Ehrlichkeit bezeichnet die sittliche Eigenschaft[1] des Ehrlichseins (von „ehrlich“, ahd. „êrlîh“, mhd. „êrlîch“)[2] und wird heute meist in der Bedeutung von Redlichkeit, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Geradlinigkeit und Fairness verwendet.[3]
Die Ehre (Ehrenhaftigkeit) als persönliches Attribut kann als Ergebnis der Ehrlichkeit (ehrlichen Verhaltens) angesehen werden. Dabei unterliegt der Begriff allerdings auch einer Bedeutungsverschiebung im Laufe der Zeit: „Parallel läuft die Entwicklung von »ehrlich« und »Ehrlichkeit«. Bis vor einigen Jahrzehnten verstand man unter einem ehrlichen Menschen einen, der nicht lügt und nicht stiehlt. In neuerer Zeit – kurz nach dem Zweiten Weltkrieg durch literarische Werke wie etwa Osbornes »Look back in Anger« (›Blick zurück im Zorn‹) oder Kingsley Amis' »Lucky Jim« angebahnt – hat sich ein Bedeutungswandel vollzogen: Als »ehrlich« gilt heute in erster Linie, wer zu sich selbst steht und nichts beschönigt.“[4] Unterschieden wird Ehrlichkeit im Reden, was bedeutet, die Wahrheit zu sagen, und die Ehrlichkeit im Verhalten, einen übernommenen Auftrag, ohne einen eigenen Vorteil wahrzunehmen und im Sinne des Auftraggebers sachlich zu Ende führen.[5]
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