte | Norbert Langer |
| Albert R. Bert Saxby | Edgar Ott |
| Mr. Kidd | Horst Gentzen |
| Mr. Wint | Jürgen Thormann |
| Felix Leiter | Joachim Nottke |
| Dr. Metz | Klaus Miedel |
| M | Konrad Wagner |
| Q | Ernst Wilhelm Borchert |
| Shady Tree | Hugo Schrader |
| Miss Moneypenny | Inge Landgut |
| Peter Franks | Klaus Sonnenschein |
| Doktor | Heinz-Theo Branding |
| Sir Donald Munger | Friedrich Schoenfelder |
| Morton Slumber | Peter Schiff |
| Klaus Hergesheimer | Christian Rode |
| Klopfer | Beate Hasenau |
Synchronfirma: Ultra Film Synchron, Berlin
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