| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 48° 43′ N, 10° 47′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Donau-Ries | |
| Höhe: | 410 m ü. NN | |
| Fläche: | 77,02 km² | |
| Einwohner: |
18.240 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 237 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86609 | |
| Vorwahl: | 0906 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DON | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 79 131 | |
| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausgasse 1 86609 Donauwörth | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Armin Neudert (CSU) | |
| Lage der Stadt Donauwörth im Landkreis Donau-Ries | ||
Donauwörth ist eine Große Kreisstadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Sitz des Landratsamts.
Donauwörth liegt im nördlichen Schwaben, an den Mündungen von Kessel und Wörnitz (beide von Norden) sowie Zusam und Schmutter (beide von Süden) in die hiesig von Südwest nach Ost verlaufende Donau; in diesen Fluss mündet etwa 12 km östlich der Stadt der von Süden kommende Lech. Donauwörth liegt an den Südwestausläufern der Fränkischen Alb mit dem Naturpark Altmühltal und an den Ostausläufern (Riesalb) der Schwäbischen Alb. Jenseits der Donau befindet sich ein paar Kilometer südlich der Stadt der Naturpark Augsburg-Westliche Wälder.
Zur Stadt Donauwörth gehören die Orte und Ortsteile Donauwörth, Auchsesheim, Berg, Binsberg, Dittelspoint, Eckhof, Felsheim, Huttenbach, Karbeiserhof, Kreuzhof, Lederstatt, Lehenhof, Maggenhof, Neudegg, Nordheim, Osterweiler, Parkstadt, Posthof, Quellhaus, Ramhof, Reichertsweiler, Riedlingen, Schäfstall, Schiesserhof, Schöttle, Schwadermühle, Schwarzenberg, Schweizerhof, Seibertsweiler, Spindelhof, Stillberghof, Walbach, Wörnitzstein, Zirgesheim und Zusum.
In siedlungsgeographischer Hinsicht ist Donauwörth eine zerrissene Stadt. Die Altstadt liegt eingezwängt zwischen der Wörnitz und dem Schellenberg. Natürliche Erweiterungsmöglichkeiten im Anschluss an die Altstadt waren daher nur wenige gegeben: Lediglich im Norden setzt sich der Bebauungszusammenhang durch die Berger Vorstadt fort, die noch weiter nördlich durch den Stadtteil Berg abgelöst wird. Im Süden liegt gegenüber der Altstadt jenseits der Kleinen Wörnitz, eines Wörnitzarmes, die Rieder Vorstadt (im Allgemeinen nur „Ried“ genannt). Diese wird jenseits des Hauptarmes der Wörnitz durch die Bahnhofsvorstadt fortgesetzt. Diese jedoch erfährt eine massive Begrenzung durch die Bahnlinie. Östlich der Altstadt gibt es lediglich eine schmale Fortsetzung der Besiedlung, die Zirgesheimer Vorstadt. Diese liegt eingezwängt zwischen Donau und Schellenberg. Unmittelbar südlich der Südostspitze der Altstadt befindet sich die Mündung der Wörnitz in die Donau. Genauso wie das Gebiet westlich der Altstadt im Bereich der Wörnitz ist diese Gegend nicht nur durch den Fluss selbst ungünstig besiedelbar, sondern liegt auch im Überschwemmungsgebiet der Flüsse. Daher hat sich im Westen keine weitere Besiedlung ergeben, während im Süden beiderseits der Augsburger Straße nur eine dünne Besiedlung besteht und die Stadt selbst hier endet. Gerade hier wird deutlich, dass Donauwörth infolge seiner topographischen Lage das in alle Richtungen einigermaßen gleichmäßige Wachstum vieler anderer Städte nicht teilen kann. Jede weitere Besiedlung musste im überschwemmungsfreien Bereich stattfinden. Westlich der Bahnhofsvorstadt bestehen nördlich der Bahnlinie die Neudegger Siedlung und südlich die Rambergsiedlung. Weiter südlich liegt der Stadtteil Riedlingen, der mittlerweile einen bedeutenden Wohnstandort innerhalb des Stadtgebietes darstellt.
Wegen der Enge im inneren Siedlungsgebiet der Stadt und der geringen Erweiterungsmöglichkeiten entstand ein weiterer Siedlungsteil, die Parkstadt. Die Parkstadt ist eine auf dem Rücken der Jurahöhe („Schellenberg“) liegende Siedlung, die seit ihrer Entstehung nach dem Zweiten Weltkrieg einen nennenswerten Teil der Donauwörther Bevölkerung aufnimmt. Die Parkstadt erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist zwar nur 500 m breit, jedoch über 2 km lang.
Südöstlich an die Parkstadt schließt die Alfred-Delp-Kaserne an und an diese wiederum die am Südhang des Schellenberges liegende Siedlung an der Dr.-Loeffellad-Straße.
Die weiteren Stadtteile liegen räumlich getrennt von dem beschriebenen Siedlungsgefüge, wie es bei sehr vielen anderen Städten auch der Fall ist.
Die Zerrissenheit des Stadtgefüges macht sich in der Erscheinung der Stadt jedoch auch durch reizvolle Blickbeziehungen bemerkbar:
Schon um 500 gab es erste Siedlungskerne im heutigen Ried. Im Zuge der Vorbereitungen zur Schlacht auf dem Lechfeld 955 entstand die erste Brücke über die Donau. Im Jahr 1049 wurde das Kloster Heilig Kreuz, damals noch in die Burg Mangoldstein integriert, von Papst Leo IX. geweiht. Im Jahre 1193 wurde Werd von Kaiser Heinrich VI. zur Stadt erhoben.[2]
1178–1266 wurde die Stadt als Reichslehen direkt den herrschenden Staufern zugeordnet, die sie 1266 an das Herzogtum Bayern verpfändeten. Der einköpfige Stauferadler blieb im Stadtwappen bis 1530 vertreten, als er durch den doppelköpfigen Reichsadler ersetzt wurde.
1256 ließ der Wittelsbacher Herzog Ludwig II. in Schwäbischwerd seine Frau Maria von Brabant aus ungeklärten Motiven als Ehebrecherin enthaupten. Regelmäßige Theateraufführungen bringen die tragische Begebenheit auch heute noch in Erinnerung.
1301 wurde die Stadt reichsfrei, das heißt zur Freien Reichsstadt und damit direkt dem Kaiser untertan. Die Besetzung der Stadt durch Ludwig den Reichen von Bayern-Landshut war der Auslöser für den Bayerischen Krieg. 1376 wurde der Schwäbische Städtebund gegründet. Anlass dafür war, dass Karl IV. die Stadt wegen hoher Schulden an seine Gläubiger abtreten musste. In den Jahren 1444–1473 entstand die Stadtpfarrkirche Zu unserer Lieben Frau an Stelle der zu klein gewordenen Sankt-Ulrichs-Kirche. 1488 wurde Donauwörth Mitglied des Schwäbischen Bundes.
Der „Rat der Stadt Donawerda“ unterstütze die Reformation und unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577[3]. In Folge der Religionswirren kam sie 1607 nach dem sogenannten Kreuz- und Fahnengefecht am Markustag 1606 unter Reichsacht und wurde von Herzog Maximilian von Bayern in bayerischen Pfandbesitz umgewandelt. Die Reichsexekution durch den bayerischen Herzog Maximilian geschah gegen geltendes Reichsrecht, da Donauwörth zum schwäbischen Reichskreis gehörte und der Kreishauptmann des schwäbischen Reichskreises damit hätte beauftragt werden müssen. Unter anderem als Reaktion auf diese Okkupation schlossen sich die protestantischen Reichsstände 1608 zur Protestantischen Union zusammen.
1632 wurde die Stadt von Gustav II. Adolf erobert.
Die Schlacht am Schellenberg fand am 2. Juli 1704 auf dem Schellenberg bei Donauwörth statt. Die Truppen der Großen Allianz unter dem Oberbefehl von John Churchill, 1. Duke of Marlborough, und Ludwigs von Baden-Baden besiegten die bayerische Armee. Durch diesen Sieg und die anschließende Einnahme Donauwörths wurde die Donaulinie durchbrochen und das Kurfürstentum Bayern dem Zugriff der Alliierten preisgegeben.
In Folge verlor das zur bayerischen Landstadt degradierte Donauwörth, wie es fortan genannt wurde, nicht nur seine Eigenständigkeit, sondern auch gut die Hälfte seiner Einwohner. Diesen Aderlass konnte die Stadt erst im 19. Jahrhundert wieder kompensieren.
1940 verlor Donauwörth den Status einer kreisunmittelbaren Stadt.
Donauwörth erlitt kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges am 11. und 19. April 1945 zwei Luftangriffe der 8. bzw. 9. US-Luftflotte. Es waren fast 300 Tote zu beklagen. Die Umgebung des Bahnhofs und das Stadtzentrum wurden nahezu eingeebnet. Donauwörth wies nach Würzburg den zweithöchsten Zerstörungsgrad aller bayerischen Städte auf. 1946 begann der Wiederaufbau der historischen Reichsstraße.
Donauwörth ist seit 1958 Bundeswehrstandort. Namenspatron der neuerbauten Kaserne wurde der katholische Priester und Hitlergegner Alfred Delp, der dem Kreisauer Kreis angehörte. 1945 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.[4] Die Truppenreduzierung nach dem Ende des Kalten Krieges wirkte sich auch auf Donauwörth aus. Das dortige Panzerartilleriebataillon verfiel nach 1990 der Auflösung. Derzeit ist Donauwörth unter anderem Stationierungsort des EloKaBtl 922.
Im Rahmen der Gebietsreform wurden am 1. Mai 1971 die Orte Auchsesheim, Nordheim und Zirgesheim nach Donauwörth eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgten Riedlingen und der Gemeindeteil Zusum der ehemaligen Gemeinde Zusum-Rettingen.[5] Am 1. Januar 1973 kam Berg hinzu. Der 1. Januar 1978 schloss die Gebietsreform in Donauwörth mit den Eingemeindungen von Wörnitzstein und Schäfstall ab.
Die Wahl zum Stadtrat am 2. März 2008 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,0 % zu folgendem Ergebnis:[6]
| Partei / Liste | Stimmen % | Sitze |
| CSU | 33,5 % | 8 |
| SPD | 20,0 % | 5 |
| GRÜNE/Unabh. | 9,1 % | 2 |
| PWG-Freie Wähler | 11,8 % | 3 |
| Engagierte Bürger (EB) | 9,2 % | 2 |
| Junges Bürger | 9,0 % | 2 |
| Bürger für Donauwörth (BfD) | 4,1 % | 1 |
| Die JugendAlternative | 3,4 % | 1 |
Promenade, die „grüne Lunge“ der Stadt[8]
Donauwörther Oldtimertag (seit 2004, alle zwei Jahre, am letzten Samstag im August)
Bei Donauwörth kreuzen sich die Bundesstraßen 2 (Nürnberg – Augsburg), die von Augsburg bis Donauwörth autobahnartig ausgebaut ist, 16 (Ulm – Regensburg) und 25 (Uffenheim – Donauwörth).
Der Bahnhof Donauwörth ist ein Eisenbahnknoten mit der Fernverkehrsstrecke von Augsburg weiter nach Treuchtlingen und Nürnberg, der Donautalbahn von Regensburg und Ingolstadt nach Ulm und ist der Ausgangspunkt der Riesbahn nach Aalen. Alle vier Richtungen werden unter der Woche stündlich, nach Augsburg halbstündlich, am Wochenende zweistündlich (nach Augsburg im 90-30-Takt) bedient. Wegen der schnelleren Verbindung über die Neubaustrecke von Nürnberg über Ingolstadt nach München halten nur noch wenig ICEs und InterCity-Züge in Donauwörth, dafür wird Donauwörth seit 10. Dezember 2006 von den schnellen Allgäu-Franken-Express-Zügen angefahren, die Nürnberg mit Lindau und Oberstdorf verbinden. Die Bahnstrecke von München nach Donauwörth wird wegen der Zulassung für 200 km/h oft für Versuchs- und Zulassungsfahrten benutzt, wie zum Beispiel für die Lokomotiven des Allgäu-Express im Jahr 2003 und teilweise für die Marschbahn-Züge der Nordostseebahn. Auf der Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth wurde am 17. Oktober 1984 mit einem Sonderzug mit 250 t angehängter Last, gezogen von der Drehstromlokomotive 120 001-3, mit 265 km/h ein Geschwindigkeitsweltrekord für Drehstromfahrzeuge aufgestellt.
Am 1. August 2011 startete in Donauwörth ein neues Stadtbus-System. Seither verkehren zwei innerstädtische Linien im Halbstundentakt und eine Umland-Linie im Stundentakt. Mit der Betriebsaufnahme des neuen Stadtbusses wurde auch ein neues Preissystem eingeführt, das unter anderem ein vergünstigtes Bürgerticket für die Einwohner von Donauwörth anbietet. Alle drei Linien werden von den Busunternehmen Osterrieder, Link und Schwabenbus betrieben. Im Einsatz sind dabei vier neue große Busse und zwei neue Kleinbusse, die auch optisch ein einheitliches Erscheinungsbild in den Stadtfarben gelb, blau und schwarz erhielten. Zudem ist auf jedem Bus ein bekanntes Motiv aus der Stadt Donauwörth zu sehen.[9] Darüber hinaus wird die große Kreisstadt mit mehreren Regionalbuslinien der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries (VDR), die im Stadtgebiet verkehren, mit dem Umland verbunden.[10]
| Linie | Laufweg | Bedienungshäufigkeit |
|---|---|---|
| 1 | Parkstadt - Zentrum - Bahnhof - Donau-Ries-Klinik | 30-Minuten-Takt |
| 2 | Bahnhof - Zentrum-Riedlingen - Bahnhof | 30-Minuten-Takt |
| 3 | Schäfstall – Zirgesheim – Donauwörth – Nordheim - Auchsesheim | 60-Minuten-Takt |
In Donauwörth erscheint als Tageszeitung die „Donauwörther Zeitung“, zugehörig zur Augsburger Allgemeinen. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen lediglich im Lokalteil.
Das Funkhaus in Donauwörth ist der lokale Rundfunkanbieter für die Region Donauwörth, Dillingen und Teile von Augsburg-Land. Von dort wird Radio RT.1 Nordschwaben ausgestrahlt.
Der örtliche Fernsehsender heißt augsburg.tv (Kürzel: a.tv) täglich im Kabelfernsehen auf einem eigenen Kanal (unterbrochen durch Sendungen von Bloomberg TV und RTL Shop), zeitweise (werktags Montag bis Freitag von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr) im Regionalfenster von RTL Television und im Internet auf dessen Homepage.
In den 1970er und 1980er Jahren spielte die Damenmannschaft der Tischtennisabteilung des Vereins VSC 1862 Donauwörth in der Tischtennis-Bundesliga. 1991 zog sich der Verein aus der BL zurück.[11]
Der örtliche Fußballverein ist der FC Donauwörth 08.
Das städtische „Stadion im Stauferpark“ wurde am 13. Mai 1988 eröffnet und hat ein Fassungsvermögen von 10.000 Plätzen. Das Leichtathletikstadion war bereits mehrfach Spielstätte für überregionale Spiele. Es fanden mehrere Spiele des Fuji-Cups in diesem Stadion statt (unter anderem zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln) sowie zahlreiche Länderspiele deutscher Jugendnationalmannschaften (unter anderem das U-21-Länderspiel zwischen Deutschland und Marokko 1991) sowie ein Spiel der U-18-Fußball-Europameisterschaft 2000 zwischen Frankreich und Tschechien.[12]
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