Montag, 28. Mai 2012

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Eyb (Ansbach)

Eyb
Stadt Ansbach
Wappen von Eyb
Koordinaten: 49° 18′ N, 10° 36′ O49.29666666666710.6025
Koordinaten:
49° 17′ 48″ N, 10° 36′ 9″ O
Höhe: 403–440 m ü. NN
Fläche: 760 hadep1
Einwohner: 3.052 (1987)
Eingemeindung: 1. Okt. 1970
Postleitzahl: 91522
Vorwahl: 0981
Wappen derer von Eyb

Eyb (umgangssprachlich: Aib [1]) ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Ansbach, Mittelfranken.

Geografie

Unmittelbar östlich des Pfarrdorfs mündet der Eichenbach als linker Zufluss in die Fränkische Rezat.

Geschichte

Erstmals namentlich erwähnt wurde der Ort 1221 als Iwe mit der Bedeutung Siedlung bei der Eibe. Eyb ist der Stammsitz des fränkischen Adelsgeschlechts derer von Eyb. Frühe urkundliche Erwähnungen des Ortes betreffen die Kapelle der Pfarrei Eyb und datieren auf das Jahr 1043[2].

Das Kloster Heilsbronn erwarb dort im frühen 14. Jahrhundert zwei Güter von den Herren von Ellrichshausen und von Brand.

1800 gab es 49 Haushalte, von denen 39 dem Oberamt Ansbach und 10 einer Ritterschaft untertan waren.

Mit dem Gemeindeedikt war Eyb eine politisch eigenständige Gemeinde, zu der die Orte Aumühle, Kaltengreuth, Pfaffengreuth, Schockenmühle, Untereichenbach und Untereichenbacher Mühle gehörten. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern (1. Oktober 1970) wurde sie nach Ansbach eingemeindet[3]. Ein kleines Denkmal erinnert daran, dass Eyb eine Gemeinde mit langer Geschichte war.

Baudenkmäler

  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Lambertus: Der Bau, dessen Geschichte bis mindestens ins 11. Jahrhundert zurückreicht, wurde ab 1749 von Johann David Steingruber im sogenannten Markgrafenbarock errichtet. An der Südseite der Kirche erinnert ein Epitaph an Johann Schrenk, der 1661 als einer der österreichischen Exilanten des „Landl ob der Enns“ aus Glaubensgründen nach Eyb auswanderten.
  • Burgstall des Stammsitzes der Freiherren von Eyb, (Burg um 1460 zerstört) auf dem Grundstück Ansbacher Straße Nr. 2.
  • Ansbacher Straße 5: Zweigeschossiger Massivbau des 18. Jahrhunderts mit Ladeerker und Walmdach. Nebengebäude mit Mansarddach.
  • Ansbacher Straße 9: Zweigeschossiges Haus des 18. Jahrhunderts mit rustizierten Ecklisenen, Walmdach und Schleppgauben
  • Windsbacher Straße 5: Brauereigebäude mit 1615 bezeichnetes Rundbogenportal; zweigeschossiger Bau mit Walmdach; profilierte Erdgeschossfenster mit kleinen Voluten (Bau wohl im 19./20. Jahrhundert renoviert)
  • Mittelalterliches Steinkreuz aus Sandstein vor dem Haus Ansbacher Straße Nr. 20

Einwohnerentwicklung

  • 1856: 364 (nur Eyb)
  • 1910: 738 [4]
  • 1933: 878
  • 1939: 1080 [5]
  • 1963: 2175
  • 1987: 3052 (nur Eyb)[6]

Wappen

Das Eyber Wappen zeigt seit langer Zeit den Pfauenrumpf. Das rührt angeblich daher, dass Georg von Eyb Pfau tituliert wurde. Ab ca. 1400 zeigt das Wappen im Schild die Jakobsmuschel, während der Pfauenrumpf in das Oberwappen wanderte. Der Sage nach wurden Ludwig II. von Eyb nach einer Pilgerreise (1341) nach Palästina vom Kaiser 1352 drei rote Seemuschelschalen auf silbernem Schild verliehen. Die Kaiserin, deren Hofmeister er war, zeichnete den adligen Herrn „für treue Dienste“ mit einem goldenen Halsbändchen am Pfauenhals des Wappens aus.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Im Industriegebiet Eyb siedeln mehrere Firmen, unter anderem hat die HYDROMETER GmbH, ein weltweit bekannter Hersteller von Wasser- und Wärmezählern, dort ihren Hauptsitz.

Verkehr

Die Staatsstraße 2223 führt nach Ansbach bzw. nach Alberndorf. Die ANs 3 führt zur B 13. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kaltengreuth und Untereichenbach.

Literatur

  •  Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1800, Sp. 106, DNB 790364298.
  •  Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 72, DNB 480570132.
  •  Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale, Bd. 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, S. 92f., DNB 451224701.
  •  Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. C. H. Beck, Nördlingen 1879, S. 184-195, DNB 940177943.
  •  Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 134f., DNB 450093387.
  •  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7.

Weblink

Einzelnachweise

  1. E. Fechter, S. 72.
  2. http://www.st-lambertus-eyb.de/kirche/detail.php?nr=115&kategorie=einzelartikel
  3. W. Volkert (Hrsg.), S. 600.
  4. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  5. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
  6. http://gov.genealogy.net/ShowObjectSimple.do?id=EYBEYB_W8800
  7. http://www.st-lambertus-eyb.de/kirche/detail.php?nr=115&kategorie=einzelartikel

Siehe auch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Diese Seite wurde zuletzt am 24. April 2012 um 23:42 Uhr geändert.

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