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Das Konzept des Equilibrismus (zusammengesetzt aus lat.:aequus (gleich) und libra (Waage)) ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die existentiellen globalen Probleme im sozialen, politischen und ökologischen Bereich in einem Gesamtzusammenhang betrachtet, um nachhaltige Lösungswege finden zu können, um eine dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus zu finden. Außerdem bezeichnet Equilibrismus einen Verein, der global agiert und versucht diese Ziele bekannt zu machen und umzusetzen.
Das Konzept des Equilibrismus wird von Volker Freystedt und Eric Bihl in dem Buch "Equilibrismus – Neue Konzepte statt Reformen für eine Welt im Gleichgewicht" dargestellt. Der Equilibrismus (»Gleichgewicht«) will fehlerhafte Systeme nicht »reformieren«, sondern durch Rückbesinnung auf die Grundfragen neue Modelle entwickeln. Das gilt vor allem für unsere Wirtschaftsordnung, in deren Gefolge aber auch für Politik, Ökologie, Kultur und Sozialwesen. Dabei ist dem Equilibrismus immer die Gesamtschau wichtig, die alle Folgen unserer Aktivitäten berücksichtigt. Im Gegensatz zur heute vorherrschenden anthropozentrischen Sichtweise erkennt das sozioökologische Wirtschaftskonzept des Equilibrismus die Regeln und Kreislaufgesetze der Natur an und sieht den Menschen als einen Teil der Natur.
Die vier Grundpfeiler des Equilibrismus sind:
Daneben streben die Equilibristen auch eine neue Ordnung für Gesellschaft und Staat an. Anstelle eines einheitlichen Parlaments gäbe es in einem equilibristischen Staat vier Parlamente, das politische, das Wirtschafts-, das Kultur- und das Grundwerteparlament. Der Equilibrismus greift hiermit die Theorie der Viergliederung von Johannes Heinrichs auf. Die Verwaltung soll regionalisiert werden und nach dem Prinzip der Subsidiarität arbeiten. Außerdem soll der Verzicht eine gesellschaftliches Ideal werden.
Hauptartikel: Das Tahiti-Projekt, MAEVA! und GO! Die Ökodiktatur
Der Autor Dirk C. Fleck schrieb insgesamt zwei Bücher über den Equilibrismus. In „Das Tahiti-Projekt“ beschreibt er, wie auf Tahiti in Französisch-Polynesien das Konzept des Equilibrismus umgesetzt wird. In der Fortsetzung „MAEVA!“ wird erzählt wie sich der Equilibrismus weltweit durchsetzt. Dagegen erzählt der Roman "GO! Die Ökodiktatur", was passieren würde, wenn keine ganzheitliche Änderung zustande käme.
Um zu zeigen, dass der Equilibrismus funktionieren kann, soll ein Musterstaat nach dessen Vorbild entstehen. Derzeit prüft der Equilibrismus e.V. Regionen, die dafür geeignet sein könnten. Laut dem Verein seien dafür am besten unabhängige Inseln mit überschaubarem Wirtschaftsraum, politischer und sozialer Stabilität geeignet. Aber auch private Inseln oder extraterritoriale Gebiete würden in Betracht gezogen. Der Brennpunkt liege dabei in Französisch-Polynesien. Nachdem der ursprüngliche Wunschkandidat Moorea gescheiterts sei, prüfe man nun die Insel Rapa Iti wie auch den Inselstaat Niue.
Der Equilibrismus wird vom österreichischen Unternehmen Sonnentor unterstützt und gefördert.
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