| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 49° 43′ N, 11° 3′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 266 m ü. NN | |
| Fläche: | 44,95 km² | |
| Einwohner: |
30.396 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 676 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91301 | |
| Vorwahl: | 09191 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 126 | |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | St.-Martin-Straße 8 91301 Forchheim | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Franz Stumpf (CSU / WUO) | |
| Lage der Stadt Forchheim im Landkreis Forchheim | ||
Forchheim ist eine Große Kreisstadt in Bayern und Sitz der Kreisverwaltung des oberfränkischen Landkreises Forchheim. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Nürnberg.
Forchheim ist eine alte Königsstadt und wird auch „Eingangstor zur Fränkischen Schweiz“ genannt.
Forchheim liegt in unmittelbarer Nähe des Main-Donau-Kanals zwischen Erlangen und Bamberg.
Die politische Gemeinde Forchheim hat 7 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eggolsheim, Weilersbach, Kirchehrenbach, Wiesenthau, Pinzberg, Poxdorf, Baiersdorf, Hausen und Hallerndorf.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ging man irrtümlich davon aus, der Stadtname Vorchheim leite sich von dem althochdeutschen Wort vorhe (für Forelle) ab. Dies führte zu dem sprechenden Wappen mit den beiden Forellen. Obwohl zur Zeit der Namensgebung der Forellenreichtum in den Flüssen um Forchheim sicherlich sehr groß war, geht man heute jedoch davon aus, dass sich der Stadtname vom althochdeutschen vorha (für Föhre) ableitet, also Föhrenheim bedeutet. Der Name dürfte in der Mitte des 7. Jahrhunderts entstanden sein. Damals entstanden im Zuge der ersten fränkischen Siedlungswelle in dieser Region zahlreiche Plansiedlungen mit dem Grundwort -heim, vor allem an Flussläufen.
Im 8. und 9. Jahrhundert wurden in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet. Im Jahr 805 wurde die Stadt im Diedenhofener Kapitular von Karl dem Großen unter dem Namen Foracheim erstmals urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war Forchheim Teil des ostfränkischen Netzes von Kontrollstationen für den Handel mit den Slawen.
In den folgenden Jahrhunderten fanden in Forchheim zahlreiche Reichstage und Fürstentage statt, wovon der erste Aufenthalt eines ostfränkischen Königs für 849 belegt ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Bedeutung war die Pfalz im Jahre 900, als hier am 4. Februar der erst sechsjährige Ludwig das Kind zum König gewählt und gekrönt wurde. Nach dem Aussterben des letzten Karolingers wurde in Forchheim am 10. November 911 Konrad I. zum ostfränkischen König erhoben.
Am 1. November 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. das Königsgut Forchheim dem Bistum Bamberg. Bereits 1039 jedoch stellte Kaiser Heinrich III. die Stadt wieder unter Reichsverwaltung, bevor Forchheim am 13. Juli 1063 endgültig bis zur Säkularisierung 1802/1803 mit dem Bistum Bamberg verbunden wurde. In der Zeit Heinrichs IV. wurde am 15. März 1077 Herzog Rudolf von Rheinfelden in Forchheim als Gegenkönig gewählt (vgl. Canossagang), woraus der Stadt auf politischer Ebene vermutlich ein unheilvoller Ruf entstanden ist.
Zwischen 1200 und 1220 wurde Forchheim zur Stadt erhoben und erhielt sein jetziges Wappen.
Aufgrund seiner Festungseigenschaft überstand Forchheim auch den Dreißigjährigen Krieg, ohne ein einziges Mal eingenommen worden zu sein. Der Bamberger Fürstbischof floh vor den Schweden mehrere Male samt Domschatz in das sichere Forchheim, welches von 1632–1634 mehrmals von den Schweden belagert wurde.
Am 6. September 1802 wurde die Stadt von bayerischen Truppen besetzt, dem Kurfürstentum Bayern angeschlossen und in der Folge der Sitz eines Landgerichts, aus dem der spätere Landkreis Forchheim entstand. 1889 wurde Forchheim eine kreisfreie Stadt, 1972 verlor die Stadt im Rahmen der bayerischen Gebietsreform ihre Kreisfreiheit und wurde in den Landkreis Forchheim eingegliedert.
In der Zeit der NS-Diktatur wurde die Synagoge der Jüdischen Gemeinde in der Wiesentstraße beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern geschändet und zerstört, woran ein Gedenkstein gegenüber dem ehemaligen Standort des Gotteshauses erinnert.[4]
Forchheim feierte im Jahr 2005 das 1200-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. Dazu gab die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke zu 45 Cent aus. 2004 war die Stadt Schauplatz der bayerischen Landesausstellung Edel und Frei. Franken im Mittelalter. Die Ausstellung hatte rund 200.000 Besucher.
Am 7. Januar 2007 fand der erste Bürgerentscheid Forchheims statt. Es ging um die Änderung der Pläne für ein neues Ganzjahresbad. Der Bürgerentscheid ist an dem Nichterreichen des Quorums gescheitert.
Die Kommunalwahlen 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:
| Partei | Stimmen | Prozent der Stimmen | Sitze | Prozent der Sitze |
|---|---|---|---|---|
| CSU | 176.311 | 39,4 % | 17 | 42,5 % |
| SPD | 82.485 | 18,4 % | 7 | 17,5 % |
| GRÜNE/Forchheimer Grüne Liste | 53.518 | 12,0 % | 5 | 12,5 % |
| Freie Wähler | 35.333 | 7,9 % | 3 | 7,5 % |
| Junge Bürger | 32.924 | 7,4 % | 3 | 7,5 % |
| Freier Bürgerblock Forchheim | 28.390 | 6,4 % | 2 | 5,0 % |
| FDP | 21.823 | 4,9 % | 2 | 5,0 % |
| REP | 16.210 | 3,6 % | 1 | 2,5 % |
Oberbürgermeister ist seit 1990 Franz Stumpf (CSU/Wählerinitiative Unabhängiger OB). Er wurde zuletzt am 2. März 2008 wieder gewählt.
In der ältesten überlieferten Variante von 1280 zeigt das Forchheimer Stadtwappen bereits zwei Forellen auf einem Dreiecksschild, umgeben von Zweigen mit Lindenblättern und einer Inschrift. Später gab es verschiedene Abweichungen: So blicken beide Fische in unterschiedliche Richtungen, Wellenlinien oder der Buchstabe V wurden hinzugefügt. Die Farbe des Schildes – heute rot – trat auch in den Stadtfarben rot-gelb geteilt oder vollständig in blau auf.
Die Stadt Forchheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
| Le Perreux-sur-Marne (Frankreich) | |
| Rovereto (Italien) | |
| Roppen (Österreich) | |
| Pößneck (Deutschland) | |
| Gherla (Rumänien) | |
| Broumov (Tschechien) |
1955 hat die Stadt Forchheim die Patenschaft für die vertriebenen Deutschen aus der Stadt und dem Kreis Braunau im Sudetenland übernommen.
Das Junge Theater Forchheim ist seit 1995 in der Kasernstraße untergebracht. Ursprünglich war das Junge Theater Forchheim eine Laienspielgruppe, die 1985 erstmals in Forchheim Theatertage durchführte. Inzwischen bespielt der Verein ein eigenes Theater, wo ein abwechslungsreiches Kulturprogramm für Jung und Alt geboten wird.
Veranstaltungsräume für Musik sind das Junge Theater Forchheim, die Kuckucksklausel in Reuth und das Musikpub Saitensprung. Im Juli findet die Veranstaltung Überall Musik auf Forchheims Straßen statt, bei der mehrere Künstler aus allen Genres die Innenstadt beschallen.
Das Kinocenter Forchheim liegt unmittelbar in der Innenstadt. Es beheimatet drei Kinosäle, insgesamt 963 Plätzen und ein Kino-Café. Im Sommer findet im Innenhof der Burg Forchheim der Forchheimer Open-Air Kino Sommer statt, bei dem ausgewählte Filme gezeigt werden.
In Forchheim gibt es ein Ganzjahresbad. Die Königsbad genannte Anlage, die für 18 Millionen Euro errichtet wurde, ersetzte im Mai 2010 das alte Hallenbad und das Freibad.
Im Westen der Stadt befindet sich die 21 Hektar große Sportinsel mit umfangreichem Freizeitangebot, Spiel- und Bolzplätzen, einer Leichtathletik-Sportanlage, einer Minigolfanlage, Tennisplätzen und einem Skatepark mit Minirampe.
Forchheim ist vor allem durch die Nähe zum Ballungsraum Nürnberg geprägt.
Forchheim hat, wie auch die Nachbarstadt Bamberg, eine lange Tradition im Brauereiwesen. Es gibt heute vier ortsansässigen Brauereien:
Während des Bamberger Bierkrieges von 1907 bezogen die Bamberger Gaststätten ihr Bier aus Forchheim. Dadurch wurden die Bamberger Brauereien gezwungen, die Erhöhung des Bierpreises wieder zurückzunehmen.
Forchheim wird im Westen von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bundesautobahn 73 (Suhl–Forchheim–Nürnberg) tangiert und ist mit den beiden Anschlussstellen Forchheim-Nord und -Süd an diese angebunden. Durch das Stadtgebiet führt von West nach Ost die Bundesstraße 470 (Bad Windsheim–Forchheim–Weiden in der Oberpfalz).
Der Bahnhof Forchheim liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg und ist Ausgangspunkt für die Bahnstrecke Forchheim–Ebermannstadt. Bis zu deren endgültigen Stilllegung am 1. April 2005 war er außerdem Ausgangspunkt für die Bahnstrecke Forchheim–Höchstadt. Er wird von Regional-Express- und Regionalbahnzügen der Deutschen Bahn (DB) bedient, die in den Tarifverbund des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) eingegliedert sind und dort unter der Bezeichnung R2 (Nürnberg–Forchheim–Bamberg-Zapfendorf) sowie R22 (Forchheim–Ebermannstadt) geführt werden.
Seit Dezember 2010 ist Forchheim in das Netz der Nürnberger S-Bahn integriert.
Das Stadtbusnetz wird von der Regional- und Stadtverkehr Bayern GmbH (RSB), einem Tochterunternehmen der Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF), im Auftrag des Landkreises und der Stadt betrieben. Es ist in den Tarifverbund des VGN integriert und besteht aus vier Linien, die mit 61 Haltestellen das gesamte Stadtgebiet erschließen. Treffpunkt aller Linien ist der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) auf dem Bahnhofsplatz, an dem Umsteigemöglichkeiten zu sieben Regionalbuslinien sowie zum Schienenverkehr der DB bestehen.
Die Stadt liegt direkt am Main-Donau-Kanal und ist etwa 30 Minuten vom internationalen Flughafen Nürnberg entfernt.
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