| Flughafen Hof-Plauen |
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| Kenndaten | |||
| IATA-Code | HOQ | ||
| ICAO-Code | EDQM | ||
| Koordinaten |
50° 17′ 24″ N, 11° 51′ 23″ O50.2911.856388888889597
Koordinaten: 50° 17′ 24″ N, 11° 51′ 23″ O 597 m ü. MSL |
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| Verkehrsanbindung | |||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 5 km südwestlich von Hof (Saale) | ||
| Straße | 10 min | ||
| Nahverkehr | 10 min (Taxi) | ||
| Basisdaten | |||
| Eröffnung | 1968 | ||
| Betreiber | Flughafen Hof-Plauen GmbH&Co KG | ||
| Terminals | 1 | ||
| Passagiere | 24.500 (2007) | ||
| Flug- bewegungen | ca 9000 | ||
| Beschäftigte | 50 | ||
| Start- und Landebahn | |||
| 09/27 | 1480 m × 30 m Asphalt | ||
Der Flughafen Hof-Plauen ist ein deutscher Verkehrslandeplatz fünf Kilometer südwestlich der Stadt Hof an der Saale im Nordosten Bayerns.
Im Jahr 1920 nutzte der neu gegründete Verein für flugtechnische Neukonstruktionen mit seiner Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbands ein erhöhtes Gelände am westlichen Stadtrand der Stadt Hof, die so genannte Hohe Saas, für seine fliegerischen Aktivitäten. Der Ausbau des Geländes zum Flugplatz schaffte die Voraussetzung zur Aufnahme einer Linienverbindung. Ab 1927 gab es Flüge auf der Strecke Fürth–Hof–Leipzig. Der Flugplatz wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges genutzt, unter anderem auch von der Luftwaffe für Zwischenlandungen mit der Junkers Ju 52/3m. Die Hohe Saas wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Amerikanern zum Bau einer Radarstation benötigt.
Der 1950 gegründete Aero-Club Hof fand eine geeignete Fläche bei der Ortschaft Pirk, fünf Kilometer südwestlich von Hof. Nach vierjähriger Planung konnte der Flugbetrieb 1968 auf einer Asphaltbahn mit 720 Metern Länge aufgenommen werden. Der weitere Ausbau des Flugplatzes mit Tower, Betriebsgebäuden, Flugzeughallen und Verlängerungen der Start- und Landebahn sowie der Installation von Instrumentenlandesystemen begann.
Seit 1972 werden tägliche Linienflüge nach Frankfurt am Main angeboten, von 1985 bis 1992 meist mit der Dornier Do 228 und bis heute mit modernen Turboprop-Flugzeugen der Typen Dash 8 und ATR 42. Seit den 1980er-Jahren war Hof-Plauen in den Charterflugverkehr Deutschlands eingebunden. Die großen Reiseveranstalter TUI, Neckermann und die heutige Thomas Cook Group hatten Hof-Plauen ganzjährig in ihren Katalogen als Abflughafen aufgeführt. In den besten Jahren waren bis zu zehn Umläufe pro Woche im Programm, Ziele waren unter anderem Mallorca, Kreta, Rhodos, Tunesien und das spanische Festland. Kurzzeitig gab es neben dem Linienflug nach Frankfurt/Main auch eine Verbindung nach München.
Das hauptsächlich mit der BAe 146 angebotene Feriencharterprogramm zu den Urlaubsgebieten am Mittelmeer musste trotz guter Passagierzahlen 2002 eingestellt werden, da die bestehende Landebahn mit 1480 Metern Länge für die üblicherweise im Charterflugverkehr eingesetzten Flugzeugmuster, etwa die Boeing 737, zu kurz ist.
Der Flugplatz war bis 1998 ein Regiebetrieb unter der Leitung des Bauamts der Stadt Hof. Es war absehbar, dass der Einsatz der BAe 146, die mit ihren vier Triebwerken zwar für kurze Landebahnen geeignet ist, aber gleichzeitig im Charterbetrieb nicht konkurrenzfähig operieren kann, über kurz oder lang eingestellt werden würde. Deshalb gab es Überlegungen, diesen sonst ohne wesentliche Einnahmen eher defizitären Betrieb neu zu strukturieren. Ziel war es dabei, den Flugplatz mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten und damit einen Ausbau zu ermöglichen, der am Ende den ganzjährigen Charterbetrieb zu den beliebten Warmwasserzielen ermöglicht, um ihn wirtschaftlich autark zu betreiben. Hierzu gründete man eine GmbH. Gesellschafter sind die Stadt Hof, die Stadt Plauen, der Landkreis Hof, der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, der Vogtlandkreis sowie die regionale Wirtschaft, die sich dazu in einer GbR zusammengeschlossen hat.
Mit Stand November 2011 gab es nur eine regelmäßige Linienverbindung am Flughafen Hof-Plauen. Cirrus Airlines bediente im Namen und Auftrag von Lufthansa Regional montags bis freitags zweimal täglich die Strecke von Hof nach Frankfurt am Main mit einer Dornier 328-100.[1] Die Verbindung wurde für Lufthansa Regional auch bereits mit Augsburg Airways (November 1998 bis Oktober 2008) und Contact Air (Oktober 2008 bis März 2010) geflogen. Durch diese Anbindung an das internationale Drehkreuz der Lufthansa nahm der Flugplatz eine wichtige Stellung als Standortfaktor für die regionale Wirtschaft ein. Im Oktober 2010 kündigte Cirrus Airlines jedoch an, die Strecke nach nur einem Jahr zum 1. April 2011 auf Grund mangelnder Wirtschaftlichkeit wieder einzustellen[2]. Am 29. April 2011 wurde jedoch entschieden, dass die Regionalfluglinie bis März 2013 erhalten bleibt, allerdings mit nur noch zwei statt bisher drei täglichen Verbindungen nach Frankfurt. Neuer und alter Betreiber war Cirrus Airlines, einziger Mitbewerber für die Strecke war die Ostfriesische Lufttransport. Im Januar 2012 wurde jedoch im Rahmen der Betriebseinstellung der Cirrus Airlines auch die Route Hof-Frankfurt eingestellt. Wie im Mai 2012 bekannt gegeben wurde, soll sie nicht mehr neu ausgeschrieben und subventioniert werden, Hof-Plauen bleibt somit längerfristig ohne Linienverbindungen.[3]
Die in Bayreuth ansässige Fair Air bietet Charterflüge als "Luft-Taxi" von Hof-Plauen aus an.[4]
| Betriebsjahr | Fluggastaufkommen (gew.) | Flugbewegungen |
|---|---|---|
| 1997 | 58.032 | 12.658 |
| 1998 | 64.918 | 12.784 |
| 1999 | 64.462 | 13.200 |
| 2000 | 58.134 | 11.940 |
| 2001 | 35.154 | 10.780 |
| 2002 | 32.564 | 9.596 |
| 2003 | 23.666 | 8.374 |
| 2004 | 24.656 | 8.502 |
| 2005 | 22.261 | 7.356 |
| 2006 | 23.962 | 7.300 |
| 2007 | 25.278 | 8.026 |
Die Zahlen zum Fluggastaufkommen beziehen sich auf den Linien- und Pauschalreiseverkehr.
Laut einer Pressemitteilung des bayerischen Staatsministeriums vom 21. Mai 2012 betrug das Fluggastaufkommen am Flughafen Hof-Plauen im Jahr 2011 nur noch 7.700 Personen.[6] Verantwortlich für diese Entwicklung ist die reduzierte Frankfurt-Verbindung, angeboten durch Cirrus Airlines.
Um eine Erweiterung des Flugangebots zu ermöglichen und zur Modernisierung und Steigerung der Konkurrenzfähigkeit des Flugplatzes sollte die Start- und Landebahn auf 2480 Meter aus- beziehungsweise neu gebaut werden, das Planfeststellungsverfahren hierzu begann Anfang 2006.
Die Notwendigkeit dieser Planungen war und ist allerdings umstritten. Trotz finanzieller Zusagen aus dem Landeshaushalt sehen Kritiker darin eine Fehlplanung, da die internationalen Flughäfen Nürnberg, Halle-Leipzig, Dresden, Erfurt und Karlsbad nur zwischen 110 und 180 km von Hof entfernt liegen und die Zahl der Passagiere nicht ausreichend sei.[7] Die Flughafengesellschaft begründet den Bedarf des Flughafens mit einer statistischen Hochrechnung, bei der dem Flughafen anfangs 140.000 und bis zu 300.000 Passagiere im Jahr 2020 vorausgesagt werden, außerdem beruft sie sich auf die guten Passagierzahlen des Charterprogramms in den 1990er-Jahren. An den Ausbauplänen für die Start- und Landebahn hielt die Flughafengesellschaft jedoch weiterhin fest.
Nach einem Gespräch mit Minister Huber (28. Februar 2007) wurde klar, dass die vom Luftfahrtbundesamt geforderten Voraussetzungen für einen Flughafenausbau inzwischen teilweise erfüllt werden können. So konnte die Flughafengesellschaft die Bereitschaft von Hamburg International und der Frosch-Touristik aufweisen, den Flughafen nach dem Ausbau im Charterverkehr zu nutzen. Dadurch war zunächst der positive Planfeststellungsbeschluss näher gerückt.
Am 19. Juni 2007 lehnte das Luftamt Nordbayern mit Sitz in Nürnberg den Ausbauplan jedoch ab. Die Planer des Hofer Flughafens werfen dem Luftamt vor, nicht neutral entschieden zu haben, das Luftamt und auch Persönlichkeiten aus der Politik bestreiten dies jedoch. Die ehemals am Ausbau des Flughafens interessierte britisch-israelische Investorengruppe BCD Group investiert inzwischen in den in der Nähe befindlichen tschechischen Ort Aš[8].
Da eine Klage gegen das Luftamt Nordbayern, die die Entscheidung anfechten sollte, gescheitert ist, wird der Flughafen nun stattdessen modernisiert. Die Piste und das Vorfeld wurden saniert und neu asphaltiert. Das Vorfeld wurde dabei vergrößert. Darüber hinaus wurde 2008/2009 eine neue Flugzeughalle (45×45 m) errichtet und ein alter Hangar abgerissen. Weiterhin wurden die Tankstellen und -flächen für AvGas (Flugbenzin) sowie JET-A1 (Kerosin) neu gebaut und erfüllen nun alle derzeitigen Standards. Außerhalb des Flugplatzgeländes wurde ein neuer und größerer öffentlicher Parkplatz mit 196 Stellplätzen gebaut, da auf dem alten Parkplatzgelände der neue Hangar steht. Der Anfahrtsbereich vor dem Terminal wurde ebenfalls neu gestaltet. Im Jahr 2010 wird der Tower saniert. Ein Neubau erfolgt dagegen nicht.
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