Die Donaueschinger Nibelungenhandschrift C ist eine der drei wichtigsten Überlieferungen des Nibelungenlieds und wird in der germanistischen Forschung auch als Nibelungenhandschrift C bezeichnet. Sie entstand im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts im alemannisch-bairischen Raum, vermutet wird Südtirol oder Vorarlberg. Auch die Schreibsprache des Textes zeigt eindeutige Merkmale, die auf diese Gegend hinweisen.
Wiederentdeckt wurde die Pergament-Handschrift im 18. Jahrhundert von den beiden Schweizern Jacob Hermann Obereit und Johann Jakob Bodmer. Zweiterer veröffentlichte 1757 erstmals mehrere Auszüge daraus. Nachdem 1769 auch die Handschrift B und 1779 das heute als Handschrift A bezeichnete Manuskript gefunden wurden, publizierte der Zürcher Christoph Heinrich Myller 1782 erstmals eine vollständigen Ausgabe des Textes. Seit 1815 befand sich die Handschrift C im Besitz des Gelehrten Joseph von Laßberg und gelangte nach seinem Tod 1855 in die Hofbibliothek Donaueschingen. Im Jahre 1999 wurde die Handschrift von Joachim Fürst zu Fürstenberg für 25 Millionen DM zum Verkauf angeboten. Seit 2001 befindet sie sich in Karlsruhe in der Badischen Landesbibliothek unter der Signatur Codex Donaueschingen 63.
Die Handschrift C beginnt in der nicht standardisierten Originalschreibweise folgend:
Die Wörter weisen durchgehend Sprossvokale auf. Dort wo der Schreiber diesen einmal vergessen hat, beim Wort Buregonden, hat er ihn korrigierenderweise über die entsprechende Stelle geschrieben. (siehe Bild rechts)
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