Ein Diuretikum (pl. Diuretika; griechisch δι-ουρητικός di-uretikós „den Urin befördernd”, zu οὖρον uron „Urin“) ist ein Arzneimittel, das zur Ausschwemmung von Wasser durch die Niere aus dem menschlichen oder tierischen Körper (Diurese) eingesetzt wird. Werden mit der gesteigerten Wasserausscheidung auch vermehrt Salze ausgeschieden, spricht man von einem Saluretikum. Unterschieden werden pflanzliche Diuretika, die einzeln oder in Mischungen als harntreibender Tee eingenommen werden und chemisch-synthetisch hergestellten Diuretika. Die letztgenannten werden umgangssprachlich häufig 'Wassertablette' genannt.
Es gibt weltweit eine Vielzahl von Pflanzen mit diuretischer Wirkung. Die wichtigsten sind:
Zu beachten ist jedoch dass auch Pflanzenpräparate mit Nebenwirkungen behaftet sein können. Eine Einnahme zusätzlich zu anderen Medikamenten sollte dem Arzt mitgeteilt werden. Siehe auch Pflanzenheilkunde.
Aus den obigen Pflanzen werden oft Mischungen als Infusionen (Entwässerungs-"tees") angeboten.
Soweit von chemisch-synthetisch hergestellten Diuretika die Rede ist, sind folgende Typen zu unterscheiden:
Diuretika sind im Allgemeinen gut verträglich, haben eine hohe therapeutische Breite und sind wertvolle Medikamente bei der Behandlung von:
Die Verwendung von Diuretika zur schnellen Gewichtsreduktion oder als Scherzartikel ist gefährlich.
Diuretika stehen auf der Dopingliste.
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat veröffentlicht, dass Kaffee zwar kurzfristig harntreibende Wirkung hat, aber nicht dauerhaft entwässert, da der Körper entsprechend gegensteuert.[2][3] Auch schwarzer Tee hat keine entwässernde Wirkung. Dieser Rebound-Effekt tritt auch bei einigen Diuretika auf, wenn sie als Dauertherapie gegeben werden.[4]
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