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Schwanheim 18. Stadtteil von Frankfurt am Main |
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| Koordinaten | 50° 5′ 13″ N, 8° 34′ 55″ O50.0869444444448.5819444444444 Koordinaten: 50° 5′ 13″ N, 8° 34′ 55″ O |
| Fläche | 17,7 km² |
| Einwohner | 20.303 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 1145 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 60529 |
| Vorwahl | 069 |
| Website | www.frankfurt.de |
| Gliederung | |
| Ortsbezirk | 6 – West |
| Stadtbezirke |
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| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| Bundesstraße | |
| Straßenbahn | 12 19 |
| Bus | 51 62 68 78 79 n7 |
| Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 21. Januar 2012. | |
Schwanheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
Schwanheim liegt südlich des Mains und grenzt im Norden an die Frankfurter Stadtteile Höchst, Nied und Griesheim sowie im Osten an Niederrad, im Südosten an Sachsenhausen und im Süden an das Areal des Flughafens. Westlich von Schwanheim befindet sich die Stadt Kelsterbach.
In Schwanheim befindet sich die in den 1930ern erbaute Siedlung Goldstein, welche heutzutage 11.000 Einwohner besitzt und damit mehr als das eigentliche Schwanheim.
Im Jahr 880 wurde Schwanheim (ursprünglich Sueinheim) erstmals in einer Urkunde erwähnt, die die Schenkung der Kirche zu Sueinheim an die Salvatorkapelle in Frankfurt am 17. November 880 bestätigt. Im Mittelalter gehörten die umliegenden Wälder zum Wildbann Dreieich, dieser unterhielt in Schwanheim auch eine seiner 30 Wildhuben. Während des 11. Jahrhunderts wurden Dorf und Gericht Schwanheim Eigentum des Klosters St. Jakob von Mainz, die Vogtei besaßen die Herren von Eppstein zu Erblehen. Im 14. Jahrhundert bemühte sich die Stadt Frankfurt, in Schwanheim Fuß zu fassen.
Im Jahr 1439 kauften Frankfurt und sein reicher Bürger Johann von Holzhausen je zur Hälfte die Eppsteinschen Vogteirechte über Schwanheim. Eigentümer von Schwanheim wurde wenig später der Erzbischof von Mainz. 60 Jahre danach kaufte Mainz die Vogteirechte zurück. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde der Ort ebenso wie der Nachbarort Niederrad zerstört.
Im Reichsdeputationshauptschluss fiel Schwanheim 1803 an das spätere Herzogtum Nassau. Um diese Zeit lebten dort etwa 700 Einwohner. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Schwanheim vom reinen Bauerndorf langsam zu einer Arbeitersiedlung, beeinflusst auch durch die chemische Industrie in Höchst und Griesheim und die immer stärker einsetzende wirtschaftliche Verflechtung mit Frankfurt. Dennoch wurde Schwanheim als nassauische Gemeinde nicht an die Hessische Staatsbahn angeschlossen. Im 1866er-Krieg wurde Schwanheim mit dem nassauischen Territorium und Frankfurt preußisch. Die Einwohnerzahl betrug zu dieser Zeit 1700.
Am 1. April 1928 wurde Schwanheim mit 5850 Einwohnern und 1793 Hektar, davon 667 Hektar Wald, in das Frankfurter Stadtgebiet eingemeindet. Im Frühjahr 1932 wurde mit dem Bau der Siedlung Goldstein begonnen. Der erste Bauabschnitt umfasste 380 Siedlerstellen. Der erste Spatenstich erfolgte am 1. Februar 1932 im Sauerackerweg 56. Der Name der Siedlung geht auf die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Wasserburg Goldstein zurück, die sich im Besitz des Frankfurter Patriziergeschlechts zum Goldstein befand, aber bereits 1552 zerstört wurde. Außerdem erfolgte die Fertigstellung der Staustufe Griesheim und damit ein weiterer Übergang, wenn auch nur für Fußgänger über den Main. Die am Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengte Brücke wurde 1963 erneuert und durch Oberbürgermeister Werner Bockelmann am 21. September eingeweiht.
2005 wurde die 1125-Jahrfeier des Stadtteils begangen.
In Frankfurt-Griesheim, direkt gegenüber von Schwanheim am anderen Mainufer geschah am 22. Februar 1993, 4:00 Uhr morgens ein folgenschwerer Zwischenfall: Nach einem Unfall entwichen 10 Tonnen Chemikaliengemisch aus dem Werk der Hoechst AG. Die gelbe Wolke, die hauptsächlich aus dem gesundheitsschädlichem gelben Meta-Nitroanisol bestand, aber unter anderem auch die giftige Substanz Ortho-Nitroanisol enthielt, trieb über den Main und ging über den Stadtteilen Schwanheim und der Siedlung Goldstein nieder. Die gelbe Substanz bedeckte Häuser, Autos, Bäume. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, viele Anwohner klagten über Augenbrennen, Unwohlsein, Erbrechen und Hautveränderungen. Es erfolgte eine Langzeituntersuchung, um eventuelle Spätschäden nachweisen zu können[4].
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