Montag, 28. Mai 2012

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Die innere Sicherheit

Filmdaten
Deutscher Titel Die innere Sicherheit
Originaltitel Die innere Sicherheit
Produktionsland Deutschland
Originalsprache deutsch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Christian Petzold
Drehbuch Christian Petzold,Harun Farocki
Produktion Florian Koerner von Gustorf,Michael Weber
Musik Stefan Will
Kamera Hans Fromm
Schnitt Bettina Böhler
Besetzung

Die innere Sicherheit ist ein deutscher Kinofilm aus dem Jahr 2000, der das Leben der Tochter eines von der Polizei gesuchten Paares zum Thema hat. Regie führte Christian Petzold, der mit Harun Farocki auch das Drehbuch schrieb.

Handlung

Der Film handelt von dem Paar Clara und Hans (gespielt von Barbara Auer und Richy Müller) und ihrer Tochter Jeanne (Julia Hummer), die seit 15 Jahren auf der Flucht vor der Polizei sind. Dabei wird die beginnende Pubertät der Tochter zu einem Sicherheitsrisiko.

Das Leben der 15-jährigen Jeanne ist von der Vergangenheit ihrer Eltern geprägt. Die Familie lebt im Untergrund, jeder Fremde ist eine potentielle Gefahr. Daher war das Mädchen nie in der Schule, hatte niemals längere Freundschaften. An einem Strand in Portugal lernt Jeanne den Surfer Heinrich (Bilge Bingül) aus Deutschland kennen. Nachdem der Familie Geld und Reisepässe gestohlen wurden, müssen sie nach Deutschland zurückkehren. Jeanne hat von Heinrich einen Tipp über eine leer stehende Villa bekommen, die die Familie daraufhin aufsucht. Dort treffen sich Jeanne und Heinrich zuerst zufällig, dann heimlich wieder. Die Familie braucht dringend Geld, um ihre Flucht vor der Polizei fortzusetzen. Nachdem mehrere Versuche fehlgeschlagen sind, Hilfe von alten Weggefährten zu erhalten, überfallen Hans und Clara eine Bank, wobei Clara einen Mann tötet. Die letzte Nacht vor ihrer geplanten Flucht nach Brasilien verbringt Jeanne mit Heinrich, dem sie ihre ganze Geschichte erzählt. Er verständigt daraufhin die Polizei. Am nächsten Tag wird die Familie bei ihrer Flucht mit dem Auto von der Straße abgedrängt. Jeanne überlebt den Anschlag wahrscheinlich als Einzige.

Titel

Bei dem Titel handelt es sich um ein Wortspiel mit zwei Bedeutungen. Es lässt sich dabei an das innerliche Wohlbefinden eines Menschen denken als auch an die innere Sicherheit eines Staates, nicht zuletzt aufgrund der inhaltlichen Anklänge an Aktionen der Rote Armee Fraktion. Der Film sollte zuerst Gespenster heißen.[1] Diesen Titel verwendete Petzold später für seinen Film Gespenster.

Kritik

„Hervorragend gespielter und inszenierter Film, der ein Thema jüngster Geschichtsbewältigung sehr persönlich aufgreift und Menschen zeigt, die sich in der Ausweglosigkeit eingerichtet haben, nun aber plötzlich mit der Angst vor dem Scheitern konfrontiert werden. Eine beeindruckende Studie, die mannigfaltige Rückschlüsse auf Mentalitäten zulässt.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Auszeichnungen

Der Film wurde bei den Filmfestivals von Thessaloniki (2000) und Valenciennes (2001) ausgezeichnet, gewann 2001 den Deutschen Filmpreis in Gold und war 2003 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Siehe das Interview mit Petzold und Auer auf der DVD
  2. Die innere Sicherheit im Lexikon des Internationalen Films
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Diese Seite wurde zuletzt am 8. März 2012 um 20:49 Uhr geändert.

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