E-Business (in älteren deutschen Texten) oder inzwischen mehrheitlich verwendet eBusiness (in internationalen Texten) ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie[1] (IuK). Die Bezeichnung eBusiness ist mit Ausnahme geschützter Zusammensetzungen frei verwendbar.
Der Begriff eBusiness hat sich zum Gattungsbegriff entwickelt, der in einer Vielzahl von Marken verwendet wird.[2] Er wird unterschiedlich weit ausgelegt und oft missverständlich verwendet.
IBM hatte den Begriff in den 1990er Jahren durch Werbekampagnen populär gemacht und dort die Schreibweise „eBusiness“ benutzt. IBM definiert den Begriff als „Neugestaltung strategischer Unternehmensprozesse und die Bewältigung der Herausforderungen eines neuen Marktes, der sich zunehmend durch Globalisierung auszeichnet und auf Wissen basiert.“ [3] Die strategischen Unternehmensprozesse schließen die gesamte Wertschöpfungskette und die Beziehungen eines Unternehmens mit dessen Partnern ein.[4] Diese Beschreibung des E-Business-Begriffs lässt eine Konkretisierung der „Neugestaltung“ offen und ebenso, mit welchen Mitteln E-Business realisiert werden soll, obwohl der Begriff selbst eine Umsetzung durch elektronische, also Informations- und Kommunikationstechnologie suggeriert.
Weiterhin definiert Thome eBusiness als „integrierte Ausführung aller digitalisierbaren Bestandteile ökonomischer Prozesse“.[5] Diese Definition des eBusiness stellt eine Beziehung zur IuK-Technologie (digitalisierbar) her und konkretisiert die von IBM geforderte Neugestaltung durch die integrierte Ausführung der ökonomischen Prozesse. Thome versteht darunter also die medienbruchfreie, rechnerbasierte und automatisierte Verarbeitung von Informationen in ökonomischen Prozessen.[6]
Der Begriff „ökonomische Prozesse“ schließt allerdings volkswirtschaftliche Prozesse mit ein, die laut Thome nicht Betrachtungsgegenstand sind, wenn er definiert, dass damit sämtliche Anstrengungen gemeint sind, bei denen Wirtschaftssubjekte Güter gegen Gegenleistung abtreten.[5]
Aufgrund der zwei wesentlichen Bedeutungen des Substantivs „Business“ lassen sich auch zwei Bedeutungen für den Begriff „eBusiness“ ableiten.
Zum einen bedeutet es Handel, also der Prozess des Kaufens und Verkaufens von Gütern.[7] In diesem Sinne lautet die Übersetzung von „eBusiness“ demnach „Elektronischer Handel“ und „ökonomische Prozesse“ bezieht sich auf Markt-Transaktionen. Dies ist auch die Bedeutung der von Thome vorgestellten Definition.[6]
Elektronische Kollaboration oder E-Collaboration steht für eine Fülle von Maßnahmen zur dezentralen computergestützten Zusammenarbeit von zeitlich oder räumlich getrennten Teams und Gruppen. In mehreren Stufen haben sich Werkzeuge wie E-Mail, Kalender und in der neuesten Stufe Wikis und Blogs etabliert. Eingesetzt werden diese Werkzeuge (E-Collaboration Tools) häufig von Teams, welche nicht zur gleichen Zeit oder Ort, jedoch an einer gemeinsamen Aufgabe oder an einem Projekt arbeiten.
Mit eBusiness ist das Geschäft im Sinne von Unternehmen gemeint,[7] so dass eine Übersetzung auch „Elektronisches Geschäft“ oder „Elektronisches Unternehmen“ lauten kann. „Ökonomische Prozesse“ bezieht sich dann auf die Gesamtheit der Geschäftsprozesse, die auch die vorlaufenden und nachfolgenden Markttransaktionen mit einschließen. Diese Definition folgt der von IBM vorgestellten Idee des eBusiness.[4]
Auch die von Thome verwendete Aussage digitalisierbare Bestandteile ist ungenau, da sie sich nur auf die Strukturebene der Integration bei der Automatisierung bezieht und die Automatisierung der Verhaltensebene ausschließt. Der Begriff „digitalisierbar“ sollte durch „automatisierbar“ in Bezug auf IuK-Technologien ersetzt werden, da somit die Struktur- und die Verhaltensebene einbezogen werden. Außerdem wird durch den Begriff „automatisierbar“ deutlich, dass die Restriktionen Wirtschaftlichkeit und technische Machbarkeit erfüllt sein müssen, um einen Geschäftsprozess durch eBusiness abbilden zu können.
Demnach bedeutet eBusiness „die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.“[8]
Diese Definition zeigt, dass sich eBusiness zum einen auf Transaktionskosten durch die Integration der Geschäftsprozesse und zum anderen auf die Durchlaufzeit bzw. Übertragungskosten durch die Automatisierung auswirkt. Da Integration aber zunächst auf der organisatorischen Seite stattfindet und diese dann mit Hilfe von IuK-Technologien, soweit technisch realisierbar, automatisiert werden kann, ist eine erfolgreiche Durchführung von eBusiness an organisatorische Anpassungen, wie die Prozess-, die Aufgaben- und die Datenintegration, gebunden. Demnach kann eBusiness die Erfolgspotentiale zwar generieren, aber sie können nur durch die Umstrukturierung organisatorischer Abläufe abgerufen werden.[6]
Zur Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens bedient man sich zahlreicher Hilfsmittel.
Folgende Softwaresysteme werden u. a. im eBusiness verwendet:
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel E-Business aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |