Der Displaced Persons Act (auch: Displaced Persons Act of 1948) war ein US-amerikanisches Bundesgesetz, mit dem Displaced Persons (DPs) unabhängig von bestehenden Quoten für Einwanderer die Einwanderung in die USA ermöglicht wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verhinderten die restriktiven Einwanderungsbedingungen der USA, dass Juden, die den Holocaust überlebt hatten oder vor den neuen Pogromen aus Polen geflohen waren, in die USA kommen konnten. Sie lebten in DP-Lagern in Deutschland, teilweise sogar noch in den ehemaligen Konzentrationslagern, bewacht und hinter Stacheldraht. Das bestehende Einwanderungsrecht des Immigration Act of 1924 verhinderte, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Juden in den Vereinigten Staaten Zuflucht finden konnten. Diese Situation bestand drei Jahre lang. Der Displaced Persons Act, der vom US-Kongress am 25. Juni 1948 verabschiedet wurde, erlaubte schließlich über einen Zeitraum von zwei Jahren die Einwanderung von bis zu 205.000 DPs. Er wurde erst nach Gründung des Staates Israel durch die USA erlassen, sodass nun eine geringere Zahl jüdischer Einwanderer in die USA zu erwarten war. Nun war für die DPs die Möglichkeit gegeben, nach Israel auszuwandern, was sie auch überwiegend nutzten.
Die Regelung umfasste nicht nur DPs des Zweiten Weltkrieges, sondern auch Menschen aus anderen Kriegsgebieten, etwa des Chinesischen Bürgerkrieges; 3.500 Chinesen, die sich 1948 als Besucher, Seeleute oder Studenten in den USA aufhielten, erhielten auf der Grundlage des Gesetzes ein Bleiberecht (permanent resident status) in den USA.
Da das Gesetz Holocaust-Überlebende zunächst benachteiligte, wurde es 1950 nachgebessert (DP Act of 1950). 1952 waren etwa 80.000 jüdische DPs auf der Grundlage dieses Gesetzes in die USA eingewandert, vorwiegend mit der Hilfe von jüdischen Agenturen in den USA.
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