Montag, 28. Mai 2012

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Georg Helm

(Weitergeleitet von Georg Ferdinand Helm)

Georg Ferdinand Helm (* 15. März 1851 in Dresden; † 13. September 1923 ebenda) war ein deutscher Mathematiker.

Leben

Gedenkstätte für Georg Helm auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden.
Georg Helms Grab auf dem Alten Annenfriedhof

Helm legte 1867 sein Reifezeugnis an der Annenschule ab. Danach studierte er an der Polytechnischen Schule Dresden Mathematik und Naturwissenschaften und von 1871 bis 1873 an den Universitäten Leipzig (bei Carl Gottfried Neumann) und Berlin.

Helm lehrte von 1888 bis 1922 Mathematik und Theoretische Physik an der Technischen Hochschule (bzw. am Polytechnikum Dresden), ab 1892 als ordentlicher Professor. Ab 1906 war er Professor für Angewandte Mathematik. Zeitweise war er Rektor der TH Dresden. Er arbeitete interdisziplinär, zu seiner Lehrtätigkeit gehörte zum Beispiel ein Versicherungsseminar. Helm prägte den Begriff der „mathematischen Chemie“.

Helm war ein Vertreter der Energetik von Wilhelm Ostwald und lieferte sich als dessen Vertreter 1896 auf der Naturforscherversammlung in Lübeck eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ludwig Boltzmann, der als Vertreter der Atomistik ein Gegner der Ansichten von Ostwald war. Boltzmann blieb in dieser Auseinandersetzung „Sieger“.[1]

Im Bereich der Ökonomie postulierte Georg Helm, dass Geld das ökonomische Äquivalent niedriger Entropie sei (Lehre von der Energie, 1887).

Georg Helm wurde im Familiengrab Helm/Zeuner – unter anderem ist hier Gustav Zeuner bestattet – beigesetzt. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden und wird von dem Verein zur Förderung von Studierenden der Technischen Universität Dresden e.V. betreut. Darüber hinaus wird seiner heute in der Gedenkstätte für Professoren der TU Dresden auf dem gleichen Friedhof gedacht.

Schriften

  • Lehre von der Energie. Leipzig 1887.
  • Grundzüge der mathematischen Chemie. 1894. (The principles of mathematical chemistry. New York 1897.)
  • Die Energetik. Leipzig 1898.
  • Die Theorien der Elektrodynamik nach ihrer geschichtlichen Entwicklung. Leipzig 1904.
  • Die Grundlehren der höheren Mathematik. Leipzig 1910.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stiller: Boltzmann. S. 99. Dort wird eine Aussage von Helm zitiert, dass er auf der Versammlung in eine Falle geraten wäre.
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