| Fachhochschule Brandenburg | |
|---|---|
| Gründung | 1992 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Brandenburg an der Havel |
| Bundesland | Brandenburg |
| Staat | Deutschland |
| Präsident | Dr. Hans Georg Helmstädter |
| Studenten | 2.982 |
| Mitarbeiter | 201 |
| davon Professoren | 58 |
| Website | www.fh-brandenburg.de, www.living-campus.de |
Die Fachhochschule Brandenburg (kurz: FHB) ist eine staatliche Fachhochschule (engl.: University of Applied Sciences) im Bundesland Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland.[1] Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes stellt die organisatorisch übergeordnete Instanz dar.[2] Die Fachhochschule Brandenburg wurde am 13. April 1992 in der Stadt Brandenburg an der Havel gegründet, die somit erstmals Hochschulstadt wurde.[3]
Die Anlage der Fachhochschule Brandenburg befindet sich auf einem Campus. Der Schwerpunkt des Studienangebotes konzentriert sich seit Mitte der 90er Jahre auf die so genannten MINT-Fächer.[4]
Institutionell besteht die Fachhochschule Brandenburg aus den drei Fachbereichen Informatik und Digitale Medien, Technik sowie Wirtschaft. Zudem existieren weitere hochschultypische zentrale Einrichtungen:[5]
Eine Besonderheit in der brandenburgischen Hochschullandschaft stellen die drei Präsenzstellen der Fachhochschule Brandenburg dar. Die Einrichtungen dienen der Unterstützung strukturschwacher Bildungs- und Wirtschaftregionen.[7] Die Standorte sind:
Der Campus der Fachhochschule Brandenburg entstand auf dem Gelände der ehemaligen Kürassier-Kaserne der königlich-preußischen Armee.[11] Die Gebäude mit der roten Klinker-Fassade wurden zwischen 1877 und 1881 für das Kürassierregiment errichtet.[12] Nach wechselvoller militärischer und ziviler Nutzung wurden ab 1962 Offiziersschüler für Hubschraubergeschwader der nationalen Volksarmee der DDR ausgebildet, die den Abschluss eines Diplom-Ingenieurs erhielten.[13] Erst mit dem Einzug der Fachhochschule Brandenburg wurde das Gelände zu einer zivilen Bildungsstätte.[14] Ab dem Jahr 1993 wurden die historischen Gebäude saniert und um neue moderne Bauten ergänzt. Heute beherbergt der ehemalige Reitstall die Hochschulbibliothek und die damalige Reithalle das Audimax.
Die FH Brandenburg bietet aktuell 20 Studiengänge in den drei Fachbereichen Informatik und Medien, Technik und Wirtschaft an:[15]
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Im Hochschulranking des CHE schneiden die bisher gerankten Studiengänge der FHB regelmäßig gut bis sehr gut ab.[16] Die FHB befindet sich damit im oberen Drittel der gerankten Hochschulen in Deutschland.
Im Bereich der Lehre bestimmen Flexibilität und Diversität das Profil:[4] Studienangebote und Studienformate orientieren sich an den unterschiedlichen Bedürfnislagen von Studieninteressenten mit und ohne (Fach-)Hochschulreife. Anrechnungsverfahren und flexible Studienformate ermöglichen eine Vielzahl von neuen Zugangswegen in das Studium.[17] Im Jahr 2010 wurde vor diesem Hintergrund das Projekt „Weitersehen – Weiterbilden – Weiterkommen“ an der FHB gegründet, welches sich verstärkt mit diesem Thema befasst.[18] Mit unterschiedlichen Studienformaten wie Präsenz-, Online- oder Fernstudium wird auf die individuellen Lebensentwürfe reagiert.[4] Seit 2001 ist die FHB im „Hochschulverbund Virtuelle Fachhochschule (VFH)“ tätig, um eine dauerhafte Nutzung ihres Online-Studienangebotes zu gewährleisten.[19] Im Jahr 2004 war die FHB Gründungsmitglied im Hochschulverbund Distance Learning, der die Mitglieder bei der Entwicklung von Fernstudieninhalten unterstützt und begleitet.[20] Zudem wird seit vielen Jahren an der FHB 'blended learning' in Studium und Lehre durch Aufbau und Pflege eines entsprechenden technischen Umfeldes unterstützt (z.B. virtuelle Lehr- und Lernplattformen wie Moodle), so dass sich in einzelnen Fachbereichen die Nutzer- und Kurszahlen äußerst positiv entwickelt haben.[21]
Das Forschungsprofil der FHB ist seit der Gründung durch den Aufbau von verschiedenen Laboreinrichtungen und Studiengängen historisch gewachsen. Über den Publikationsserver sind Hochschulschriften in elektronischer Form (Diplom-, Bachelor-, Masterarbeiten und andere Veröffentlichungen) abrufbar[22], der Forschungsindex gibt einen Überblick über die Forschungsaktivitäten bestimmten Themengebieten.[23] Zudem werden Forschungsprojekte regelmäßig alle 2 Jahre im Forschungsbericht der FHB publiziert.[24] Seit Dezember 2009 werden vor dem Hintergrund der Zielvereinbarungen 2010–2012 zwischen FHB und MWFK die Hauptaktivitäten auf folgende drei Schwerpunktbereiche fokussiert:[25]
Durch das vorhandene Studienangebot sind die Schwerpunktbereiche jeweils einem federführenden Fachbereich zugeordnet, werden aber durch Lehrexporte und Forschungsprojekte in allen drei Fachbereichen interdisziplinär verankert. Alle Schwerpunktbereiche zählen zu den zentralen Themen des Landesinnovationskonzepts Brandenburg[26] wie auch der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg.[27]
FHB Transfer stellt die zentrale Anlauf- und Servicestelle für die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen in angewandter Forschung und Entwicklung dar.[28]
Der Fachbereich Informatik und Medien der FHB ist institutionelles Gründungsmitglied des Vereins „Gesund in Brandenburg“ e.V., der im April 2006 ins Leben gerufen wurde und eine Initiative zur Entwicklung der Gesundheitsstadt Brandenburg an der Havel und der Region darstellt.[29]
Die FHB kooperiert seit 2007 mit der benachbarten Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH. Die Hauptaktivitäten liegen auf den Forschungsfeldern der Bildgebenden Systeme, der Signalverarbeitung, der Bioinformatik, der Künstlichen Intelligenz und der Computervisualisierung.
Seit 2010 wird der Bachelor-Studiengang „Medizininformatik“ zudem durch eine Stiftungsprofessur der Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH deutlich gestärkt.[30]
Seit 2011 existiert das Gemeinschaftsprojekt Digital Care Support Ambient Assisted Living-System) zwischen dem Fachbereich Wirtschaft der FHB, der Charité, der TP Theorie&Praxis GmbH und der WebXells GmbH.[31]Demenzkranke und deren Angehörige werden durch mobile und digitale Technologien unterstützt, wodurch die Lebensqualität der Erkrankten nachhaltig erhöht und die Belastung der Pflegenden reduzieren werden soll.[32] Das Projekt wurde im Mai 2011 von der vom Netzwerk „iq Brandenburg“ als Projekt des Monats publiziert.[33]
Für einen Informationsaustausch zwischen allen Partnern der medizinischen Versorgung werden in unregelmäßigen Abständen Tagungen, Workshops und Vortragsreihen von der FHB organisiert:
Der Profilschwerpunkt „Energieeffizienz technischer Systeme“ nimmt vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und den Anspruch an Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Ingenieur- und Naturwissenschaften einen besonderen Stellenwert ein. Im gleichnamigen technischen Masterstudiengang (voraussichtlicher Start im Sommersemester 2012[38]) sollen aufbauend auf den Fachkenntnissen der Bachelorstudiengänge interdisziplinäre Fachkenntnisse vermittelt werden, um das umfangreiche Gebiet der Energieeffizienz ganzheitlich abdecken zu können.[39]
Im Jahr 2011 entstand das Kooperationsprojekt „Eco Rail Innovation (ERI)“[40] zwischen der Deutsche Bahn AG, der FHB und weiteren 11 Partnern, welches auf die Entwicklung innovativer Technologien abzielt, um die Vision „Nullemission 2050“ für den Sektor Bahn umzusetzen.[41] Als Forschungsfelder vorgesehen sind: Nachhaltige Antriebstechnologien, Emissionsfreie Energieerzeugung und -speicherung, Softwarelösungen für Energie-Management-Systeme; Mess-, Steuer- und Regelungstechnik Einsatz neuer Werkstoffe; Emissionsfrei Bahnhöfe, Terminals und Werkstätten.[42]
Für einen Informationsaustausch zwischen Branchenpartnern werden in unregelmäßigen Abständen Tagungen, Workshops und Vortragsreihen von der FHB organisiert:
Im Mittelpunkt der aktuellen Profilbildung "Unternehmenssicherheit" steht die Qualifizierung von Führungskräften im Umfeld der Unternehmenssicherheit. Dazu zählen der Master-Studiengang "Security Management" und Sicherheits-Spezialisierungen anderer Studiengänge der Fachhochschule. Ergänzend finden Forschungs- und Transferprojekte statt, die dieses Kompetenzfeld ergänzen.
Die thematischen Schwerpunkte im Bereich des Profils "Unternehmenssicherheit" liegen in der integrierten Betrachtungsweise für Sicherheitsaspekte, also der bewussten Überwindung von Verantwortlichkeitsgrenzen im Bezug auf physische Sicherheit, IT-Sicherheit oder Know-How-Schutz. Dies wird insbesondere im Master-Studiengang "Security Management" durch eine multidisplinäre Qualifizierung unterstützt.
Die Profilbildung profitiert erheblich von den Kooperationspartnern des Studiengangs "Security Management", mit denen die Lehre gemeinsam praxisnah und aktuell realisiert wird.[43] Im Rahmen der Forschungsaktivitäten bestehen unter anderem auch Kooperationen zu Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH, Probuilding e.V. oder ISQI GmbH.[44]
Neben den regelmäßigen hochschulinternen Runden zum Austausch zu Sicherheitsthemen stellt das jährliche Security Forum die zentrale Plattform für den Austausch mit den Kooperationspartnern und interessierten Gästen dar.
Im Hinblick auf den Bologna-Prozess sind bis auf den Diplom-Fernstudiengang Betriebswirtschaftslehre alle Studiengänge auf die international vergleichbaren Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt und zudem auch größtenteils akkreditiert.
Der Anteil ausländischer Studierender an der FHB liegt regelmäßig zwischen 7 – 10 %. Im Mai 2010 ist die FHB dem Nationalen Kodex für das Ausländerstudium beigetreten, welcher Qualitätsstandards für das Ausländerstudium an deutschen Hochschulen definiert.[51] International verankert ist die FHB zudem auch über ihre Partnerhochschulen.[52]
52.4118712.536858
Koordinaten: 52° 24′ 43″ N, 12° 32′ 13″ O
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