| Gemeinschaftskraftwerk Veltheim | |||
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| Lage | |||
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| Koordinaten | 52° 11′ 23,3″ N, 8° 55′ 59,7″ O52.1897998.933237 Koordinaten: 52° 11′ 23,3″ N, 8° 55′ 59,7″ O |
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| Land | Deutschland | ||
| Gewässer | Weser | ||
| Daten | |||
| Primärenergie | Fossile Energie | ||
| Brennstoff | Steinkohle / Petrolkoks / Ersatzbrennstoff (Block 1-3), Erdgas / Heizöl (Block 4) | ||
| Leistung | insgesamt 892 MW (elektrisch):
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| Typ | Dampfkraftwerk | ||
| Eigentümer | E.ON 66,7 %, Stadtwerke Bielefeld 33,3 % | ||
| Betriebsaufnahme | 1970 (Block 1-3) 1975 (Block 4) | ||
| Stilllegung | 2000 (Block 1) | ||
| Website | http://www.gk-veltheim.de/ | ||
| Stand | 3. Mai 2010 | ||
Das Gemeinschaftskraftwerk Veltheim (ehemals Gemeinschaftskraftwerk Weser) ist ein Großkraftwerk in Veltheim, einem Stadtbezirk der ostwestfälischen Stadt Porta Westfalica. Es liegt am rechten Ufer der Weser, die zur Kühlung dient; die Anlieferung der Festbrennstoffe erfolgt per Bahnanschluss und Straße.
Eigentümer sind die E.ON Kraftwerke GmbH und die Stadtwerke Bielefeld. Das Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 892 Megawatt. Verfeuert werden vor allem Steinkohle und Erdgas, sowie Petrolkoks und Heizöl. Seit dem Jahr 2003 dürfen im Kraftwerk auch Sekundärbrennstoffe mitverbrannt werden.
Das Kraftwerk hat vier Blöcke, von denen drei noch in Betrieb sind:[1]
| Block | elektrische Leistung (MW) | Brennstoff | Inbetriebnahme | Stilllegung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 100 MW | Steinkohle (+ Petrolkoks) | 1970 | 2000 |
| 2 | - (in Betrieb) | |||
| 3 | 300 MW | |||
| 4 | 400 MW | Kombiblock Gas/Heizöl | 1975 |
Das Kraftwerk hat keine Kühltürme und kühlt den Sekundärkreislauf über das von der Weser entnommen Wasser.
Die Gesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Veltheim wurde 1959 als Gemeinschaftskraftwerk Weser von den Gesellschaftern der Stadtwerke Bielefeld (vertreten durch die Tochtergesellschaft Interargem), des Elektrizitätswerks Minden-Ravensberg und des Elektrizitätswerks Wesertal gegründet.
Im Jahr 2003 übernahm E.ON die Elektrizitätswerke Minden Ravensberg und wurde damit neuer Mehrheitsgesellschafter am Gemeinschaftskraftwerk Veltheim, an denen die Stadtwerke Bielefeld weiterhin mit 33 % beteiligt sind.
2004 wurde dann das Gemeinschaftskraftwerk Weser am Standort Veltheim zusammen mit dem Hochspannungsnetz in die neue Gesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Veltheim umbenannt. Damit werden hier die konventionellen Stromerzeugungen im Gegensatz zur atomaren Stromerzeugung im Kernkraftwerk Grohnde gebündelt. Diese beiden Kraftwerke werden von der gleichen Eigentümergemeinschaft betrieben.
Wie E.ON im Frühjahr 2008 mitteilte, wird sich E.ON aus der Beteiligung am Gemeinschaftskraftwerk Veltheim zurückziehen, um kartellrechtlich 100 % an E.ON Sverige (früher Sydkraft) zu erhalten. [2]
Das Kraftwerk ist zunächst als Steinkohlekraftwerk genehmigt worden, wobei seit der Anpassung der Betriebsgenehmigung im Jahr 2004 die Steinkohle auch mit Petrolkoks ergänzt werden kann. Die Ersatzbrennstoffe dürfen dabei den Schwefelfilter nicht überlasten.[3] Der Block 4 wurde mit einer Gasturbine bestückt, die auch mit Heizöl betrieben werden kann.
Seit dem Jahre 2003 genehmigte die Bezirksregierung Detmold die Mitverbrennung von Tiermehl und Klärschlamm bis zu maximal 20 % der jeweils gefahrenen Feuerungswärmeleistung in den Blöcken 2 und 3.[4] Am 13. Oktober 2005 wurde dem Kraftwerk durch das Staatliche Amt für Umwelt und Arbeitsschutz Ostwestfalen-Lippe die Änderungsgenehmigung erteilt, Sekundärbrennstoffe mitzuverbrennen. Dieses sind gesetzliche definierte Ersatzbrennstoffe, meist thermisch verwertbare Abfälle sowie Klärschlämme und Tiermehl. Die Menge der verbrannten Zusatzstoffe wird auf maximal 12 % der jeweils gefahrenen Feuerungswärmeleistung begrenzt.[4] Ausgelegt ist die Anlage auf die Verbrennung von 100 Tonnen Ersatzbrennstoff pro Tag.[5] Der Block 3 besitzt eine Schmelzkammerfeuerung, die Verbrennungstemperaturen von über 1600 Grad Celsius erlaubt. Zudem erfüllen die Abgasreinigungsanlagen die 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung. Die Betreiber gehen davon aus, dass diese Temperaturen das rückstandslose Verbrennen der Sekundärrohstoffe ermöglicht und die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.[6]
Gegen die Verbrennung von Sekundarrohstoffen hat sich eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Saubere Umwelt ohne Müllverbrennung im Gemeinschaftskraftwerk Veltheim e.V.“ gegründet.[4] Hauptsächlicher Anlass waren vermuteten Emissionen aus dem Kraftwerk bei verändertem Brennstoff.
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