Freeware ([ˈfɹiːˌwɛə]; von engl. free „kostenlos“ und ware „Ware“) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit freier Software (engl. „free software“) verwechselt werden, die im Gegensatz zu Freeware weitläufigere Freiheiten, wie Veränderungen an der Software, gewährt.[1]
Ein Autor kann nach dem Urheberrecht bei einer Weitergabe seines Werks die vertraglichen Bedingungen in weitem Umfang festlegen. So ist Freeware kein genau definierter, rechtsgültiger Begriff. Es ist in jedem Einzelfall anhand der in einem Endbenutzer-Lizenzvertrag festgelegten Lizenzbedingungen zu prüfen, welche konkreten Rechte der Urheber dem Anwender gewährt. Typische Vertragsbedingungen vom Autor sind etwa, dass die Verbreitung gegen ein Entgelt untersagt ist oder die Nutzung nur für Privatpersonen kostenlos ist, d.h. der Einsatz im kommerziellen Umfeld bedarf einer Lizenzgebühr. Ob bei solchen oder noch weitergehenden Einschränkungen der Nutzung der Begriff Freeware noch zutreffend angewendet wird, ist zumindest unter dem Aspekt der allgemeinen Nutzungsfreiheit strittig.
Im Allgemeinen wird der Begriff Freeware eher auf kleinere Software-Produkte angewandt. Ein Beispiel eines größeren kostenlosen Software-Produktes ist der Internet-Browser Opera. Eine spezielle Form von Freeware liegt bei Software-Produkten vor, die auf ein kostenpflichtiges Betriebssystem aufbauen, wie z. B. Internet Explorer und Microsoft Windows Media Player. Hierbei ist die kostenlose Nutzung an den Besitz anderer Microsoft-Lizenzen und die Zustimmung zur Rechteerweiterung der bestehenden Lizenzen für Microsoft gebunden.
Der Begriff Freeware ist heutzutage meist in zwei Gebieten anzutreffen: Einmal bei den Computer-Zeitschriften, die Freeware gerne als vereinfachenden Oberbegriff verwenden und bei Hobbyprogrammierern, die ihre kleineren Software-Projekte auf ihrer Homepage zum kostenlosen Herunterladen anbieten und sich noch nicht mit dem aktuellen Software-Lizenzrecht befasst haben.
Für die folgenden Lizenzmodelle wird Freeware in der Regel als Oberbegriff verwendet, teilweise auch synonym. Sie sind allerdings mit Einschränkungen verbunden, die sich aus dem Namen des Lizenzmodells ergeben:
Neben einzelnen Autoren gibt es auch Gruppen, so genannte Codinggroups, die hobbymäßig Software programmieren und diese als Freeware anbieten.
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