Die Französische Revolution (Original-Titel La Révolution française) ist ein zweiteiliger als Historiendrama konzipierter monumentaler Spielfilm, der die maßgeblichen ersten fünf Jahre der „großen“ Französischen Revolution zwischen 1789 und 1794 dramaturgisch aufbereitet und chronolologisch nachzeichnet. Er wurde von teils staatlich geförderten Medienanstalten in Frankreich, (West-)Deutschland, Italien, Großbritannien und Kanada gemeinsam produziert. Beim ersten Teil („La Révolution française: les Années lumière“, in der deutschsprachigen Version: „Die Französische Revolution: Jahre der Hoffnung“) führte Robert Enrico Regie, beim zweiten Teil („La Révolution française: les Années terribles“, in Deutschland: „Die Französische Revolution: Jahre des Zorns“) war Richard T. Heffron verantwortlich.
Nach verschiedenen Spielfilmen in der Filmgeschichte, die Episoden, Teilaspekte oder Einzelbiografien der Revolutionszeit thematisieren, ist dieser Film mit einer Gesamtdauer von knapp sechs Stunden der längste Spielfilm, der die Französische Revolution selbst zum Thema hat, und diese als sich über mehrere Jahre hinziehenden historischen Prozess im überblickenden Zusammenhang behandelt.
Trotz eines großen Budgets und einer internationalen Besetzung mit namhaften Charakterdarstellern bis in die Nebenrollen wurde der Film vom Publikum nur wenig beachtet und war unter wirtschaftlichem Aspekt erfolglos.
Der Film wurde 1989 anlässlich des 200. Jubiläumsjahres des Beginns der Französischen Revolution gedreht und schildert in durchgängiger Spielfilm-Handlung den chronologischen Ablauf der maßgeblichen ersten fünf Jahre dieser Revolution in im Wesentlichen faktenbezogener Detailtreue mit Blick auf die prägenden Akteure der historischen Ereignisse von der Einberufung der Generalstände bis zum sogenannten Thermidorianer-Putsch und der Hinrichtung Robespierres Ende Juli 1794.
Bei aller Verflechtung der Ereignisse an verschiedenen Schauplätzen Frankreichs (wenn auch zumeist verdichtet auf die politischen Zentren des Geschehens, die französische Hauptstadt Paris und das Schloss Versailles) mit ineinandergreifenden Erzählsträngen ist die Dramaturgie der Rahmenhandlung wesentlich aufgezogen an der sich nach und nach verändernden persönlichen und politischen Beziehung zwischen Robespierre und seinem Jugendfreund Camille Desmoulins. Beide, von Beginn an populäre Wortführer der Revolution, arbeiten zunächst zusammen, entfremden sich im weiteren Verlauf der Ereignisse aufgrund ihrer Haltung zur historischen Entwicklung und den daraus resultierenden politischen Entscheidungen im Verlauf des Ersten Koalitionskriegs bzw. nach den ersten Erfolgen der französischen Revolutionsarmee. Desmoulins nähert sich den Positionen Dantons an, der seinerseits zunächst eng mit Robespierre zusammenarbeitet, bis er sich nach der Ausrufung der Republik zusehends von der Eskalation der von Robespierre im Namen der revolutionären „Tugendhaftigkeit“ verstärkt propagierten Terrorherrschaft distanziert. Sowohl Danton als auch Desmoulins unterliegen in ihrer Rückbesinnung auf die Werte der von der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte inspirierten Verfassung den radikalisierten Vorstellungen Robespierres und werden hingerichtet, kurz bevor letzterer selbst zum Opfer seiner eigenen Politik wird, und ebenfalls unter der Guillotine stirbt.
Der Film endet nach der Darstellung von Robespierres Hinrichtung in einer besinnlichen Szene, bei der die hinterbliebenen Angehörigen Dantons in einer Kirche Kerzen zum Gedenken an den Familienvater entzünden. Begleitet wird diese Szene durch ein aus dem Off mit der Stimme Dantons (bzw. der seines Darstellers Klaus Maria Brandauer) gesprochenes Zitat. Es handelt sich dabei um einen die Verdienste der Revolution würdigenden Auszug aus Dantons Verteidigungsrede vor dem ihn zum Tode verurteilenden Wohlfahrtsausschuss, den er selbst mit begründet hatte; sozusagen die Quintessenz des inhaltlichen Filmanspruchs ausdrückend. In der deutschsprachigen Synchronfassung lautet dieses Zitat:
Für Deutschland war der Film von Anfang an für das Fernsehen konzipiert, und wurde in vier Teilen zu je 90 Minuten ausgestrahlt.
Im Lexikon des Internationalen Films heißt es über den Film:
„Ein opulent gestalteter Bilderbogen, der sich um historische Genauigkeit und Faktentreue bemüht und versucht, die Wortführer der Revolution auch als Privatpersonen transparent zu machen. Das ehrgeizige Projekt mit überaus prominenter Stammbesetzung wird in den einzelnen Episoden durch Gastauftritte hochkarätiger europäischer Film- und Fernsehschauspieler verstärkt.“
– Lexikon des internationalen Films
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