Frédy Girardet (* 17. November 1936 in Lausanne) ist ein Schweizer Koch.
Sein Restaurant Frédy Girardet in Crissier nahe Lausanne war mit drei Michelin Sternen ausgezeichnet und galt bis zu seinem Ruhestand 1996 als eines der besten der Welt.
Sein Vater Benjamin Girardet kochte viele Jahre im Hôtel Central Bellevue in Lausanne und eröffnete dann ein Bistro in Crissier. Frédy Girardet wurde im Restaurant Le Grand Chêne ausgebildet, strebte jedoch zunächst eine Athleten-Karriere an. Dann hatte er ein Schlüsselerlebnis im Burgunder Restaurant von Pierre Troisgros, das ihn überzeugte, Koch zu werden. Als sein Vater mit 56 Jahren unerwartet starb, übernahm er dessen Bistro. 1971 eröffnete er sein nach ihm benanntes Restaurant. Er begann mit klassischer französischer Küche, die er innovativ und zum Leichten hin verfeinerte und damit gemeinsam mit anderen Zeitgenossen den Stil der Nouvelle Cuisine entwickelte. 1996 verkaufte Girardet das Restaurant an Philippe Rochat.
1984 kam sein Buch The Cuisine of Fredy Girardet heraus. Girardet wurde von Gault-Millau der Titel Koch des Jahrhunderts verliehen, den weltweit nur drei weitere Köche tragen (Paul Bocuse, Joël Robuchon und Eckart Witzigmann). Zu Girardet Schülern gehört unter anderen Léa Linster.
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