| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 49° 4′ N, 10° 19′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 442 m ü. NN | |
| Fläche: | 75,19 km² | |
| Einwohner: |
11.482 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 153 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91550 | |
| Vorwahl: | 09851 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 136 | |
| Stadtgliederung: | 67 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Segringer Straße 30 91550 Dinkelsbühl | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Dr. Christoph Hammer (CSU) | |
| Lage der Stadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach | ||
Dinkelsbühl ist eine Stadt im Landkreis Ansbach, Mittelfranken. Dinkelsbühl war eine ehemalige Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches. Heute ist Dinkelsbühl aufgrund des besonders gut erhaltenen spätmittelalterlichen Stadtbildes ein bedeutender Tourismusort an der Romantischen Straße. Seit 1. Januar 1998 ist Dinkelsbühl Große Kreisstadt.[2]
Dinkelsbühl liegt nahe der Grenze zu Baden-Württemberg. Die Stadt liegt an der Wörnitz im Südosten der Frankenhöhe, die im Südwestdeutschen Schichtstufenland zwischen Main und Donau zur Keuperstufe gehört. Durch eine östlich des heutigen Laufes liegende Burgsandsteinkuppe nach Westen abgedrängt, bildete die Wörnitz eine flache, dreieckige Talmulde aus, die von der Dinkelsbühler Altstadt nahezu komplett ausgefüllt wird. Im Nordwesten und Südosten verläuft die Stadtmauer an der morphologischen Kante des Blasensandsteins, der jenseits des Stadtgrabens ein Plateau zwischen den Taleinschnitten zweier aus westlicher Richtung in die Wörnitz mündender Bäche ausbildet. Im nördlichen Taleinschnitt, in dem der Blasensandstein bis auf die darunter liegenden Lehrbergschichten abgespült wurde, fließt der Sauwasenbach, der durch seine angeschwemmten Sande eine noch heute bei Niedrigwasser sichtbare Furt entstehen ließ, die wohl einen Anreiz für die Gründung Dinkelsbühls an diesem Standort bot. Im Osten wird die Altstadt durch den Mühlgraben begrenzt, einen begradigten Arm der Wörnitz, jenseits dessen lediglich noch die Wörnitzvorstadt zum Dinkelsbühler Altstadtgebiet zu rechnen ist.
Die landwirtschaftlich ergiebigsten Böden liegen in den Talböden der Wörnitz; auch die weniger ertragreichen Böden auf dem Blasensandstein im Westen werden noch hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. Die Burgsandsteinhöhen im Osten der Stadt wurden kaum gerodet und sind weitgehend vom Dinkelsbühler Stadtwald Mutschach bedeckt. Da an vielen Stellen die wasserstauenden Tonschichten des oberen Keupers anstehen, ist die Teichwirtschaft von regionaltypischer Bedeutung. Noch heute wirkt die Altstadt sehr geschützt und geborgen in der Flussaue der Wörnitz, was in Form des Mottos Romantik an Wasser und Wiesen symbolhaften Charakter für die Stadt bekam.
Die Große Kreisstadt Dinkelsbühl hat 67 amtlich benannte Ortsteile[3]:
Die Gelände-Topographie bot gute Voraussetzungen zur Verteidigung. Dieser Umstand sowie die Kreuzung zweier Handelswege (Nibelungenstraße und Romweg) aus vorstädtischer Zeit, die sich an der Wörnitzfurt trafen, waren entscheidende Gründe für die staufische Befestigung Dinkelsbühls um 1130.
Es gibt Hinweise für frühmittelalterliche Verbindungen von Dinkelsbühl nach Nordwesten in Richtung Crailsheim, nach Südwesten in Richtung Ellwangen, nach Osten in Richtung Nürnberg, nach Norden in Richtung Rothenburg ob der Tauber und nach Süden in Richtung Ulm. Die Bedeutung dieser vermeintlichen „Hochstraßen“ wird zwar in der Regel überschätzt, eine davon ist jedoch heute wieder sehr wichtig für Dinkelsbühl: Die alte Nord-Süd-Straße durch Dinkelsbühl (1236, „Dinkepole“), ein Handelsweg entlang der Täler von Tauber, Wörnitz und Lech, über die im Mittelalter auch Pilger von Norddeutschland nach Rom zogen. Diesen Abschnitt der Bundesstraße 25 taufte der Augsburger Bürgermeister Wegele 1950 aus Gründen der Fremdenverkehrsförderung Romantische Straße. Sie verbindet eine ganze Reihe von Städten mit weitreichend erhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen, im zentralen Bereich zwischen Würzburg und Augsburg insbesondere Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen im Ries und Donauwörth.
Um 1130 erfolgte die erste Stadtanlage Dinkelsbühls, die heute als Kernstadt oder innere Altstadt bezeichnet wird. Sie wurde als Stützpunkt und Bindeglied zwischen den staufischen Hausgütern ausgebaut, als die Staufer und Welfen um die deutsche Krone rangen. Man geht davon aus, dass sich an der Wörnitzfurt eine Vorgängersiedlung um einen karolingischen Königshof befunden hat.
Das umliegende Keuperwaldgebiet wurde, so schließt man aus den Ortsnamensendungen, in der späteren fränkischen Landnahme im 8. Jahrhundert besiedelt. Die wegen der günstigeren Verteidigung fast kreisförmige damalige Stadtmauer ist deutlich im heutigen Stadtbild zu erkennen. Die sie demarkierenden Straßenzüge der Spitalgasse, der Unteren Schmiedsgasse, der Föhrenberggasse und der Wethgasse folgen nicht der Ummauerung, sondern dem Verlauf des vorgelagerten Stadtgrabens. Die Stadtmauer selbst verlief innerhalb der heutigen Baublöcke, u. a. zwischen Unterer Schmiedsgasse und Elsasser Gasse sowie zwischen Föhrenberggasse und Langer Gasse, wie man aus den Grundstücksgrenzen, den Hofstättenbreiten und der Bausubstanz (die alte Stadtmauer bildet die Rückwand mancher Häuser) ablesen kann.
Im Gegensatz zu den meisten Stadtanlagen des 13. Jahrhunderts (vgl. beispielsweise Rothenburg) gibt es in Dinkelsbühl keinen zentralen, rechteckigen Marktplatz, sondern Marktstraßen mit zum Teil trichterförmigen Erweiterungen wie am Weinmarkt, der sich nach Norden hin auf 36 m verbreitert. Die Straßen waren in einzelnen Abschnitten dem Handel mit unterschiedlichen Produkten vorbehalten. Neben dem Weinmarkt war im Bereich der inneren Altstadt die heutige Segringer Straße in Hafenmarkt, Brotmarkt und Schmalzmarkt unterteilt. Der heutige Altrathausplatz war der Viehmarkt und die gesamte innere Nördlinger Straße der Ledermarkt. Funktional erwies sich der Aufbau der inneren Altstadt. Er war bereits bei der seit dem 14. Jahrhundert erfolgten Stadterweiterung so leistungsfähig, dass keine Verschiebung des Stadtmittelpunkts und wirtschaftlichen Zentrums vorgenommen werden musste. Mit dem 1499 abgeschlossenen Bau der St.-Georgs-Kirche entstand das dominante Zeichen kultureller Blüte der Stadt. Das bauliche Erscheinungsbild der Altstadt hat sich seither nicht grundlegend verändert.
In der wirtschaftlichen Blütezeit der Stadt Dinkelsbühl, dem 14. und 15. Jahrhundert, wurden jenseits der alten Stadttore Vorstädte angelegt, wahrscheinlich in der Reihenfolge Rothenburger, Segringer, Wörnitz- und Nördlinger Vorstadt. Ab 1372 erhielt die Altstadt von Dinkelsbühl mit dem Bau der Stadtmauer ihre heutige Gestalt; die Wörnitzvorstadt wurde dabei nicht ummauert, da ihr die umgebenden Wasserflächen einen natürlichen Schutz boten. In der Rothenburger und Nördlinger Vorstadt wurde jeweils zur Hauptachse eine parallele Gasse, im Norden die Bauhofgasse und im Süden die Lange Gasse, zur Erschließung der Vorstädte gezogen. Eng und fast ohne Freiflächen ist die Bebauung in der Wörnitzvorstadt. In der Rothenburger Vorstadt war das feuergefährliche Gewerbe (Schmiede) ansässig. Östlich der Schmiedsgassen des Rothenburger Viertels liegt als eigener, abgeschlossener Komplex der Spitalhof. Die bäuerliche Nördlinger Vorstadt war wegen des Wassers im Stadtmühlgraben auch von Färbern und Gerbern besiedelt. In den locker bebauten Hanglagen der Rothenburger, Segringer und Nördlinger Vorstadt siedelten u. a. auch die Tuchmacher und Weber, die auf Freiflächen angewiesen waren. Außerdem standen hier die Klöster der Kapuziner und Karmeliter sowie der Deutschenordenshof; die verbliebenen Freiflächen wurden von Obstwiesen und Pferdeweiden eingenommen.
Anders als bei den meisten historischen Städten sind alle Stadterweiterungen des 19. und 20. Jahrhunderts in Dinkelsbühl räumlich völlig von der Altstadt getrennt. Diese wird von einer vollständigen Ummauerung umschlossen, an die sich im Westen und Süden der im Blasensandstein ausgehobene Stadtgraben anschließt. Im Norden liegt vor ihr der Rothenburger Weiher und im Osten die Überflutungsaue der Wörnitz. Die Silhouette der Stadt von der Wörnitzseite aus gesehen ist wohl das markanteste Zeichen der Stadt.
Die Gliederung der Altstadt in eine innere Altstadt und einen Erweiterungsbereich erkennt man insbesondere an der Breite der Häuserfronten der sogenannten Hofstätten. Diese misst am Marktplatz etwa 15 m, im weiteren Bereich der Kernstadt 12,5 m und in den Vorstädten 10 m oder weniger.
Das Münster St. Georg beherrscht optisch die ganze Stadt und kann als Dominanz erster Ordnung bezeichnet werden. Dominanten zweiter Ordnung sind die vier Tortürme, die ihren jeweils anliegenden Altstadtteil und alle darin befindlichen öffentlichen Bauten überragen. Mit Ausnahme des Nördlinger Tores sind sie nur einspurig befahrbar, was heute die Erhaltung des Altstadtambientes in Konflikt mit dem motorisierten Individualverkehr bringt. Das Gliederungssystem der inneren Altstadt, insbesondere die Hauptstraßenführung parallel sowie senkrecht zur Wörnitz und die zusätzliche Erschließung mittels parallel verlaufender Seitengassen, wurde in den Erweiterungen beibehalten. Dasselbe gilt für die Abstände der Erschließungseinheiten, die jeweils genau die Länge haben, die zuvor der Entfernung der alten Stadttore zum Zentrum entsprach (ca. 150 m).
Eine Ausnahme bildet lediglich die Nördlinger Vorstadt, wo das neue vom altem Stadttor 300 m entfernt ist. Die Nördlinger Straße hebt sich auch baulich von den übrigen Altstadtstraßen ab, da die Häuserfronten nicht parallel zur Straße verlaufen, sondern in einer gedachten Parallele zur inneren Nördlinger Straße, also immer ein Stück versetzt zueinander, was den Straßenzug sehr individuell und einprägsam macht.
Niederschlagsdiagramm für Dinkelsbühl (blaue Kurve) vor den Mittelwerten (Quantilen) für Deutschland (grau)
Niederschlagsdiagramm für Dinkelsbühl (blaue Kurve) vor den Mittelwerten (Quantilen) für Deutschland (grau)
In Dinkelsbühl beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 769 mm (Karlsholz) bzw. 746 mm (Oberwinstetten).
Die erste urkundliche Nennung der Stadt als "burgus tinkelspuhel" erfolgte 1188 in einer Heiratsurkunde Kaiser Barbarossas für seinen Sohn Konrad von Rothenburg. Bereits damals war der Ort ein wichtiger Handelsplatz und erlangte unter den staufischen Kaisern Einfluss und weitere städtische Privilegien. Den Status einer Reichsstadt erreichte Dinkelsbühl im Laufe des 14. Jahrhunderts. 1802 verlor Dinkelsbühl die reichstädtische Selbständigkeit und wurde Teil des Kurfürstentums Bayern. 1804 wurde Dinkelsbühl in das preußische Verwaltungsgebiet Ansbach-Bayreuth eingegliedert und fiel 1806 dann an das Königreich Bayern.
Wegen des einstigen Gegensatzes zwischen Katholiken und Protestanten wurde die konfessionell gemischte Stadt 1648 paritätische Reichsstadt und blieb es bis 1765, als wegen anhaltender Händel und Konflikte die Abkehr vom Prinzip Parität unumgänglich wurde. Bei der Verpachtung von Kirchen- und Stiftsgütern erhielt von nun an der Meistbietende den Zuschlag.
Dinkelsbühl gehört heute katholischerseits zum Bistum Augsburg, Dekanat Nördlingen[4] und ist evangelischerseits ein eigener Dekanatssitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern[5].
Die Bevölkerung der Stadt ist zu ca. 33 % katholischen und zu ca. 63 % evangelischen Glaubens. Etwas über 3 % der Bevölkerung gehören entweder anderen oder keinen Religionsgesellschaften an (Stand: Volkszählung am 25. Juni 1987)[6].
| Ehemalige Gemeinde | Einwohner (1970) | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Esbach | 96 | 1. April 1971 | |
| Hellenbach | 152 | 1. Juli 1971 | |
| Knittelsbach | 313 | 1. April 1971 | Eingliederung von 248 der 313 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Wilburgstetten |
| Langensteinbach | 167 | 1. Januar 1971 | |
| Oberradach | 107 | 1. April 1971 | |
| Segringen | 284 | 1. April 1971 | |
| Seidelsdorf | 298 | 1. Juli 1970 | |
| Sinbronn | 519 | 1. Mai 1978 | |
| Waldeck | 126 | 1. April 1971 | |
| Waldhäuslein | 147 | 1. Januar 1971 | Eingliederung von 78 der 147 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Schopfloch |
| Weidelbach | 279 | 1. Mai 1978 | |
| Wolfertsbronn | 323 | 1. Januar 1971 |
Von den 11.720 Einwohnern Dinkelsbühls wohnten 1999 noch 2203 im Altstadtgebiet. Sozialstrukturell hatte die Altstadt in den letzten Jahrzehnten mit den beiden ineinander greifenden Problemen Überalterung und Abwanderung zu kämpfen. Wohnten 1966 noch 3766 Menschen im Altstadtgebiet, waren es zehn Jahre später lediglich 2753, ein drastischer Rückgang, der insbesondere eine Folge des Wegzugs junger Menschen in Neubaugebiete war. So lag in den 1970er-Jahren der Anteil an Über-65-Jährigen im Altstadtgebiet bei 22, in den anderen Stadtteilen jedoch bei 13 Prozent. Die Überalterung ergibt sich durch selektive Abwanderung junger Familien, die ihre gestiegenen Flächen- und Freiraumansprüche in der Altstadt nicht mehr befriedigen können und zudem mobiler sind als ältere Menschen. Die Stadt wirkte dem Problem insbesondere entgegen, indem man die Grünflächen vor der Altstadt durch den Bau neuer Altstadtzugänge besser erreichbar machte. Es gibt jedoch im Altstadtgebiet selbst keinen öffentlichen Kinderspielplatz – der Spielplatz am Muckenbrünnlein gehört zu einer kirchlichen Einrichtung und ist nicht öffentlich zugänglich. Der altstadtnächste öffentliche Spielplatz ist zwar durch das Bleichtor relativ schnell erreichbar, reichte jedoch nicht aus für die gesamte Altstadtbevölkerung. In den letzten Jahren wurden deshalb Ergänzungen mit einer Rutsche auf dem Gelände der Christoph-von-Schmid-Grundschule und im Stadtpark nordwestlich der Mauern angelegt.
| Jahr | Einwohnerzahl ohne eingemeindete Ortsteile | Einwohnerzahl mit eingemeindeten Ortsteilen[7][8] |
|---|---|---|
| 1890 | 4.496[9] | |
| 1900 | 4.573 | |
| 1910 | 4.800[10] | |
| 1925 | 5.067 | |
| 1933 | 5.155 | |
| 1939 | 4.809[11] | 7.268 |
| 1940 | 4.798 | |
| 1950 | 10.714 | |
| 1961 | 10.546 | |
| 1970 | 10.711 | |
| 1979 | 10.761 | |
| 1999 | 11.543 | |
| 2000 | 11.549 | |
| 2001 | 11.606 | |
| 2002 | 11.605 | |
| 2003 | 11.665 | |
| 2004 | 11.672 | |
| 2005 | 11.616 | |
| 2006 | 11.584 | |
| 2007 | 11.515 | |
| 2008 | 11.455 | |
| 2009 | 11.443 | |
| 30. Juni 2010 | 11.455[12] | |
| Januar 2011 | 11.464[13] |
Amtsinhaber Dr. Christoph Hammer wurde am 2. März 2008 mit 78,97 Prozent der Stimmen gegen den von zwei Wählergruppen aufgestellten Josef Reitberger (21,03 %) wiedergewählt.
| Name | Partei | Funktion | Amtszeit | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
| Seitz Berlin | Bürgermeister | 15. Jahrhundert | ||
| Konrad Kurr | Bürgermeister | 15. Jahrhundert | ||
| Johannes Schildberger | Bürgermeister | 16. Jahrhundert | ||
| Johann Abelin | Bürgermeister | 16. Jahrhundert | ||
| Hieronymus Abelin (auch Abele, Abelein) | Bürgermeister | 16. Jahrhundert | ||
| Georg Abelin | Bürgermeister | 1614– | ||
| Hans Ulrich Mayr | Bürgermeister | 1625– | ||
| Leonhard Wigerlein | Bürgermeister | nach 1626, vor 1634 | ||
| Georg Ensmann | Bürgermeister | 1634–1638 | ||
| Friedrich Kobold | Bürgermeister | 1638–1643 | ||
| Hans Bernhard Kranich | Bürgermeister | 1655– | ||
| Benedikt Schad | Bürgermeister | 18. Jahrhundert | ||
| Michael Bauer | Bürgermeister | |||
| Fritz Lechler | Bürgermeister | |||
| Ludwig Friedrich Stobäus | Bürgermeister | –1822[16] | ||
| Fritz Döderlein | Bürgermeister | 1822–1828[16] | ||
| August Raab | Bürgermeister | 1828–1846[16] | ||
| August Merz | Bürgermeister | 1846–1849[16] | ||
| Oskar Raab | Bürgermeister | 1849–1853[16] | ||
| Michael Schoberth | Bürgermeister | 1853–1881[16][17] | ||
| Ludwig Sternecker | Bürgermeister | 1882–1913 | ||
| Rudolf Götz | DNVP | Bürgermeister | 1913–1935 | |
| August Landenberger | NSDAP | Bürgermeister | 1935–1945[18] | |
| Karl Ries Sen. | SPD | Bürgermeister | 1945–1952 | Ernennung zum Bürgermeister durch die amerikanische Militärregierung am 22. Mai 1945.
Bestätigung bei den Kommunalwahlen 1946 und 1948[19]. |
| Rudolf Schmidt | CSU | Bürgermeister | 1952– | |
| Dr. Friedrich Höhenberger | CSU | Bürgermeister | –1967 | |
| Ernst Schenk | CSU | Bürgermeister | 1967–1979[20] | |
| Dr. Jürgen Walchshöfer | CSU | Bürgermeister | –1997 | |
| Otto Sparrer | FW | Oberbürgermeister | 1997–2003 | |
| Dr. Christoph Hammer | CSU | Oberbürgermeister | 2003 |
Der Stadtrat Dinkelsbühls hat 24 Mitglieder. Die Sitzverteilung nach den Kommunalwahlen 2002 und 2008 zeigt die folgende Tabelle.
| Jahr | CSU | SPD /Unabhängige Bürger | Grüne | Freie Wähler Stadt | Wählergruppe Land | Gesamt |
| 2002 | 11 | 4 | 1 | 3 | 5 | 24 Sitze |
| 2008 | 10 | 5 | 2 | 3 | 4 | 24 Sitze |
| Blasonierung:
„In Rot ein silberner Dreiberg, aus dessen drei Gipfeln je eine goldene Ähre wächst.“ |
Die Stadt Dinkelsbühl pflegt zu verschiedenen Städten Partnerschaften[21]:
Dinkelsbühl übernahm 1952 die Patenschaft für die vertriebenen Bewohner aus der Stadt und dem Kreis Mies im Sudetenland, die aufgrund der Beneš-Dekrete 1945 ihre Heimat verlassen mussten.
Mit dem Verband der Siebenbürger Sachsen unterhält die Stadt seit dem 25. Mai 1985 eine Partnerschaft, die die Siebenbürger Sachsen in der ganzen Welt umschließt[22]. Der Verband, der damals noch als Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen firmierte, veranstaltete 1951 den ersten Heimattag in der Stadt. Das Treffen findet seit dem alljährlich zu Pfingsten in Dinkelsbühl statt.
1997 wurde die Stadt Dinkelsbühl in Würdigung der gefestigten Beziehungen zum Verband der Siebenbürger Sachsen und der Leistungen bei der Eingliederung der Neuankömmlinge mit der Goldenen Plakette beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Integration der Aussiedler“ geehrt[23].
Zur Stadt Schmalkalden in Thüringen gibt es freundschaftliche Verbindungen.
Die Dinkelsbühler Knabenkapelle ist eine historische, einer Musikschule vergleichbare Einrichtung der Stadt. In erster Linie durch das Heimatfest „Kinderzeche“ bekannt, kann sie auf eine lange Tradition zurückblicken. „Unsere Buben“ – so werden sie in der Stadt genannt – sind zwischen 10 und 18 Jahre alt. Sie werden von städtischen Musiklehrern ausgebildet und zeigen ihr Können auch auf Gastspielreisen im In- und Ausland. Gegenwärtig stehen zwei Besetzungen für Gastspiele zur Verfügung – eine große mit ca. 90 Musikern, gegliedert in ein Trommlerkorps mit 30 Buben und ein Musikkorps mit 60 Buben, und eine kleinere Besetzung mit ca. 50 Musikern. Das Repertoire reicht von klassischen Märschen und Fanfaren bis zu modernen Jazz- und Poparrangements. Die heutige Knabenkapelle ist in ein Anfänger-Orchester, ein B-Orchester und ein A-Orchester gegliedert.
Weitere Vereinigungen:
Von Norden im Uhrzeigersinn:
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Die Erhaltung der Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen ist der Verdienst König Ludwigs I. von Bayern. Er verbot im Jahr 1826 den Abriss der Anlage und wahrte auf diese Weise das Erscheinungsbild der Altstadt Dinkelsbühls. Strikte Bauvorschriften wie z.B. das Verbot von Leuchtreklame oder die zwingende Verwendung von Dacheindeckungen in roter Farbe sichern es auch für die Zukunft.
Ein historisches Ortsblatt[24] zeigt Dinkelsbühl im Jahr 1825.
In Dinkelsbühl wird ein reges Vereinsleben gepflegt. In der Kleinstadt sind unter anderem fünf Schützenvereine ansässig, zwei Sportvereine, ein Reit- und Fahrverein, eine Ortsgruppe des Deutschen Alpenvereins und der KAB, ein Lions Club und mehrere Musikvereine.
In der Wirtschaft spielen die ortsansässigen Produktionsbetriebe heutzutage eine zwar schwindende, doch weiterhin große Rolle. So sind laut Statistischem Landesamt 2004 44 Prozent der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe, 19 Prozent im Tourismus-Bereich, 36 Prozent im sonstigen Dienstleistungssektor und knapp ein Prozent der Beschäftigten in der Land-und Forstwirtschaft tätig. Insgesamt werden bei einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 4461 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte angegeben. Arbeitgeber waren vereinzelte Molkereien, Brauereien wie die 1901 gegründete Brauerei Hauf oder das in die Firma Tucher Bräu aufgegangene Brauhaus Dinkelsbühl und das Ledergewerbe. Die Pinselproduktion hatte ein Zentrum in der Region. Betriebe entstanden unter anderem im Vorort Sinbronn. Erst mit der Erweiterung der bebauten Fläche nach dem Zweiten Weltkrieg gab es größere Produktionsstätten in Dinkelsbühl, unter anderem Kunststoff verarbeitende Firmen wie Rudolf Geitz und Esbe Plastic oder die Zweigstelle von Werner und Pfleiderer (Industriebacköfen), die einen großen Teil der Arbeitsplätze stellen. Nach wie vor bedeutsam, aber wie in allen Städten im Rückgang, ist der Einzelhandel in der Altstadt. Durch ein Einkaufszentrum an der Luitpoldstraße und neun Supermärkte haben die zentralen Läden Konkurrenz in unmittelbarer Nähe erhalten. Kleinere Fachgeschäfte für Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Schreibwaren, Drogeriebedarf und Optik sind neben zahlreichen Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben noch immer vorhanden, ebenso Bank- und Versicherungszweigstellen.
Dinkelsbühl liegt an der Bundesstraße 25 sowie in der Nähe der Bundesautobahnen 6 und 7 (A 6 Ausfahrt Dorfgütingen, A 7 Ausfahrt Dinkelsbühl/Fichtenau). Das Kfz-Kennzeichen war DKB. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte 1974 die Umstellung auf AN.
Während der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geriet Dinkelsbühl in eine verkehrsgeographische Randlage: Die Hauptstrecke der Eisenbahn von Augsburg nach Würzburg wurde zuerst auf der Ludwig-Süd-Nord-Bahn über Nördlingen und Gunzenhausen und dann auf der von Ingolstadt kommenden Altmühltalbahn über Ansbach nach Würzburg geführt. Später knickte sie schon in Donauwörth in nordöstlicher Richtung nach Treuchtlingen ab, wo sie dort bereits auf die Altmühltalbahn stieß und wieder über Gunzenhausen und Ansbach Würzburg erreichte.
Die weitgehend geradlinig verlaufende Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl, die teilweise dem Tal der Wörnitz folgt, wurde erst in den 1870er Jahren angelegt, blieb aber immer eine langsame, eingleisige Nebenstrecke. Der Betrieb von Nördlingen bis Dinkelsbühl wurde am 2. Juli 1876 eröffnet. Auf dem 31 km langen Streckenabschnitt hatte der Zug knapp zwei Stunden Fahrzeit. Am 1. Juni 1881 wurde die Strecke bis Feuchtwangen verlängert. Von dort konnte man bereits seit dem 15. April 1876 die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim bei Dombühl erreichen.
Seitdem am 1. Juni 1985 der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Nördlingen und Dombühl eingestellt wurde, finden nur noch Holztransporte zu einem Wilburgstettener Sägewerk statt. Die Strecke von Feuchtwangen über Dinkelsbühl nach Nördlingen wird heute vom Verein Bayerisches Eisenbahnmuseum e. V.[27] als Museumseisenbahn mit Schienenbussen sowie gelegentlich mit Dampfzügen befahren.
Seit 1972 wird im Stadtteil Sinbronn ein Flugplatz mit einer 700 m langen Graspiste betrieben. Der Flugplatz ist Eigentum der Stadt Dinkelsbühl, er ist jedoch für einen symbolischen Preis an den Aeroclub Dinkelsbühl e. V. verpachtet, der im Gegenzug für Betrieb und Unterhalt sorgt. Für weitere Informationen siehe Liste der Verkehrs- und Sonderlandeplätze in Deutschland.
In Dinkelsbühl gibt es insgesamt sechs Kindergärten[28]:
In Dinkelsbühl finden sich neben den Regelschulen auch einige Schulen mit besonderem Ausbildungsziel[29]:
In Romanen und Erzählungen war Dinkelsbühl immer wieder Handlungsort:
In der Altstadt von Dinkelsbühl wurden mehrere Filme gedreht, darunter:
Das zweite von sieben Bildern der Operette Doktor Eisenbart spielt auf dem Marktplatz von Dinkelsbühl: „Jahrmarkt zu Dinkelsbühl“.
Der Legende nach berieten die Ratsherren der Stadt über eine der Tat eines Räubers angemessene Strafe. Die Debatte dauerte angeblich sehr lange, einer der Ratsherren nickte ein und träumte vom Mittagessen, das er kurz zuvor eingenommen hatte, einem blau gesottenen Wörnitzkarpfen. Als es zur Abstimmung über die Strafe kam, wurde er von seinem Ratsnachbarn geweckt und gab schlaftrunken zum Besten: „Blausieden soll man ihn!“
Seit dieser Zeit heißen die Dinkelsbühler Blausieder[42].
Segringer Tor mit Barockzwiebeldach
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