| EgyptAir | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | MS | |
| ICAO-Code: | MSR | |
| Rufzeichen: | EGYPTAIR | |
| Gründung: | 1932 | |
| Sitz: | Kairo, |
|
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Flughafen Kairo | |
| Leitung: | Hussein Massoud (CEO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 21.000 (2007) | |
| Fluggastaufkommen: | 6,8 Millionen (2008) | |
| Allianz: | Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | EgyptAir Plus | |
| Flottenstärke: | 76 (+ 7 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
EgyptAir (arabisch مصر للطيران Misr Lil-Ta-yraan) ist die staatliche ägyptische Fluggesellschaft mit Sitz und Heimatbasis in Kairo und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.
EgyptAir wurde im Mai 1932 unter dem Namen Misr Airwork als Privatunternehmen gegründet und nahm den Flugbetrieb mit einem Flug von Kairo nach Alexandria auf. Der Name setzt sich aus der arabischen Bezeichnung für Ägypten (Misr) und dem Namen der britischen Firma Air Works zusammen, welche sich an der Firma beteiligte. Der Ursprung des Flugwesens in Ägypten lag bei dem nationalen Pionier Mohamed Sedqi, der am 14. Dezember 1929 mit seinem Flugzeug „Fayza“ von Berlin nach Kairo flog und dort am 25. Januar 1930 eintraf. Kurze Zeit danach unterzeichneten der König Fuad I. und Premierminister Ismail Sidki Pasha einen Erlass zur Gründung eines nationalen Luftfahrtunternehmens.
Die neue Fluggesellschaft übernahm zuerst Taxiflüge mit Kleinflugzeugen u.a. nach Khartum, Bagdad, Benghasi und Damaskus. Nach der 1933 erfolgten Übernahme zweier sechsitziger de Havilland D.H.84 Dragon wurden die ersten Linienflüge von Kairo über Alexandria nach Marsa Matruh eingerichtet. Dazu kamen 1935 zwei größere D.H. 89 Dragon Rapide.
Im Zweiten Weltkrieg übernahm der Staat Ägypten die Fluggesellschaft und benannte sie in Misr Airlines um, was 1946 in MisrAir geändert wurde. Nun wurde auch die Flugzeugflotte modernisiert. So kamen die Vickers Viking und Sud-Est SE.161 dazu.[1] 1956 ging MisrAir zusammen mit Syrian Arab Airlines in United Arab Airlines (UAA) auf, die als Luftfahrt-Allianz arabischer Staaten geplant war. Obwohl Syrian Airlines nach kurzer Zeit wieder ausstieg und sich keine weiteren Partner fanden, wurde der Name UAA für die internationalen Verbindungen – ab 1968 mit Boeing 707 – beibehalten, während MisrAir als Tochterunternehmen die regionalen Strecken bediente.
Seit dem 1. Oktober 1971 heißt das ganze Unternehmen EgyptAir. Das offizielle Signet ist seither eine stilisierte Darstellung des Falkengottes Horus aus der ägyptischen Mythologie. Ab 1977 wurden dann die ersten beiden Großraumflugzeuge Airbus A300 in Dienst gestellt, dem 1984 Boeing 767 und 1988 Boeing 747 folgten.
Mit Air Sinai betreibt EgyptAir eine Tochtergesellschaft, die vorwiegend Inlandsziele und Flughäfen in benachbarten Ländern bedient. Um das Problem zu lösen, dass Flugzeuge von den internationalen Flügen abends noch nationale Flüge durchführen mussten und somit oft verspätet waren, wurde die Regionalfluggesellschaft EgyptAir Express im Jahr 2007 gegründet. Die Fluggesellschaft betreibt eine reine Embraer-170-Flotte, die Anfang des Jahres 2007 bestellt wurden.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization und seit 11. Juli 2008 auch der Star Alliance.
Durch die Auswirkungen der Revolution in Ägypten 2011 erlitt EgyptAir zeitweise Umsatzeinbrüche von etwa 80 % und muss infolge dessen eine geplante Expansion mit neuen Zielen und Flugzeugen zunächst zurückfahren.[2] Im Februar 2011 wurde zudem bekannt, dass EgyptAir in Folge der aufgrund der Revolution zurückgegangenen Fluggastzahlen bis zu einem Drittel ihrer Flotte auf dem Leasingmarkt anderen Fluggesellschaften anbieten will, darunter auch die neuen Boeing 777-300ER.[3]
EgyptAir fliegt ab Kairo im Linienbetrieb folgende Ziele in der ganzen Welt an: Accra, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a. M., München, Algier, Tunis, Wien, Bahrain, Brüssel, Montréal, Peking, Guangzhou, Larnaca, Addis Abeba, Paris, Athen, Budapest, Mumbai, Mailand, Rom, Tokio, Osaka, Amman, Entebbe, Nairobi, Khartum, Kuwait, Beirut, Tripolis, Kuala Lumpur, Casablanca, Amsterdam, Muscat, Lissabon, Doha, Moskau, Riyadh und weitere Ziele in Saudi Arabien. Des Weiteren werden noch Johannesburg, Barcelona, Madrid, Genf, Aleppo, Bangkok, Istanbul, Damaskus, London Heathrow, Sanaa und New York von EgyptAir bedient. Weiterhin werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch Dubai, Abu Dhabi, Al Ain und Sharjah angeflogen. Im Charterbetrieb werden auch Ziele wie Kopenhagen angeflogen.
In Ägypten werden zahlreiche Ziele angeflogen - von Kairo aus nach Abu Simbel, Luxor, Alexandria, Assuan, Asiut, Hurghada, Marsa Alam, Mersa Matruh und Sharm El Sheikh. Die einzelnen ägyptischen Destinationen werden untereinander von EgyptAir Express bedient.
In Kooperation mit Aerosvit Airlines, Austrian Airlines, British Midland Airways, Gulf Air, Korean Air, Lufthansa, Olympic Air, Saudi Arabian Airlines, Singapore Airlines, Royal Air Maroc, South African Airways, Swiss International Air Lines, TAP Portugal, Thai Airways, Tunisair, Turkish Airlines und Yemenia werden in Codeshare-Abkommen weitere Ziele bedient. Durch die Aufnahme in die Star Alliance am 11. Juli 2008 wurden weiterhin noch LOT Polish Airlines, Air China, Air Canada, Air New Zealand, All Nippon Airways, Asiana Airlines, Shanghai Airlines, United Airlines, US Airways, Blue1, Croatia Airlines, Adria Airways, SAS Scandinavian Airlines und Spanair als Partner voll integriert.
Mit Stand Dezember 2011 besteht die Flotte der EgyptAir[4] und ihrer Frachtflugtochter EgyptAir Cargo[5] sowie der Regionalfluggesellschaft EgyptAir Express[6] aus 77 Flugzeugen:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[7][8] | Anmerkungen | Sitzplätze(First/Business/Economy)[9] |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A300B4-200F | 2 | Frachtmaschinen der EgyptAir Cargo | - | |
| Airbus A300-600RF | 2 | Frachtmaschinen der EgyptAir Cargo | - | |
| Airbus A320-200 | 13 | 145 (-/16/129) | ||
| Airbus A321-200 | 4 | 185 (-/10/175) | ||
| Airbus A330-200 | 7 | 268 (-/24/244) | ||
| Airbus A330-300 | 3 | 2 | 301 (-/36/265) | |
| Airbus A340-200 | 3 | 260 (12/24/224) | ||
| Boeing 737-500 | 4 | 104 (-/8/96) | ||
| Boeing 737-800 | 17 | 3 | mit Winglets ausgestattet | 144 (-/24/120) |
| Boeing 777-200ER | 4 | 319 (12/21/286) | ||
| Boeing 777-300ER | 6 | geleast von GECAS | 346 (-/49/297) | |
| Embraer 170 | 12 | betrieben durch EgyptAir Express | 76 (-/-/76) | |
| Gesamt | 77 | 7 |
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Egyptair aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |