| Aeroporto di Milano-Linate “Enrico Forlanini” | |||
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| Kenndaten | |||
| IATA-Code | LIN | ||
| ICAO-Code | LIML | ||
| Koordinaten |
45° 26′ 42″ N, 9° 16′ 36″ O45.4451027777789.2767388888889108
Koordinaten: 45° 26′ 42″ N, 9° 16′ 36″ O 108 m ü. MSL |
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| Verkehrsanbindung | |||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 7 km | ||
| Straße | viale Enrico Forlanini | ||
| Basisdaten | |||
| Eröffnung | 1937 | ||
| Betreiber | SEA | ||
| Passagiere | 8.296.450 [1](2010) | ||
| Luftfracht | 19.062 t [1] | ||
| Flug- bewegungen | 119.928 [1] | ||
| Start- und Landebahnen | |||
| 17/35 | 601 m × 22 m Asphalt | ||
| 18/36 | 2440 m × 60 m Asphalt | ||
Der Flughafen Mailand-Linate (IATA: LIN, ICAO: LIML; ital. Aeroporto di Milano-Linate “Enrico Forlanini”) ist nach Mailand-Malpensa der kleinere der beiden internationalen Verkehrsflughäfen der zweitgrößten italienischen Stadt Mailand. Er dient hauptsächlich nationalen und europäischen Verbindungen sowie dem Geschäftsreiseverkehr. 2011 wurden in Linate über 9 Millionen Passagiere abgefertigt.[1]
Neben Linate und Malpensa wird der weiter östlich gelegene Flughafen Bergamo als dritter Verkehrsflughafen Mailands vermarktet.
Der Flughafen Mailand-Linate dient vor allem für Inlandsflüge, wird aber auch vom europäischen Ausland aus angeflogen, beispielsweise von Lufthansa aus Frankfurt am Main und Iberia aus Madrid, da er auf Grund der Nähe zur Innenstadt und der damit sehr kurzen An- und Abreisezeit bei Geschäftsreisenden sehr beliebt ist. Häufig bestehen Tagesrandverbindungen (Hinflug morgens, Rückflug am späten Nachmittag oder abends), die einen eintägigen Aufenthalt in Mailand ermöglichen.
Der Flughafen Mailand-Linate befindet sich am Stadtrand und kann vom Zentrum aus rasch erreicht werden.
Der erste Flugplatz der Stadt Mailand entstand im Jahr 1910 in Taliedo, rund zwei Kilometer westlich des heutigen Flughafens Linate. Taliedo lag damals vor den Toren der Stadt. Später wurde das Gelände des ehemaligen Flughafens zum Stadtteil Mailands.
Auf dem Flugplatz Taliedo richtete Gianni Caproni Produktionsanlagen seines Flugzeugbau-Unternehmens ein, später siedelten sich hier auch andere Unternehmen der Branche an. Nach der vorwiegend militärischen Nutzung während des Ersten Weltkriegs wurde Taliedo zum wichtigsten Zivilflughafen Mailands. Von hier aus operierte insbesondere die Fluggesellschaft Avio Linee Italiane.
Da ab Mitte der 1920er Jahre der Großteil des zivilen Linienflugverkehrs in Italien mit Flugbooten durchgeführt wurde, beschloss man 1927, etwas weiter östlich von Taliedo, bei Linate, einen künstlichen See für den Betrieb dieser Fluggeräte anzulegen. Die Arbeiten an dem 2.500 Meter langen und bis zu 450 Meter breiten See begannen 1928, in den Jahren danach entstanden auch einfache Abfertigungsanlagen und kleinere Verwaltungsgebäude. Der Flugbetrieb wurde 1930 aufgenommen, jedoch mit wenig Erfolg, da man allgemein wieder verstärkt konventionelle Landflugzeuge einsetzte. Der See diente dann vor allem als Austragungsort von Wassersport-Veranstaltungen, heute ist er ein bedeutendes Naherholungsgebiet.
1932 schlug der damalige Mailänder Bürgermeister dem Luftfahrtminister Italo Balbo vor, den Flugplatz Taliedo zu schließen und am Westufer des künstlichen Sees von Linate einen Flugplatz zu errichten, womit Flugboote und Landflugzeuge an einem gemeinsamen Flughafen abgefertigt werden sollten. Die Arbeiten am neuen Flughafen begannen im Juni 1933. Nach den Plänen des Architekten Gianluigi Giordano aus Bologna entstand eine zweistöckige Abfertigungshalle, nach denen des Ingenieurs Arturo Danusso ein 235 Meter langer und 64 Meter tiefer Hangar. Der Flughafen wurde am 21. Oktober 1937 eingeweiht und nach dem Mailänder Luftfahrtpionier Enrico Forlanini benannt.
Nach der militärischen Verwendung im Zweiten Weltkrieg startete der zivile Linienverkehr im April 1947 wieder. Zwischen 1958 und 1968 erfolgten im Auftrag des Flughafenbetreibers SEA größere Baumaßnahmen: es entstand ein neues Passagierterminal, ein Frachtterminal und eine neue, 2.200 Meter lange Start- und Landebahn. Das Passagierterminal renovierte man in den 1990er Jahren, die Rollwege und die Piste wurden 1997 und 2002 erneuert. 1997 wurden in Linate rund 15 Millionen Passagiere abgefertigt.
Ab 1998 verlor der Flughafen Linate wegen der Eröffnung des neuen Terminals auf dem Flughafen Mailand-Malpensa viel von seiner ursprünglichen Bedeutung. Fluggesellschaften mussten vom Staat mit Zwangsmaßnahmen zum Umzug auf den neuen Großflughafen Malpensa bewegt werden. Nach gerichtlichen Auseinandersetzungen erfolgte 2001 die definitive Beschränkung des Linienverkehrs in Linate auf 18 Flugbewegungen pro Stunde sowie eine Begrenzung der Auslandsverbindungen. Auch wegen dieser Regelung nahm die Bedeutung des Flughafens Bergamo zu, der mittlerweile neben Linate und Malpensa als dritter Verkehrsflughafen Mailands angesehen wird.
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