| E.ON Hanse AG | |
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1. September 2003 |
| Sitz | Quickborn |
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| Umsatz | 551,34 Mio. EUR (2010)[1] |
| Branche | Energie |
| Website | eon-hanse.com |
Die E.ON Hanse AG ist Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Quickborn. Mehrheitlich gehört das Unternehmen dem E.ON-Konzern. Die E.ON Hanse beliefert rund 1,3 Mio. Kunden in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen mit Strom, Erdgas, Wasser oder Wärme. Dabei werden jährlich etwa 12 Mrd. Kilowattstunden Strom und 40 Mrd. Kilowattstunden Gas verkauft.
Die E.ON Hanse AG wurde am 1. September 2003 aus der Schleswag, HeinGas und HanseGas durch Fusion gebildet.[2]
Der Umsatz des Unternehmens belief sich im Jahr 2005 auf rund 2,6 Milliarden Euro.
Der Vorstand wird vom Vorsitzenden Hans-Jakob Tiessen geführt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Udo Bottländer (Personalvorstand und Arbeitsdirektor), Andreas Fricke (kaufmännischer Vorstand) und Matthias Boxberger (seit 1. Januar 2011 technischer Vorstand).[1]
Der Aufsichtsrat besteht aus 20 Mitgliedern, darunter zehn Arbeitnehmervertreter und mehrere Landräte. Folgende Personen sitzen im Aufsichtsrat:
Neben der E.ON Energie AG (73,82 %) existieren folgende kommunale Anteilseigner (26,18 %)[4][1]:
E.ON Hanse unterhält folgende Tochterunternehmen (Auswahl der Unternehmen mit über 1 Mio. Euro Eigenkapital[1])
Um der in Schleswig-Holstein präsenten Bewegung zur Rekommunalisierung entgegenzuwirken, wurde durch die E.ON Hanse 2010 die Schleswig-Holstein Netz AG gegründet, an der sich Kommunen beteiligen können, E.ON Hanse aber die Mehrheit hat.[5]
Allerdings droht ihr der Verlust des Gasversorgungsnetzes in Hamburg; gegenwärtig erfolgt dort der Versuch einer einvernehmlichen Wertbestimmung des Hamburger Netzes, der die Basis eines möglichen Kaufpreises wäre.[6] Das Hamburger Netz betreibt E.ON Hanse über seine Tochtergesellschaft Hamburg Netz GmbH. Die Initiative "Unser Hamburg – unser Netz" fordert seit 2010 den vollständigen Rückkauf der Energieversorgungsnetze in der Hansestadt. Per Volksabstimmung während der Bundestagswahl 2013 will die Initiative die Rekommunalisierung der Netze erreichen.[7]
E.ON Hanse stellte mit der Freien und Hansestadt die Kooperationsvereinbarung "Energiekonzept für Hamburg"[8] auf, welche auf der Landespressekonferenz am 29. November 2011 präsentiert wurde.[9] Der Hamburger Senat strebt eine Beteiligung der Stadt an den Netzen in Höhe von 25,1 Prozent an[10] und findet dafür nach einer Infratest-Dimap-Umfrage von Januar 2012 eine mehrheitliche Unterstützung in der Bevölkerung[11].
Vor dem Hintergrund, dass das Kohlekraftwerk Moorburg und die dazugehörige Fernwärmetrasse seitens der Stadt Hamburg nicht verhindert werden konnte und der andauernden Konflikte der Stadt Hamburg mit der Vattenfall-Gruppe, ist die Gründung der Hamburg Energie GmbH erfolgt, um verlorengegangenen energiepolitischen Einfluss zurückzugewinnen.[12] Ziel ist die Übernahme der Energienetze (Strom, Gas, Fernwärme), um einen Umbau der städtischen Energieversorgung hin zu Erneuerbaren Energien vorzunehmen, insbesondere zur Abkehr von Kernenergie und fossilen Brennstoffen. Perspektive hierfür ist das Jahr 2014. Zu dem Zeitpunkt laufen die Konzessionsverträge aus beziehungsweise sind durch die Stadt Hamburg kündbar.[13]
Der Verlust des Hamburger Gasversorgungsnetzes würde erhebliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustsituation der E.ON Hanse-Gruppe haben, da in der Energiewirtschaft erhebliche Deckungsbeiträge im Netzgeschäft erwirtschaftet werden und der reine Energieverkauf nur geringe Margen einbringt. Zudem würde damit ein langfristiger Verlust an Kunden im Hamburger Energiehandel erfolgen.
Die E.ON AG als Muttergesellschaft hat 2010 aufgrund der erwarteten finanziellen Belastungen aus dem Energiekonzept der Bundesregierung einen Strategiewechsel angekündigt. Demnach wird sich der Konzern zukünftig auf das Kraftwerkgeschäft, schwerpunktmäßig im Ausland konzentrieren. Zwecks Schuldenabbau wird in diesem Zusammenhang erwartet, dass die Strom- und Gasnetze für die E.ON AG an Bedeutung verlieren und sukzessive verkauft werden. Die Auswirkungen dieses Strategiewechsels auf mögliche Übernahmeverhandlungen bleibt abzuwarten[14]. Für E.ON spiele Norddeutschland eine wichtige Rolle, um die unternehmerischen Chancen der Energiewende zu nutzen, betonte E.ON Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen im Hinblick auf die Bedeutung der Region als Windkraftstandort[15].
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