Montag, 28. Mai 2012

Themen


Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (ELCIN; engl. The Evangelical Lutheran Church in Namibia) ist mit knapp rund 700.000 Gemeindemitgliedern[2] die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia. Neben ihr bestehen die überwiegend südnamibische Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia sowie die deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Geschichte

Der finnische Missionar Martti Rautanen in Olukonda (1899)
Evangelische Kirche Ongwediva (2011)

Die Kirche ging aus der seit den 1870er Jahren betrieben Missionsarbeit der Finnischen Evangelisch-Lutherischen Missionsgesellschaft (FELM) der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands hervor. Die ersten Taufen fanden am 6. Januar 1883 statt. Seit 1954 kam es zur Bildung der Evangelisch-Lutherische Ovambo-Kavango-Kirche, die 1984 in den heutigen Namen umbenannt wurde. Die ELCIN spielte im Kampf um die Unabhängigkeit Namibias eine wichtige Rolle. Durch die geographische Lage von Ovambo- und Kavangoland an der Grenze zu Angola lag die Kirche jahrelang im Zentrum des Aufmarschgebietes der südafrikanischen Armee für den Bürgerkrieg in Angola und des Kampfes gegen die Unabhängigkeitsorganisation SWAPO.

Die Kirche betreibt zwei Privatschulen in Oshigambo (High School, gegründet 1960) und in Nkurenkuru (High school, gegründet 1990).

Vorsitzende Bischöfe seit 1957

  • Leonard Auala (1960–1978)
  • Kleopas Dumeni (1978–2000)
  • Apollos Kaulinge (2000–2004)
  • Tomas Shivute (2004–2010)
  • S. Nambala und Josephat Sanghala (beide seit 2011)[3]

Gliederung

Obwohl die ELCIN in Bezug auf ihre Mitgliederzahl die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia ist, erstreckt sich das Kirchengebiet weitestgehend auf die Regionen Nordnamibias von Kunene bis Caprivi. Mit dem Zuzug der Nordnamibier nach Windhoek und anderen Landesteilen hat die Kirche jedoch in ganz Namibia Zuwachs. Die Kirche gliedert sich derzeit in zwei Bistümer (Ongeleki Onkwaevangeli, paLuther muNamibia), bestehend aus insgesamt 18 Kirchenkreisen und 126 Kirchengemeinden. Sie hat ihren Sitz in Oniipa, Oshikoto in Nordzentralnamibia.

Literatur

  •  Gerhard L. Buys; Shekutaamba W. Nambala: History of the church in Namibia, 1805–1990. An introduction. Gamsberg Macmillan, Windhoek 2003.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.lucsa.org
  2. http://www.lutheranworld.org/lwf/wp-content/uploads/2011/03/LWF-Statistics-2010.pdf
  3. Congratulatory Message for The Newly Elected ELCIN Bishops By Jeremiah Nambinga, RDP, 21. April 2011
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 22. April 2012 um 02:44 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Evangelisch-Lutherische_Kirche_in_Namibia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP