| Erzbistum Freiburg | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat | Deutschland |
| Kirchenprovinz | Freiburg |
| Diözesanbischof | Robert Zollitsch |
| Weihbischof | Paul WehrleRainer KlugBernd Uhl |
| Emeritierter Weihbischof | Wolfgang Kirchgässner |
| Generalvikar | Fridolin Keck |
| Fläche | 16.229 km² |
| Vikariate | 7 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Dekanate | 26 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Pfarreien | 1.075 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Einwohner | 4.776.000 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Katholiken | 2.023.033 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Anteil | 42,4 % |
| Diözesanpriester | 965 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Ordenspriester | 235 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Ständige Diakone | 218 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Katholiken je Priester | 1.686 |
| Ordensbrüder | 354 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Ordensschwestern | 1.788 (31. Dezember 2008 / AP2010) |
| Ritus | Römischer Ritus |
| Liturgiesprache | Deutsch |
| Kathedrale | Freiburger Münster |
| Website | www.erzbistum-freiburg.de |
| Suffraganbistümer | MainzRottenburg-Stuttgart |
| Kirchenprovinz | |
Das Erzbistum Freiburg im Breisgau (lateinisch: Archidioecesis Friburgensis) ist eine Diözese in Baden-Württemberg und umfasst die früheren Länder Baden, Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen. Das Erzbistum Freiburg wird von einem Erzbischof geleitet, welcher zugleich Metropolit der Oberrheinischen Kirchenprovinz mit den beiden Suffraganbistümern Mainz und Rottenburg-Stuttgart ist. Erzbischof Robert Zollitsch ist seit dem 18. Februar 2008 der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz. Das Erzbistum Freiburg ist mit 2.023.022 Katholiken (Stand: 31. Dezember 2008) im Diözesangebiet das zweitgrößte Bistum Deutschlands.
Das Erzbistum Freiburg wurde 1821 aus dem Bistum Konstanz und Teilen der Bistümer Mainz, Straßburg, Worms, Speyer und Würzburg gegründet (Zirkumskriptionsbulle Provida solersque). Das Freiburger Münster, welches bislang eine einfache Stadtpfarrkirche war, wurde zur Metropolitankirche erhoben. Die Wahl des Bischofs gestaltete sich schwierig, da der erste Kandidat Ignaz Heinrich von Wessenberg vom Papst als Kandidat verworfen wurde und sein Nachfolger, Ferdinand Geminian Wanker, im Zuge der Verhandlungen verstarb.[1]
1827 nahm der bisherige Freiburger Münsterpfarrer Bernhard Boll, der zuvor in der Freiburger Universitätskirche zum Bischof geweiht wurde, das Freiburger Münster in Besitz und wurde erster Erzbischof von Freiburg. Dem neuen Erzbistum wurden die Bistümer Mainz, Fulda, Bistum Rottenburg und Limburg als Suffraganbistümer zugeordnet. Im Zuge des Preußenkonkordats von 1929 wurde das Bistum Limburg der Kirchenprovinz Köln und das Bistum Fulda der Kirchenprovinz Paderborn zugeordnet. Infolge des Todes von Erzbischof Boll am 16. März 1836 wurde, nach einer neunmonatigen Vakanz, Ignaz Demeter am 29. Januar 1837 zweiter Erzbischof von Freiburg. In Demeters Amtszeit fallen vor allem Auseinandersetzungen mit dem Großherzogtum Baden und Querelen innerhalb des Freiburger Diözesanklerus. Demeter verstarb nach fünfjähriger Amtszeit am 21. März 1842. Am 26. März 1843 wurde der vormalige Freiburger Weihbischof Hermann von Vicari dritter Erzbischof von Freiburg. In seine Amtszeit fielen die Ereignisse um die Badische Revolution sowie weitere kirchenrechtliche Konflikte mit dem Großherzogtum Baden. Im Alter von 94 Jahren starb Vicari im Amt am 14. April 1868. Infolge des Badisches Kulturkampfes blieb der Stuhl des Freiburger Erzbischofs bis 1882 unbesetzt. In dieser Zeit (1868–1881) war Lothar von Kübel Erzbistumsverweser.
Das Verhältnis des Bistums zum Staat sowie die Besetzung des Bischofsstuhles und die Zusammensetzung des Domkapitels wurden im Badischen Konkordat von 1932, das bis heute Geltung hat, geregelt.
Ein Kirchensterben ist im heutigen Erzbistum Freiburg nicht zu beobachten. Gleiches gilt für das Fusionieren von Pfarreien, welche für das Jahr 2015 angestrebt wird. Für die Erzdiözese Freiburg gilt bisher das Konzept der Seelsorgeeinheiten.
Am 1. November 2005 setzte Erzbischof Robert Zollitsch erstmals in der Geschichte der Erzdiözese „Pastorale Leitlinien“ in Kraft. Sie stehen unter dem Titel: Den Aufbruch gestalten.[2]
Das Erzbistum Freiburg gliedert sich in sieben Regionen, diese wiederum gliedern sich seit der Dekanatsreform ab 1. Januar 2008 in 26 Dekanate.[3]
Die nördlichste Pfarrgemeinde ist die Pfarrei St. Laurentius Freudenberg.
Durch die Neuordnung der Dekanate reduzierte sich deren Zahl von 39 auf 26. Die Regionen blieben unverändert.
Das Erzbistum Freiburg ist weitgehend deckungsgleich mit dem früheren Großherzogtum Baden sowie dem früheren preußischen Regierungsbezirk Hohenzollern.
Die Erzdiözese Freiburg führt unter dem Dach der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg 18 Gymnasien, sechs Realschulen, eine Grundschule, ein Berufskolleg und zwei Internate zusammen.
In Freiburg unterhält die Erzdiözese ein Priesterseminar, das Collegium Borromaeum (CB), in dem die Priesteramtskandidaten während ihrer gesamten Ausbildung wohnen. Das CB liegt in unmittelbarer Nähe zum Freiburger Münster und zum Erzbischöflichen Ordinariat. Die an das Studium anschließende pastorale Ausbildung erfolgte bisher im Priesterseminar in St. Peter. Durch die 2006 erfolge Zusammenlegung mit St. Peter ist das Collegium Borromaeum jetzt ein Vollseminar.
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