Montag, 28. Mai 2012

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Frauenradsport

Als Frauenradsport – genauer: Frauen-Radrennsport – wird die Teilnahme von Frauen an Radrennen verstanden, also an Wettbewerben im Straßenradsport, Bahnradsport, Mountainbike, Cyclocross und BMX.

Radrennen

Die Französin Jeannie Longo-Ciprelli ist die bisher erfolgreichste Radsportlerin.
Podium bei der Thüringen-Rundfahrt 2005 (v.l.n.r.): Susanne Ljungskog, Theresa Senff, Judith Arndt

Straßenradsport

Sowohl bei der UCI-Straßen-Weltmeisterschaft (seit 1958) als auch bei den Olympischen Spielen (seit 1984) finden Frauenwettbewerbe auf der Straße statt.

Weitere wichtige Eintagesrennen werden durch den Weltradsportverband UCI im UCI Women Road World Cup (Rad-Weltcup der Frauen)[1] mit gesondertem Ranking als Serie zusammengefasst, an denen neben Nationalteams auch UCI Women’s Teams teilnehmen.[2] Mit der fortschreitenden Entwicklung des Frauenradsports gibt es zunehmend hochklassige Frauen-Etappenrennen. Zu den wichtigsten gehört der Giro d’Italia Femminile und die Internationale Thüringen-Rundfahrt der Frauen. Die Grande Boucle Féminine („Tour de France der Frauen“) verlor dagegen mehr und mehr an Bedeutung und wurde 2009 zum vorerst letzten Mal veranstaltet.

Während früher Frauenstraßenradrennen oft eher kurz waren, zeigt sich auch in den Distanzen die Entwicklung des Frauenradsports. Die Maximaldistanz für ein Eintagesrennen oder eine Etappe beträgt für die Kategorie Frauen-Elite 140 km, bei Einzelzeitfahren 40 km und bei Teamzeitfahren 50 km. Bei Etappenrennen beträgt der maximale Etappendurchschnitt 100 km.[3]

Andere Radrenndisziplinen

Auch im Bahnradsport (seit 1958), Mountainbike (seit 1990), Cyclocross (seit 2000) und BMX werden bei den jährlich stattfindenden UCI Weltmeisterschaften Frauenwettbewerbe ausgetragen. Frauenwettbewerbe auf der Bahn, beim Mountainbike und im Cycloscross sind außerdem Teil der jeweiligen UCI World Cups.[4]

Bei den Olympischen Spielen finden Frauenwettbewerbe auch auf der Bahn (seit 1988), beim Mountainbike (seit 1996) und beim BMX (seit 2008) statt. Bei den Olympischen Sommerspiele 2012 in London werden auch im Bahnradsport erstmals die gleiche Anzahl von Wettbewerben für Frauen und Männer ausgetragen.[5]

Teams

Flèche Wallone (2010)
Tour de Feminin – Krásná Lípa (2007)

Soweit der Frauenradsport in Radsportteams ausgetragen wird, kommen vorwiegend National- und Vereinsteams zum Einsatz. Seit 1999 werden internationale Lizenzen an Frauen-Radsportteams vergeben.

Im Bereich des Straßenradsports werden durch den Weltradsportverband UCI Women’s Teams mit bis zu 20 Fahrerinnen registriert.[6]. Für diese Teams wurde auch eine eigene Weltrangliste und Weltcupwertung eingeführt.

Im Bahnrad- und Mountainbikesport gibt es keine gesonderten Frauenteams. Allerdings bestehen gemischte UCI Track Teams und UCI MTB Teams, in denen die Fahrerinnen dieser Teams mit ihren männlichen Kollegen insbesondere an den jeweiligen Weltcupserien teilnehmen.

Liste der Teams →Weblinks

Weltranglisten

Durch den Weltradsportverband UCI werden für Frauen im Straßenradsport, Cyclocross, BMX und den Einzeldisziplinen des Bahnradsports und Mountainbike eigene Weltranglisten geführt.

UCI Weltranglisten →Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. UCI Women Road World Cup. Uci.ch (23. August 2010). Abgerufen am 19. Februar 2011.
  2. UCI Reglement für den Straßenradsport, dort: 2.14. „Elite Women’s World Cup“. Abgerufen am 19. Februar 2011.
  3. UCI Reglement für den Straßenradsport, dort: 2.3.002, 2.4.001, 2.5.002 und 2.6.008. Abgerufen am 10. Mai 2011.
  4. UCI Events (Links zu Weltmeisterschaften und Worldcups). Uci.ch. Abgerufen am 19. Februar 2011.
  5. bahnradsport.com abgerufen am 10. Mai 2011
  6. UCI-Reglement für den Straßenradsport, dort 2.17. Womens’s and Continental Teams. Abgerufen am 19. Februar 2011.

Weblinks

Teams:

Weltranglisten:

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