Diridari bezeichnet in der bairischen Mundart Zahlungsmittel jeglicher Art (etwa im Sinn der Wörter Kohle, Kies, Knete, Kleingeld oder Moos). Obwohl mit Diridari oftmals das Bargeld (Münzen, Scheine) bezeichnet wird, kann damit auch die allgemeine Zahlungsfähigkeit einer Person gemeint sein.
Nach dem Neuen Bayerischen Wörterbuch von Franz Ringseis ist ‚Diridari‘ aus Diradey (ein Gemisch aus Korn und Gerste) entstanden. Die Menge dieses Korngemisches war ein Maß des Reichtums eines Landwirtes.
Im östlichen Teil Österreichs ist mundartlich (Loh-)Diridari (‚Lochdiridari‘) für ‚Bohrer‘ überliefert, was eine Grundbedeutung ‚Verquirltes, Mischmasch‘ vermuten lässt.
Bei Aussprache des Wortes Diridari vollführt der Sprecher üblicherweise mit den oberen Gliedern von Daumen und Zeigefinger mehrere reibende, kreisende Bewegungen – eine allgemeine Geste für ‚Bezahlen‘. Dabei weist er den oder die Gesprächspartner mit bedeutungsvollen Blicken und/oder Kopfbewegungen ausdrücklich auf diese Geste hin.
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