Esskultur umfasst das gesamte kulturelle Umfeld der Ernährung des Menschen, also beispielsweise Dekoration und Tischsitten, Rituale und Zeremonien, Speisen als Symbole der Reinheit oder der Sünde, oder auch regionale Spezialitäten und damit kulturelle Identifikation. Seit der Antike hatte das Essen stets mit sozialem Status, politischer und religiöser Macht zu tun (vgl. auch Ernährungssoziologie).
Heute bestimmen in vielen Kulturkreisen weniger die Fastengebote als vielmehr die Einsicht in gesundheitliche Zusammenhänge eventuelle Bestrebungen zur Mäßigung. Gleichzeitig dominieren die Hektik und damit Fertignahrung und Fastfood den Alltag. Oft wird in diesem Zusammenhang ein Verlust der Esskultur kritisiert. Denn häufig gibt es keine festen Mahlzeiten mehr: Sie werden abgelöst von einem konstanten, über den Tag verteilten „Snacking“. Die Kochkunst ist gegenüber dem „Snacking“ bestimmt von Tradition und Innovation, denn das Kochen war einer der ersten kreativen Akte der Menschheit; die Haute Cuisine versteht sich als echte Kunst.
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Esskultur erfolgt durch die volkskundliche Nahrungsforschung, die Kulturgeschichte und die Ernährungssoziologie.
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