Montag, 28. Mai 2012

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Eva Rechel-Mertens

Eva Rechel-Mertens (geborene Mertens; * 1895; † 1981) war eine deutsche Übersetzerin französischer Literatur.

Eva Rechel-Mertens wuchs in Frankfurt an der Oder auf[1] und studierte Romanistik in Heidelberg. Sie wurde bei Ernst Robert Curtius mit einer Arbeit über „Balzac und die bildende Kunst“ promoviert. Bekannt wurde sie vor allem als Proust-Übersetzerin. Ihre Übersetzung des Romans „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ erschien ab 1953 beim Suhrkamp Verlag und war 1957 abgeschlossen.[2] Daneben übersetzte sie aus dem Französischen u.a. Honoré de Balzac, Roger Martin du Gard, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir (u.a. „Das andere Geschlecht“), Julien Green, Gustave Flaubert; aus dem Italienischen übersetzte sie Federico Fellini. 1966 erhielt sie (mit dem französischen Musil-Übersetzer Philippe Jaccottet) insbesondere für ihre Proust-Übersetzung den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Ihr Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Eta Harich-Schneider: Charaktere und Katastrophen, Ullstein 1978
  2. Suhrkamp erwarb 1949 die Rechte. Die ältere Übersetzung des Altphilologen Rudolf Schottländer (ab 1926, Schmiede Verlag) war von Curtius – der sich angeblich vorher selbst vergeblich beim Verlag als Übersetzer andienen wollte – vernichtend kritisiert worden, so dass auf Druck der französischen Verleger beim Piper Verlag ab 1927 andere Übersetzer, Franz Hessel und Walter Benjamin, eingesetzt wurden. Rechel-Mertens selbst äußert sich zur Übersetzung in einer Rede zur Verleihung des Voss-Preises, die im Jahrbuch der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung 1966 abgedruckt wurde.
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