Eigenbeschuss (oft auch engl. friendly fire) ist der irrtümliche Beschuss eigener oder verbündeter Streitkräfte in einer kriegerischen Auseinandersetzung.
Absichtlicher Beschuss von Vorgesetzten durch Untergebene wird als Fragging bezeichnet.
Ursachen für Eigenbeschuss sind oft eine unzureichende Identifizierung des Ziels aufgrund schlechter Sichtbedingungen (wie Dunkelheit oder Witterungseinflüsse), Kommunikationsprobleme (wie falsche Parole), technisches oder menschliches Versagen. Auch die ballistische Streuung spielte früher eine Rolle: wenn die Kanoniere z.B. etwas weniger Pulver einfüllten, flog die abgeschossene Kugel weniger weit. Auch im ersten Weltkrieg hatten Soldaten Angst vor sogenannten "Kurzgängern".[1] Die Wirkung dieses fehlgeleiteten Beschusses wird auch als Begleitschaden oder Kollateralschaden bezeichnet.
Im Gefecht der verbundenen Waffen kam und kommt es vor, dass bei der Fernunterstützung von eigenen, in unmittelbarer Feindberührung stehenden Einheiten mittels Artillerie oder Kampfflugzeugen auch eigene Kräfte in Mitleidenschaft gezogen werden. Man kann versuchen abzuwägen, ob die Verluste der eigenen Verbände ohne diese Luft- oder Artillerieunterstützung nicht noch größer wären.
Bei der Schlacht im Hürtgenwald (1944/45) war die angreifende amerikanische Artillerie in dem unübersichtlichen Gelände oft desorientiert; viele Amerikaner starben durch 'friendly fire'.[2]
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