Montag, 28. Mai 2012

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FreeBSD

FreeBSD ist ein freies und vollständiges unixoides Betriebssystem, welches direkt von der Berkeley Software Distribution abstammt. Mit einer Community aus fast 390 dauerhaft aktiven, offiziellen[2] und tausenden mitwirkenden Entwicklern gehört FreeBSD zu den größten Open-Source-Projekten überhaupt. Obwohl sein Fokus auf der Erstellung einer stabilen Software-Plattform für Server und Appliances liegt, wird es auch auf Desktop-Computern verwendet. FreeBSD kommt hauptsächlich bei Internetdienstanbietern zum Einsatz (u. a. Yahoo und Strato), in Internet-Backbone-Systemen wie Hochleistungsroutern und Namensdiensten sowie als Webhosting-Plattform.[3][4] Dort belegt es regelmäßig die vordersten Plätze in der Liste der zuverlässigsten Systeme.[5]

Mehrere Standards im Bereich der Rechnernetze, wie z. B. IPv6, wurden von FreeBSD zuerst umgesetzt und verbreiteten sich von dort aufgrund der liberalen BSD-Lizenz auch auf andere Systeme, u. a. nach OpenBSD und Linux. Außerdem ist FreeBSD die teilweise Grundlage für Darwin, der Open-Source-Plattform von Apple, auf der Mac OS X basiert.

Geschichte

Ursprünglich als inoffizielle Sammlung von Patches zur Fehlerbereinigung von 386BSD gedacht, gründeten Nate Williams, Rod Grimes und Jordan K. Hubbard 1993 ein eigenständiges Projekt, nachdem die Pflege des Patchkit Mechanismus zu aufwändig wurde.[6] Das ursprünglich als 386BSD-Interim bezeichnete Projekt musste eingestellt werden, nachdem der Autor von 386BSD, Bill Jolitz, seine Mitarbeit an dem Projekt und auch 386BSD selbst aufgab. Als man einen neuen Namen suchte, wurde FreeBSD von Bill Greenman vorgeschlagen, einem Mitarbeiter der Website Walnut Creek CDROM, bei der die Software des Projekts auf Datenträgern und mittels FTP vertrieben wurde.[7]

Genau wie bei dem kurz zuvor von anderen Autoren des Patchkits gegründeten NetBSD entschloss man sich gleich zu Beginn des Projekts im Juli 1993 dazu, die Software zentral mithilfe eines CVS-Archivs zu entwickeln. Man griff dafür bei den ersten Versionen von FreeBSD auf die Quellen von 4.3BSD-Lite (Net/2) zurück und auf 386BSD, welches die Berkeley Software Distribution auf die Intel 80386-Prozessorplattform portierte. Als jedoch die Unix System Laboratories begannen, die Anbieter von BSD-Software aufgrund von Lizenzverletzungen zu verklagen, änderte sich die Basis von FreeBSD auf 4.4BSDLite, welches die UC Berkeley 1994 veröffentlichte, nachdem der Rechtsstreit eingestellt worden war. Diese Version enthielt keinerlei Quellcode aus den Unix Laboratories mehr. Da hierdurch auch Teile des Betriebssystems fehlten, die zum Booten notwendig waren, dauerte es bis zum November 1994 um eine funktionsfähige Softwaredistribution herzustellen, die als FreeBSD 2.0 veröffentlicht werden konnte.[6] Ältere Versionen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht mehr vertrieben werden.

Seither wurde das Betriebssystem auf diverse andere Plattformen portiert und hat sowohl an Funktionen als auch an nativ unterstützter Software von Drittanbietern zugenommen.[8][9] Aufgrund seiner Projektgröße und Verbreitung, ohne dabei öffentlich in Erscheinung getreten zu sein, wird FreeBSD auch inoffiziell als der unbekannter Riese unter den freien Betriebssystemen bezeichnet.[10] Neben diversen Derivaten haben sich aus dem Projekt heraus mehrere Organisationen gegründet, die sich die Förderung von FreeBSD und der BSD-Familie zum Ziel gesetzt haben. Hierzu gehören z. B. die FreeBSD Foundation[11] und die BSD Certification Group[12].

Eigenschaften

Das vollständige System umfasst folgende Komponenten:

FreeBSD ist als unixartiges System weitgehend POSIX-konform. Es unterstützt alle grundlegenden Funktionen des POSIX.1-Standards, jedoch nicht alle Erweiterungen des X/Open System Interfaces. Aus diesem Grund darf es auch nicht den rechtlich geschützten Namen UNIX tragen. An einer Herstellung der vollständigen Unterstützung der Schnittstellen von C99, POSIX und des XSI wird aber gearbeitet.[13] Neben der x86-, AMD64- und in Japan verbreiteten PC98-Architektur werden eine Reihe weiterer Prozessortypen unterstützt. Dazu gehören IA-64, Sun SPARC und PowerPC sowie die ARM- und experimentell auch die MIPS-Architekturen für eingebettete Systeme.[1] Da FreeBSD eine eigene Binärschnittstelle (ABI) anbietet, ist die Installation proprietärer Software problemlos möglich. Ebenso können Windows-Netzwerkgerätetreiber über die NDIS-Schnittstelle verwendet werden, deren Hersteller die Hardware-Spezifikationen nicht freigegeben haben, z. B. Intels Centrino.[14]

Software-Verwaltung

Hauptmenü von FreeBSD sysinstall

Neben den Programmen aus dem Basissystem stehen über 23.000 Softwarepakete von Drittanbietern zur Verfügung. Über diese kann teilweise bereits während der Installation je nach Einsatzzweck eine Vorauswahl getroffen werden. Die meisten Pakete stehen auch als vorkompilierte Binaries zur Verfügung ('package') und können somit direkt vom Installationsmedium oder einem regionalen Projektrepository installiert werden. Ein Update dieser binären Pakete ist über das Kommando freebsd-update möglich.

Häufiger kommen jedoch die sogenannten Ports als Paketverwaltung zum Einsatz. Neben einer größeren Auswahl liegen die Vorteile der FreeBSD-Ports in der komfortablen Abhängigkeitsauflösung, einer möglichen prozessorspezifische Optimierung und der Nutzung von Compile-Zeit-Optionen. Die meisten Ports werden als Quellcode geladen, meist aus dem Netz, und dann auf dem eigenen System kompiliert. Hier finden sich die meisten Open-Source-Programme für Server und Desktop sowie einige proprietäre Programme. Die Flexibilität und einfache Bedienung der FreeBSD-Ports haben zu einer Verbreitung dieser Paketverwaltung auch auf anderen Systemen geführt. Neben NetBSD und OpenBSD werden die Ports auch auf Darwin und Mac OS X unter dem Namen MacPorts eingesetzt. Aufgrund der weitgehenden Quellcode-Kompatibilität dieser Systeme sind dafür keine bis kaum Änderungen an den Metadaten der Ports notwendig.

Netzwerk

Aufgrund der Ausrichtung des Projekts liegen die Stärken von FreeBSD im Netzwerkbereich. So waren wegen des KAME-Projekts die BSDs unter den ersten Betriebssystemen mit IPv6- und IPsec-Unterstützung. Es stehen mehrere redundante Paketfilter-Implementierungen zur Verfügung: das auch für proprietäre Unices verfügbare IPFilter, die Eigenentwicklung ipfw und pf aus OpenBSD. Des Weiteren existiert mit dummynet ein leistungsfähiger Trafficshaper.

FreeBSD beherrscht Netzwerkprotokolle auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel 802.1q VLANs, PPP, L2TP. Mit netgraph[15] gibt es außerdem ein graphenbasiertes Kernelsubsystem, welches die modulare Implementierung neuer und flexible Kombination vorhandener Protokolle unterstützt. Ebenso arbeitet FreeBSD mit verschiedener Netzwerkhardware zusammen: 10 Gigabit Ethernet, WLAN, ATM, ISDN, FDDI und UMTS.

Virtualisierung

FreeBSD stellt seit Version 4.x auch die Virtualisierungsumgebung jails (dt. Gefängnis) zur Verfügung.[16] Aus dem Inneren eines Jails ist kein Zugriff auf die System- und Konfigurationsdateien des Hauptsystems möglich – es verwendet seine eigenen Dateien, Prozesse und auch User-Accounts, so dass die Umgebung sich fast nicht von der eines vollwertigen Systems unterscheidet. Gegenüber etwa Chroot bietet dies eine Reihe von Vorteilen, insbesondere im Blick auf Sicherheit, Administration und Performance. Im Vergleich zu Paketen wie Xen oder VMware wiederum ist die Umsetzung sehr viel einfacher und transparenter, bietet aber auch nicht die Möglichkeit, ein fremdes Betriebssystem zu betreiben.[17] In anderen Systemen sind Abwandlungen von FreeBSD-Jails als sysjails bekannt.

FreeBSD unterstützt außerdem die Formate von GNU/Linux dank des Linux emulation layers.[18] Damit kann auch speziell für diese Systeme entwickelte Software in FreeBSD genutzt werden. Für die Linux-Kompatibilität steht darüber hinaus spezielle Software zur Verfügung.

Entwicklung

Der Entwicklungszweige des Quelltextes werden durch zentrale Subversion/CVS-Archive zur Verfügung gestellt. Das System ist daher sehr homogen, da alle Systembestandteile von der gleichen Entwicklergruppe gepflegt werden. Dieses Archiv wird außerdem regional gespiegelt um das Netzwerk des Hauptarchivs zu entlasten. Aus Gründen der Performance und um Inkonsistenzen zu vermeiden, ist das Archiv mit direktem Schreibzugriff getrennt von denen, die gelesen werden können.[3]

Bei FreeBSD spielt die Verfügbarkeit des Quelltexts auch praktisch eine große Rolle: Viele Anwender halten einen lokalen Quelltextbaum vor und synchronisieren ihn regelmäßig per CVSup-System über das Netz mit einem zentralen Quelltextarchiv (Repository). Dadurch ist es möglich, das System genau für seinen Einsatzzweck anzupassen, indem z. B. der Kernel mit systemspezifischen Treibern neu gebaut oder Software des Basissystems bzw. aus den Ports angepasst werden kann. Im Repository kann man in den alten Versionen der Quelltexte und den Anmerkungen der Entwickler recherchieren und somit sehr gut Einsicht in den Aufbau und die Funktionsweise des Systems gewinnen.

Projektorganisation

Die Pflege des Quelltextes ist wird von drei Gruppen der FreeBSD-Entwicklergemeinde übernommen:

  • src: In diesem Teil des Quelltextbaums sind der Kernel und das Userland enthalten. Committer mit Zugriff auf den src-Baum treiben daher auch die Entwicklung des Systems voran.
  • ports: Benannt nach der gleichnamigen Paketverwaltung, wird hier die Software von Drittanbietern eingepflegt. Die FreeBSD-Ports sind von Kernel und Userland unabhängig.
  • doc: Committer mit Zugriff auf diesen Teil des Quelltextbaums sind verantwortlich für die Pflege des sehr umfangreichen Handbuchs und der Manpages, die mit FreeBSD ausgeliefert werden.

Zusätzlich zu diesen drei Gruppen gibt es noch Teams, die für das Releasemanagement, die Administration der Projektserver, das Einpflegen von Sicherheitsupdates, etc. zuständig sind. Dabei gibt es personelle Überlappungen zwischen all diesen Gruppen.[3]

Die Kommunikation zwischen Entwicklern untereinander und mit Benutzern findet wie bei vielen Opensource-Projekten hauptsächlich über das Internet statt (Mailinglisten, Newsgroups, IRC). Zusätzlich gibt es in verschiedenen Teilen der Welt so genannte BSDcons, bei denen Entwickler und interessierte Benutzer neue Projekte vorstellen und diskutieren.

Koordiniert wird die Entwicklung vom Core Team, das alle zwei Jahre von den aktiven Entwicklern mit CVS-Zugriff gewählt wird.

Entwicklungszweige

Entwicklungszweige von FreeBSD

Die Entwicklung des FreeBSD-Kernels und -Userlands läuft in mehreren Zweigen parallel ab:

  • CURRENT, in dem neue Features entwickelt und getestet werden und nur für Entwickler oder fortgeschrittene Anwender geeignet ist. (CVS-Tag: CURRENT, HEAD oder .)
  • STABLE, der als genügend getestete Software aus dem CURRENT-Zweig hervorgegangen ist und von dem etwa alle vier bis sechs Monate neue Versionen veröffentlicht werden.
  • RELEASE sind Schnappschüsse des jeweiligen RELEASE-Zweiges, welche wiederum aus einem STABLE-Zweig hervorgehen. Bei Releases werden keine Änderungen mehr vorgenommen, sondern nur noch sicherheitsrelevante Änderungen eingepflegt.

Um z. B. sicherheitsrelevante Änderungen zwischen den einzelnen Zweigen austauschen zu können oder Verbesserungen aus dem Stable-Zweig auch in Current einfließen lassen zu können, wird im Hintergrund auf eine Versionsverwaltung mit Perforce zurückgegriffen, da sich mit CVS keine zweigübergreifenden Änderungen durchführen lassen.[3]

Ein anschauliches Beispiel: RELENG_6_1_0_RELEASE (dies ist das CVS-Tag von FreeBSD RELEASE-6.1) ist ein Schnappschuss aus dem RELEASE-Zweig RELENG_6_1. RELENG_6_1 wurde aus dem STABLE-Zweig RELENG_6 abgezweigt. RELENG_6 wiederum wurde aus dem CURRENT-Zweig MAIN abgezweigt. Der aktuelle Stand des CURRENT-Zweiges MAIN trägt das CVS-Tag HEAD.

Der Wartungszeitraum beträgt je nach Release und Priorität zwischen 6 und 24 Monaten.

Versionstabelle

Version Veröffentlichung[8] Unterstützung bis[19] wesentliche Änderung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 1. November 1993 erste Version
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1 Mai 1994 Wartungsrelease mit Bugfixes für 386BSD-Import, portierte Programme (XFree86, nntp) hinzugefügt[20]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1.5
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1.5.1 Juli 1994
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 22. November 1994 Codebasis von 386BSD wurde durch BSD-Lite 4.4 ersetzt, wegen des Vergleichs zwischen USL und BSDi[21], neuer Installer und Bootmanager, Unterstützung anderer Dateisysteme (FAT, unionfs, kernfs), dynamisch ladbare Kernelmodule aus NetBSD importiert[22]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0.5 10. Juni 1995 vollständige Unterstützung von NIS-Client und Server, T/TCP, ISDN, FDDI und Fast Ethernet-Karten (100Mbit), Übersetzung der Dokumentation in diverse Sprachen, Ports auf dem Installationsmedium enthalten[23]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1 19. November 1995
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1.5 Juli 1996
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1.6 Dezember 1996
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1.7 Februar 1997
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2 März 1997 NFSv3, Linux-Emulations-Schicht inklusive ELF, Einführung der man section 9 für Kernelfunktionen[24]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.1 April 1997
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.2 Mai 1997
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.5 22. Oktober 1997 Unterstützung aktueller Cyrix- und AMD-Prozessoren, neue VGA-Bibliothek[25]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.6 25. März 1998 Unterstützung für Plug and Play[26]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.7 22. Juli 1998 Unterstützung für FAT32, Update zur PC-98-Architektur[27]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2.8 29. November 1998 Traffic-Shaping mit dummynet, Paketfilterung mit ipfw, Unterstützung von IDE-Laufwerken größer als 8 GiB[28]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 Oktober 1998 Unterstützung symmetrischer Multiprozessorsysteme (SMP), SCSI und VESA[29]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.1 15. Februar 1999 Einführung von USB und PAM[30]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.2 17. Mai 1999
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3 17. September 1999 Unterstützung des Advanced Power Management zur Energieverwaltung[31]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.4 20. Dezember 1999
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5 24. Juni 2000
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0 14. März 2000 Import von IPv6 und IPsec aus dem KAME project, Integration von OpenSSH in das Basissystem, Emulation für SVR4 Binärdateien, USB-Ethernet, telnet-Verschlüsselung[32]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1 27. Juli 2000 Erweiterung der Unterstützung von Alpha-Prozessoren[33]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1.1 27. September 2000 Virtueller Ethernet-Gerätetreiber für Bridge-Konfigurationen, Unterstützung von ATA100 Controllern [34]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.2 21. November 2000 Unterstützung von USB-Scannern, USB-Modems, Umstrukturierung der Ports[35]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.3 20. April 2001
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.4 20. September 2001 Erkennung neuer Prozessoren (Transmeta Crusoe et al.), Unterstützung von Streaming SIMD Extensions (SSE) und SMB-Dateisystemen[36]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.5 29. Januar 2002 31. Dezember 2002 TCP hinsichtlich Durchsatz, Performance und Robustheit gegen DoS-Attacken überarbeitet, Ünterstützung des Bootloaders für Dateisysteme mit 16K-Blöcken[37]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.6 15. Juni 2002 Mai 2003
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.6.2 15. August 2002 Mai 2003
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.7 10. Oktober 2002 Dezember 2003
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.8 3. April 2003 31. März 2004 Unterstützung von Firewire und Hyper-Threading, Framework aus OpenBSD zur Verschlüsselungsunterstützung des Kernels importiert[38]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.9 28. Oktober 2003 31. Oktober 2004 Experimentelle Unterstützung von Physical Address Extensions[39]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.10 27. Mai 2004 Mai 2006 Unterstützung von USB 2.0 [40]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.11 25. Januar 2005 31. Januar 2007
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0 14. Januar 2003 30. Juni 2003 Unterstützung von UltraSPARC- und IA-64-Prozessoren, SMP-Unterstützung durch Umwandlung des Giant lock in kleinere Locks, GEOM, Mandatory Access Control aus TrustedBSD importiert, fsck im Hintergrund, Bluetooth, ACPI, CardBus, devfs, UFS2, Universal Disk Format, Treiber für die Direct Rendering Infrastructure (DRI), Pluggable Authentication Modules, Unterstützung für 80386-Prozessoren, kernfs und UUCP entfernt, Perl aus dem Basissysem in die Posts verschoben, das rc.d Framework aus NetBSD importiert[41]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.1 9. Juni 2003 Februar 2004 Experimentelle Unterstützung von AMD64-Prozessoren, 1:1 und M:N Thread-Bibliotheken für Multithreading, Name Service Switch und des ULE-Schedulers, Unterstützung von Physical Address Extensions, zwingende Verwendung von GEOM und devfs, IPv6 Unterstützung des Linux-Emulators, Beginn der Dokumentationsübersetzung ins dänische[42]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.2 9. Januar 2004 31. Dezember 2004 AMD64 als Tier1-Architektur unterstützt, Protocol Independent Multicast, ATA-Treiber aus dem Giant lock entfernt, Unterstützung des NFSv4-Client, Start der Dokumentationsübersetzung ins türkische,[43] Einführung von Cardbus- und 802.11a/b/g-Treibern, experimentelle Unterstützung für die Filterung und Forwarding von IP-Daten in mehreren Threads[44]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.2.1 25. Februar 2004 31. Dezember 2004
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.3 6. November 2004 31. Oktober 2006 ALTernate Queueing, eintrittsinvariante Netzwerk- und Socketsubsysteme in mehreren Threads, Einführung des Kernel debugger frameworks (KDB), dynamische und statische Linkerunterstützung für Thread-local Storage, Import der pf-Firewall aus OpenBSD, native Ausführungsunterstützung von NDIS-Treibern, Ersetzung von XFree86 durch X.org, Kryptographie-Unterstützung durch Basissystem[45]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.4 9. Mai 2005 31. Oktober 2006 Import des Common Address Redundancy Protocol aus OpenBSD[46]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.5 25. Mai 2006 31. Mai 2008 Beide Kerne von Dual-Core-Prozessoren sind für per Voreinstellung durch SMP-Kernel nutzbar[47]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0 4. November 2005 31. Januar 2007 Experimentelle Unterstützung für PowerPC, WPA, Treiber weiterer Wireless-Karten hinzugefügt, vollständige Unterstützung von 802.11g, 802.11i, 802.1x und WME/WMM, Verbesserung von Zugriffen auf Dateisysteme und direkt auf Datenträger, SMP-fähige Schicht des virtuellen Dateisystems VFS, Import der Bridge-Implementierung mit Unterstützung des 802.1D Spanning Tree Protocol aus NetBSD[48]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.1 8. Mai 2006 31. Mai 2008 Tastatur-Multiplexer, automatische Konfiguration vieler Bluetooth-Geräte, Treiber für Ethernet, SAS and SATA-RAID-Controller[49]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.2 15. Januar 2007 31. Mai 2008 Unterstützung der Xbox-Architektur, OpenBSM, ipfw-Tags für Pakete, Einführung von freebsd-update für binäre Sicherheitsupdates und Patches und OpenIPMI als Intelligent Platform Management Interface[50]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.3 18. Januar 2008 31. Januar 2010 Reimplementierung von UnionFS, Hinzufügen eines Upgrade-Schalters zu freebsd-update[51]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.4 28. November 2008 30. November 2010 Unterstützung des Camellia Algorithmus zur Verschlüsselung, Ermöglichen des Bootens von USB-Datenträgern und Geräten mit GPT-BIOS, buffer corruption protection bei der Speicherallokierung[52]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.0 27. Februar 2008 30. April 2009 Unterstützung von ZFS, XFS und GPT, Referenzimplemenation von SCTP, Unterstützung für die ARM-Architektur und das High Definition Audio Interface (HDA) von Intel hinzugefügt, jhkmalloc durch jemalloc,[53] Unterstützung für DEC Alpha eingestellt[54]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.1 4. Januar 2009 28. Februar 2011 DTrace von OpenSolaris übernommen, ULE-Scheduler wird voreingestellter Scheduler für i386- und AMD64-Platformen[55]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.2 4. Mai 2009 30. Juni 2010 Unterstützung der UltraSPARC-III-Prozessoren, transparente Verwendung von Superpages im Virtual-Memory-Subsystem, Verbesserungen an den FreeBSD jails[56]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.3 23. März 2010 31. März 2012 Neuer Bootloader gptzfsboot mit Unterstützung für GPT und ZFS, Unterstützung für VIA-Nano-Prozessoren[57]
Aktuelle Version: 7.4 24. Februar 2011 28. Februar 2013 Unterstützung für UltraSPARC-IV, -IV+ und SPARC64-V-Prozessoren hinzugefügt, IEEE 802.3 Vollduplex[58]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 8.0 25. November 2009 30. November 2010 Neuer USB-Stack, Unterstützung für IEEE 802.11s, Verwendung von Superpages, Erhöhung der Anzahl maximaler Slices und Unterstützung von NFSv4[59]
Ältere Version; noch unterstützt: 8.1 23. Juli 2010 31. Juli 2012 Hochverfügbarkeitsspeicher, SMP für PowerPC G5 Systeme, threadsicheres MS-DOS-Dateisystem, zfsloader, NFSv4-ACL für UFS und ZFS[60]
Aktuelle Version: 8.2 24. Februar 2011 29. Februar 2013 Import von V4L in den Linux-Emulator, Unterstützung von USB 3.0 und des Extensible Host Controller Interface[61]
Aktuelle Version: 8.3 18. April 2012 30. April 2014 Unterstützung der Trim-Funktion für SSD-Festplatten, Gnome Version 2.32.1, KDE Version 4.7.4[62]
Aktuelle Version: 9.0 12. Januar 2012 31. Januar 2013 Userland DTrace, UFS SoftUpdates+Journal, SMP-Support für mehr als 32 Prozessoren, Einführung der Non-Uniform Memory Architecture[63]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Logo

Der BSD-Daemon ist das „Maskottchen“ von BSD-Unix und wurde von Beginn an als Logo verwendet. Er wird oft Beastie genannt, obwohl ihn der Träger des Copyrights für namenlos erklärt.

Das Zeichen erwies sich jedoch teils schwer reproduzier- und skalierbar, daher riefen im Februar 2005 die Entwickler des FreeBSD-Projektes auf, ein Logo für FreeBSD zu entwerfen. Ende Juni 2005 wurden die Vorschläge verschiedener Grafiker eingereicht und Ende September 2005 wurde das neue Logo ausgewählt. Zum Schluss standen sieben Einsendungen in der engeren Wahl – gewonnen hat das Design von Anton K. Gural, wie oben rechts in diesem Artikel verwendet.

Es gab darauf – wie bei NetBSD – verschiedene Erwägungen, das traditionelle Maskottchen nicht weiter als Logo zu verwenden. Im Ergebnis bleibt der Dämon Beastie nun doch das Maskottchen des Projektes. Das neue Logo ist eine Anspielung auf den Kopf des Dämons mit seinen Hörnern.

FreeBSD-Derivate und Distributionen

Man unterscheidet grob zwischen Distributionen und Derivaten: Bei Distributionen handelt es sich um andere Zusammenstellungen von Software, während es sich bei Derivaten um Veränderungen und Abspaltungen (auch Forks) des Systems handelt. Da die Erstellung von BSD-Distributionen im Vergleich zu anderen Systemen, wie GNU/Linux, noch eine relativ neue Entwicklung ist, und Änderungen meist tiefgreifender als bei Linuxdistributionen sind, werden in der BSD-Welt häufig auch Distributionen als Derivate bezeichnet. In der FreeBSD-Community werden Forks häufig negativ bewertet.

FreeBSD-Derivate

FreeBSD-Distributionen

Hardwareanforderungen

Hardwareanforderungen hängen vom Einsatzgebiet ab. Ein Embedded System z.B. hat andere Anforderungen als ein Webserver oder ein Desktop. Nähere Information findet man auf der offiziellen Web-Seite[65].

Siehe auch

Literatur

  • Marshall Kirk McKusick und George V. Neville-Neil: The Design and Implementation of the FreeBSD Operating System. Addison-Wesley, 2004, ISBN 0-201-70245-2 (Beschreibung des Betriebssystems auf akademischen Niveau)
  • Greg Lehey: The Complete FreeBSD. 4th Edition, O'Reilly, 2003, ISBN 0-596-00516-4 (Installation, Konfiguration und Gebrauch des FreeBSD-Systems)
  • Harald Zisler: FreeBSD. Franzis, Poing 2006, ISBN 3-7723-6538-8
  • Michael Lucas: Absolute FreeBSD: The Ultimate Guide to FreeBSD. 2nd Edition, No Starch Press, San Francisco 2007, ISBN 1-593-27151-4
  • Michael Urban, Brian Tiemann: FreeBSD 6 Unleashed. Sams, Juli 2006, ISBN 0672328755
  • Michael Lucas: FreeBSD de Luxe. Unix-Serveradministration. Mitp-Verlag, Bonn 2003, ISBN 3-8266-1343-0

Weblinks

 Commons: FreeBSD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ab von FreeBSD unterstützte Plattformen und deren Status
  2. http://www.freebsd.org/doc/en/articles/contributors/staff-committers.html
  3. abcd How the FreeBSD Project works, Vortrag von Robert N. M. Watson bei Google TechTalks 2007 (englisch)
  4. netcraft.com: Nearly 2.5 Million Active Sites running FreeBSD, Umfrage von 2004 (englisch)
  5. netcraft.com: Most Reliable Hosting Company Sites in May 2009 and June 2011 (englisch)
  6. ab freebsd.org: About the FreeBSD Project (englisch)
  7. bsdwiki.de: Geschichte von BSD, Eintrag von Axel S. Gruner
  8. ab FreeBSD Release Information, Übersicht aller Releases inklusive unterstützter Hardwareplattformen (englisch)
  9. ibm.com: Why FreeBSD (englisch)
  10. heise.de: FreeBSD der unbekannte Riese
  11. http://www.freebsdfoundation.org/
  12. http://www.bsdcertification.org/
  13. Statusseite des Projekts zur Herstellung der API für C99 und IEEE 1003.1-2001 (POSIX) inklusive der XSI Extensions.
  14. freebsd.org: Network Setup, Using Windows NDIS Drivers (englisch)
  15. Netgraph Manpage
  16. freebsd.org: FreeBSD jails introduction (englisch)
  17. grunix.de: Jails unter FreeBSD
  18. freebsd.org: Linux emulation layer (englisch)
  19. http://www.freebsd.org/security/security.html
  20. RELEASE NOTES - FreeBSD - Release 1.1. The FreeBSD Project. Abgerufen am 30. April 2011.
  21. bell-labs.com: USL vs. BSDI documents (englisch)
  22. FreeBSD 2.0 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  23. FreeBSD 2.0.5 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  24. FreeBSD 2.2 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  25. FreeBSD 2.2.5 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  26. FreeBSD 2.2.6 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  27. FreeBSD 2.2.7 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  28. FreeBSD 2.2.8 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  29. FreeBSD 3.0 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 27. April 2011.
  30. FreeBSD 3.1 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  31. FreeBSD 3.3 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  32. FreeBSD 4.0 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  33. FreeBSD 4.1 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  34. FreeBSD 4.1.1 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  35. FreeBSD 4.2 Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 28. April 2011.
  36. FreeBSD/i386 4.4-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  37. FreeBSD/i386 4.5-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  38. FreeBSD/i386 4.8-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  39. FreeBSD/i386 4.9-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  40. FreeBSD/i386 4.10-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project. Abgerufen am 29. April 2011.
  41. FreeBSD/i386 5.0-RELEASE Release Notes. The FreeBSD Project (14. Januar 2003). Abgerufen am 29. April 2011.
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