Montag, 28. Mai 2012

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Fernmeldeturm Bremen

Fernmeldeturm Bremen
Fernmeldeturm Bremen (1).jpg
Basisdaten
Ort: Bremen
Land Bremen
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 5′ 44,6″ N, 8° 47′ 30,8″ O53.0957222222228.791875
Koordinaten:
53° 5′ 44,6″ N, 8° 47′ 30,8″ O
Verwendung: Fernsehturm
Status: in Betrieb
Baudaten
Bauzeit: 1986
Betriebsdaten
Technische Daten
Gesamthöhe: 235,70 m
Aussichtsplattformen: 108,20 m
Baustoff: Stahl, Beton
Fernmeldeturm Bremen (Bremen)
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Der Fernmeldeturm Bremen (offizielle Bezeichnung des Bremer Fernsehturms) ist, ebenso wie der Fernmeldeturm Münster und der Friedrich-Clemens-Gerke-Turm in Cuxhaven, ein Nachbau des Fernmeldeturms Kiel (Entwurf: Architekten Gerhard Kreisel und Günter H. Müller, Kiel). Er ist 235,70 Meter hoch. Der Durchmesser der Betriebskanzel, die sich in 108,20 Metern Höhe befindet, beträgt 40 Meter.

Der Fernmeldeturm steht im Bremer Stadtteil Walle an der Utbremer Straße, etwa 2,5 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum (Marktplatz mit Rathaus, St.-Petri-Dom, Roland und den Bremer Stadtmusikanten). Errichtet wurde er ab der 32. Kalenderwoche 1982 als Nachfolger des Turmes im nahen Faulenquartier in der Innenstadt; die Fertigstellung erfolgte 1986. Er ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Alle UKW-Hörfunk- und TV-Programme von Radio Bremen in Bremen werden heute von diesem Turm abgestrahlt. Außerdem befindet sich auf dem Turm das 70-Zentimeter-Amateurfunkrelais DB0OZ mit der Ausgabefrequenz 438,825 MHz.

Betreiber und Eigentümer der Anlage ist die Deutsche Funkturm (DFMG), ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom mit Sitz in Münster. Um das Jahr 2000 wurde erwogen, in der Betriebskanzel ein Restaurant einzurichten. Diese Pläne wurden jedoch wieder verworfen.

Vorläuferbauwerke

Der heutige Fernmeldeturm hat mindestens drei Vorläuferbauwerke und zwar:

  • einen 90 Meter hohen Holzturm mit einer in der Turmkonstruktion aufgehängten Langdrahtantenne für Mittelwellenrundfunk; der Turm wurde 1933 errichtet und brannte 1939 in Folge eines Gewitters nieder;
  • einen Sendemast für Mittelwellenrundfunk, der bis 1950 zur Verbreitung des Programms von Radio Bremen diente;
  • einen kleineren Fernmeldeturm aus Stahlbeton.

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz (MHz) Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP (kW) Antennendiagrammrund (ND)/gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V)
93,8 Bremen Eins BREMEN_1 *1) D341 100 ND H
88,3 Nordwestradio NORDWEST D342 100 ND H
96,7 Funkhaus Europa FhEuropa D343 50 ND H
101,2 Bremen Vier BREMEN_4 *1) D344 100 ND H
95,0 Bremen Fünf  (Parlamentsradio)/NDR Info BREMEN_5/NDR_Info D345 (Bürgerschaftsübertragungen),  D384 Bremen 1 ND H
107,1 Deutschlandfunk ___DLF__ D210 100 ND H
100,3 Deutschlandradio Kultur DKULTUR_ D220 1 ND H
89,8 Energy Bremen _ENERGY_ 1342 1 D (280°-80°, 110°-200°) H
97,2 FluxFM _FluxFM_ 1028 Bremen 0,5 D (0°-270°) H
104,8 Hit-Radio Antenne HitRadio/Antenne_/_BREMEN_ DB89 Bremen 0,1 D (320°-20°, 90°-110°, 140°-200°, 230°-290°) H
92,5 Radio Weser.TV Weser.tv 1343 0,2 D (350°-200°, 230°-320°) H

*1): auch manchmal Laufschrift mit Sendungsinformationen, Musiktitelinformationen oder Webadressen

Digitales Radio (DAB)

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme ERP (kW) Gleichwellennetz (SFN)
5C DRDeutschland (D__00188) DAB+ Block der Media Broadcast: 10

Hinweis: Kursive Sender in Planung und Ausbau für 2012

06C In Planung/nicht in Betrieb 0,5 Fernmeldeturm Schiffdorf (Bremerhaven) (In Planung bzw. nicht in Betrieb)

Alle DMB-Projekte in Deutschland wurden eingestellt. Ebenso konnte sich der auf mobile Endgeräte optimierte DVB-H-Standard bisher nicht durchsetzen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass es zu DVB-H-Sendungen von diesem Turm kommen wird.

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die DVB-T-Ausstrahlungen laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Standorten. Das hier zugunst von rb TV im ARD-Multiplex fehlende tagesschau24 ist in weiten Teilen des Einzugsgebietes aus Steinkimmen empfangbar.

Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme im Multiplex ERP (kW) Sendediagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V) Modulations- verfahren FEC Guard- intervall Bitrate (MBit/s) SFN
22 482 ARD national (RB) 40 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen (Bremen-Walle), Steinkimmen, Fernmeldeturm Schiffdorf (Bremerhaven)
29 538 ARD regional (RB/NDR) 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen, Steinkimmen, Fernmeldeturm Schiffdorf, Friedrich-Clemens-Gerke-Turm (Cuxhaven)
32 562 ZDFmobil 32 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen, Steinkimmen, Fernmeldeturm Schiffdorf
42 642 RTL-Group Niedersachsen/Bremen 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen, Steinkimmen, Fernmeldeturm Schiffdorf
49 698 ProSiebenSat.1 Niedersachsen/Bremen 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen, Steinkimmen, Fernmeldeturm Schiffdorf
45 666 Gemischt Privat Bremen 20 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Fernmeldeturm Utbremen, Fernmeldeturm Schiffdorf

Analoges Fernsehen

Die Abstrahlung der analogen Fernsehsender wurde mit der Einführung von DVB-T eingestellt.

Kanal Frequenz (MHz) Programm ERP(kW) Sendediagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V)
22 479,25 Das Erste (RB) 190 ND H
29 535,25 Sat.1 (Niedersachsen/Bremen) 63 D H
32 559,25 ZDF 150 ND H
36 591,25 RTL (Niedersachsen/Bremen) 5 D H
42 639,25 NDR Fernsehen (Niedersachsen/Bremen) 237 ND H
46 671,25 ProSieben 10 D H
49 695,25 VOX 63 D H
58 767,25 RTL II 5 D H

Galerie

  • Tafel vor dem Zaun

  • Blick vom Turm Richtung Stadthalle Bremen

  • Blick vom Turm Richtung Hauptbahnhof

  • Blick vom Turm Richtung Nordwestknoten

  • Blick vom Turm direkt herunter

Besonderheiten

Der Fernsehturm dient seit Jahren einem Wanderfalken-Paar als Brutplatz.[1] Das Foto in der Infobox hat einen Falken erfasst (links vom Turm, oberhalb der obersten Plattform).

Einzelnachweise

  1. Wachposten auf dem Waller Fernsehturm. In: Weser-Kurier digital. Bremer Tageszeitungen AG, 3. Dezember 2009, archiviert vom Original am 3. Dezember 2009, abgerufen am 3. Dezember 2009. 

Siehe auch

Weblinks

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Diese Seite wurde zuletzt am 19. Mai 2012 um 22:32 Uhr geändert.

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