| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 50° 55′ N, 13° 2′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Mittelsachsen | |
| Höhe: | 262 m ü. NN | |
| Fläche: | 65,49 km² | |
| Einwohner: |
15.702 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09669 | |
| Vorwahl: | 037206 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 22 150 | |
| Stadtgliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 15 09669 Frankenberg/Sa. | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Firmenich (CDU) | |
| Lage der Stadt Frankenberg/Sa. im Landkreis Mittelsachsen | ||
Frankenberg/Sa. ist eine Stadt an der Zschopau in der Nähe der sächsischen Industriestadt Chemnitz im Landkreis Mittelsachsen.
Frankenberg liegt innerhalb des Sächsischen Granulitgebirges[2] im Erzgebirgsvorland unweit der Stadt Chemnitz im Zschopautal. Es ist umgeben von vielen Mischwäldern wie im Lützeltal, im Striegistal oder dem Buchenwald.
Die Zschopau fließt am westlichen Stadtrand eingebettet in eine Auenlandschaft vorbei. Weiterhin durchquert der Mühlbach nicht nur den gleichnamigen Ortsteil, sondern auch den Ortskern. Weitere Ortsteile werden auch von der Kleinen Striegis durchflossen.
Politisch gesehen liegt es im Freistaat Sachsen, im Regierungsbezirk Chemnitz und im Landkreis Mittelsachsen.
Frankenberg wird im Uhrzeigersinn von der Stadt Hainichen, der Gemeinde Frankenstein, der Stadt Oederan, der Stadt Flöha, der Gemeinde Niederwiesa, der Bezirkshauptstadt Chemnitz, der Gemeinde Lichtenau und der Gemeinde Rossau begrenzt. Alle Nachbargemeinden, außer der kreisfreien Stadt Chemnitz, sind wie Frankenberg dem Landkreis Mittelsachsen zugehörig.
Seit der letzten Gebietsreform besteht Frankenberg aus sechs Ortsteilen:
Frankenberg wurde 1188 von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf gegründet und als Stadt erstmals 1282 urkundlich erwähnt. Dominierende Erwerbszweige waren seit der frühen Neuzeit die Weberei und verwandte Textilgewerbe. So gab es neben den Leinewebereien (später Baumwollwebereien) auch Zeug- und Tuchmacher, später Kattundruckereien, Färbereien und Bleichereien. Daraus entstand im 19. Jahrhundert eine umfangreiche Textilindustrie.
Weil die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts keine wesentlichen Zerstörungen in Frankenberg anrichteten, bietet die Bebauung rund um den historischen Ortskern, den großen Marktplatz vor dem Rathaus, interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert:
Unmittelbar in einer angrenzenden Straße befindet sich ein Anspännergut – eins von sechs Gütern, die in der Gründerzeit von Frankenberg rund um die Ortsmitte entstanden. Dieses Gebäude hier ist das letzte erhaltene, das nach zwei Stadtbränden (1712, 1788) originalgetreu wieder aufgebaut wurde.
In der jüngeren Geschichte wurde Frankenberg durch die Nutzfahrzeuge der Marke Framo (Frankenberger Motorenwerke) bekannt, die hier zwischen 1923 und 1933 produziert wurden. Danach wurde die Produktion zunächst nach Hainichen, ab 1961 nach Chemnitz verlagert; der Markenname Framo wurde noch lange Zeit benutzt. Unabhängig davon arbeitete ein Zweigwerk der VEB Barkas-Werke in Frankenberg weiter.
Zwischen 1913 und 1916 wurde Frankenberg außerdem zu einer Garnisonstadt: auf einem größeren Areal nordöstlich des Stadtkernes und jenseits der Eisenbahnlinie entstanden Kasernengebäude für die Sächsische Armee. Im Zuge der vom NS-Regime betriebenen Wiederaufrüstung wurden in den 1930er Jahren weitere Gebäude hinzugefügt und die Kaserne nunmehr von Wehrmachtseinheiten genutzt.
Zwischen 1945 und 1956 gab es keine militärische Nutzung des Komplexes. Nach Gründung der NVA befanden sich wechselnde Einheiten in dieser Kaserne, zuletzt das Artillerieregiment 7 und die Geschosswerferabteilung 7 der 7. Panzerdivision.
Nach der politischen Wende ging das Gelände in den Besitz der Bundeswehr über, 1991 wurde der Stab und die Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 37 Freistaat Sachsen hier stationiert. Am 3. November 1992 erhielt das Militärgelände den Namen Wettiner Kaserne. Folgende weitere Bundeswehreinheiten befinden sich hier ( Stand April 2010):
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Altenhain [3] | 1. Januar 1994 | |
| Dittersbach[3] | 1. Januar 1995 | |
| Gunnersdorf[4] | 1961 | |
| Hausdorf[4] | 1. Januar 1974 | Eingemeindung nach Mühlbach |
| Irbersdorf[3] | 1. Oktober 1992 | Zusammenschluss mit Sachsenburg zu Sachsenburg-Irbersdorf |
| Langenstriegis[3] | 1. März 1994 | |
| Mühlbach (*)[3] | 1. Januar 1998 | |
| Neudörfchen[5] | 1. Juli 1934 | Eingemeindung nach Dittersbach |
| Ortelsdorf[4][6] | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Gunnersdorf |
| Sachsenburg[3] | 1. Oktober 1992 | Zusammenschluss mit Irbersdorf zu Sachsenburg-Irbersdorf |
| Sachsenburg-Irbersdorf[3] | 1. Januar 1994 |
(*) Am 1. Oktober 1994 wechselte Mühlbach vom Landkreis Flöha in den neu entstandenen Landkreis Mittweida, während die meisten anderen Gemeinden des Landkreises Flöha an den Landkreis Freiberg gingen.
| 1834 | 1875 | 1880 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1971 | 1981 | 1984 | 1988 | 2006 | 2007 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4318 | 10.462 | 10.913 | 13.646 | 14.764 | 14.833 | 15.103[7] | 15.264[8] | 16.615[9] | 14.093 | 14.460 | 15.429 | 16.521 | 16.283 | 15.878 |
Der Stadtrat setzt sich seit der Wahl 2009 wie folgt zusammen:[10]
Die Wahlergebnisse und die personelle Zusammensetzung der vorhergehenden Wahl im Jahr 2004 kann auf der Homepage des Stadtrates [11] detailliert nachgelesen werden.
Blasonierung: „In Rot eine goldene Burg mit zwei viereckigen Türmen, ungezinnter Mauer und offenem Tor; auf der Mauer zwischen den Türmen eine gekrönte Heilige (heilige Katharina von Alexandrien) in goldenem Mantel und rotem Unterkleid, in der Rechten ein nach unten gerichtetes Schwert, in der Linken einen Palmenzweig haltend, hinter ihr ein halb sichtbares Richtrad.“
Die Namen aller Partnergemeinden haben einen Bezug zu den Namen von Frankenberger Ortsteilen.
Das Wahrzeichen des Ortes ist die evangelisch-lutherische Kirche St. Aegidien mit ihrem auch von der Autobahn sichtbaren Turm, dessen unterer Teil von 1499 stammt. Bereits mit der Besiedlung in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts muss eine Kirche angelegt worden sein. In der Spätgotik wurde wahrscheinlich ein völliger Neubau einer Hallenkirche mit polygonalem Chor und dem Westturm errichtet. Nach Bauschäden – Teile des Chorgewölbes waren herab gestürzt – wurde von 1740 bis 1744 ein neues Kirchenschiff nach den Plänen des Freiberger Ratszimmermeisters Johann Gottlieb Ohndorff errichtet. Dabei handelt es sich um einen barocken Emporensaal nach dem Vorbild der Dresdner Dreikönigskirche. Den Altar schufen der Oederaner Tischler Carl Müller, der Maler Christian Friedrich Krafft und der in Hainichen ansässige Johann Gottfried Stecher 1744. Die in Resten erhaltene Kanzel aus dem 17. Jahrhundert wurde aus der Vorgängerkirche übernommen und befindet sich heute im Heimatmuseum Frankenberg. Im 19. Jahrhundert ist der Kircheninnenraum historistisch überprägt worden, wobei der barocke Emporensaal weitgehend erhalten blieb, die Ausstattung des 18. Jahrhunderts größtenteils jedoch zerstört wurde.
Weniger auffällig steht die katholische Kirche Heiliger Antonius an der Humboldtstraße, straßenseitig ist dabei lediglich das Gemeindehaus zu sehen. Entgegen der sonstigen prunkvollen katholischen Kirchenbauten ist dieses Gotteshaus äußerlich schlicht gehalten, nur ein Kreuz und ein offener Glockenturm schmücken es.
Direkt im Zentrum befindet sich das historische Rathaus mit seinem heutigen Gebäude, das 1863 mit dem Ratskeller hier errichtet wurde und ein im Jahre 1921 aus Sandstein gefertigter Marktbrunnen, auf dessen Stele ein symbolischer Bauarbeiter steht; 1983 wurde er rekonstruiert. Außerdem zeigen zahlreiche gut erhaltene beziehungsweise rekonstruierte Fachwerkbauten die Wohnsituation früherer Jahrhunderte. Einige Hausfassaden aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind mit schönen Details gestaltet, die an die Jugendstilepoche erinnern.
In der Nähe des Ortes gab es die Alberthöhe, auch Emilientempel genannt, eine Holzlaube mit Kuppel auf einem Felsvorsprung.
Der Friedenspark ist die größte Grünanlage in Zentrumsnähe, er wurde aus einem stillgelegten Friedhof 1890/91 geschaffen.
Einige Bäume und Wiesen bilden auf der Fläche zwischen dem Gymnasium und der Kirche St. Aegidien den Lutherpark, an dem auch das gleichnamige Denkmal steht.
Hervorhebenswert ist außerdem der Schilfteich, nördlich der Autobahntangente gelegen.
Am Stadtrand von Frankenberg befindet sich ferner das Naherholungsgebiet Lützeltal.
Frankenberg/Sa., inmitten des Sachsendreieckes Chemnitz (Entfernung ca. 10 km) – Dresden (Entfernung ca. 55 km) – Leipzig (Entfernung ca. 80 km), ist mit einer eigenen Anschlussstelle an die Bundesautobahn 4 (Eisenach–Dresden) angebunden. Durch den Ort verlaufen die Bundesstraßen 169 und 180.
Die Bahnhöfe Frankenberg (Sachs) und Frankenberg-Süd liegen an der Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa, die durch die City-Bahn Chemnitz zwischen Chemnitz und Hainichen bedient wird. Als Fahrzeuge werden werktags im Stundentakt zwei, an Sonnabenden und Sonntagen im Zweistundentakt ein Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle eingesetzt. Die zweite Stufe des Chemnitzer Modells sieht den Einsatz von niederflurigen, straßenbahnähnlichen Zweisystemfahrzeugen für diese Bahnstrecke vor. Dadurch wird eine direkte Zufahrt in das Chemnitzer Stadtzentrum ermöglicht und ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr erreicht.
Die nächsten größeren Flughäfen sind in 60 km Entfernung (Dresden/Klotzsche) und 90 km (Leipzig/Schkeuditz) innerhalb kurzer Zeit zu erreichen.
Am Ende der Äußeren Freiberger Straße, östlich des Stadtkernes, wurde bis 1983 eine Plattenbausiedlung errichtet, die nach 1990 umfassend saniert und mit einem kleinteiligen Einkaufsbereich aufgewertet werden konnte.
Im produzierenden Gewerbe sind folgende Unternehmen aktiv:
Seit 1996 gehört das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Mittweida und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[12], einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. In Frankenberg wird die Innere Medizin sowie die Anästhesiologie und Intensivmedizin vorgehalten, die Chirurgie wird vom Klinikum Chemnitz betrieben. Seit 2010 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden.
Frankenberg hat sechs Schulen:
Weiterhin gibt es in Frankenberg fünf Kindergärten:
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